Schriftgröße

Eine Schriftgröße niedriger
Schriftgröße 9
Schriftgröße 10
Schriftgröße 11
Schriftgröße 12
Schriftgröße 13
Eine Schriftgröße höher
 

Sie befinden sich hier: Startseite / Internationale Zusammenarbeit / Wirtschaft und Beschäftigung / Wirtschaftsförderung

Finanzsysteme, Wirtschaft

Wirtschaftsförderung

Teilnehmer am Inwent-Programm Trade Africa. Copyright Inwent gGmbH/Catalina Berger

Um die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen (United Nations, UN) zu erreichen, muss noch viel getan werden. In den meisten Entwicklungs- und Transformationsländern reicht das Wirtschaftswachstum bei weitem nicht aus, um die Armut bis 2015 zu halbieren. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Sie bilden das Rückgrat erfolgreicher Volkswirtschaften und spielen eine zentrale Rolle bei der Beschäftigung der Bevölkerung: Die meisten Arbeitsplätze sind in kleinen und mittleren Unternehmen angesiedelt. Häufig bedienen diese Unternehmen allerdings viel zu kleine Märkte, um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Um neue Märkte zu erschließen, müssen sie ihre Produktivität steigern – das aber geht nur, wenn ihre Mitarbeiter besser qualifiziert sind und die Produktionsanlagen und -bedingungen modernisiert werden. Zudem behindern häufig schwierige institutionelle und makropolitische Rahmenbedingungen die Weiterentwicklung kleiner und mittlerer Betriebe. Hier setzt Inwent an. Wir stärken lokale Förderinstitutionen und die Managementkompetenzen von Führungs- und Nachwuchsführungskräften. Wir qualifizieren beispielsweise lokale Dienstleister wie Unternehmensberater und Kreditmanager, so dass sie Unternehmen vor Ort wettbewerbsfähig ausbauen können. Darüber hinaus tragen wir dazu bei, einen lokalen Pool von Trainern aufzubauen und den Markt für nicht-staatliche Unternehmensberater zu stärken. Unsere Programme sind praxisbezogen und kommen den KMU in unseren Partnerländern zugute. Inwent unterstützt ihre zukunftsfähige wirtschaftliche Entwicklung.

Zum nachhaltigen wirtschaftlichen Handeln gehört auch soziale und ökologische Verantwortung. Wirtschaftliches Handeln kann nur im Einklang mit der Umwelt erfolgen, zum anderen müssen Mindeststandards des Arbeitsschutzes und der unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) eingehalten oder eingeführt werden. Mit dem Trainingsprogramm "Umwelt- und sozialverantwortliche Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in Westchina" vermittelt Inwent, dass die Einführung sozialer Standards für Unternehmen eine notwendige und lohnende Investition darstellt. In Workshops, Diskussionen und Fallstudien wird gezeigt, dass in Unternehmen, die nach CSR-Richtlinien arbeiten, die Produktivität steigt, die Qualität besser wird und damit die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Das auf Westchina konzentrierte Programm schließt die Weiterbildung von Multiplikatoren mit ein, die das entsprechende Know-how auch in andere Teile Chinas tragen.

Auch und gerade in strukturschwachen Regionen sind wir aktiv. Ländliche Regionen, in denen viele Menschen leben, sind vielfach nicht wettbewerbsfähig. Es gibt zu wenig gewerbliche Beschäftigung und somit kaum wirtschaftliches Potenzial. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte fehlt es in strukturschwachen und ländlichen Regionen an qualifizierten Fachkräften, die die wirtschaftliche Entwicklung voranbringen. Regionale Wirtschaftsförderung hat daher die Aufgabe, in weniger entwickelten Teilen eines Landes Wachstum und Beschäftigung zu fördern, indem die Fachleute vor Ort weitergebildet und in die Lage versetzt werden, regional bezogene Entwicklungskonzepte zu erarbeiten und zu steuern. So lassen sich nicht nur regionale Unterschiede in der Wirtschaftskraft und den Lebensverhältnissen der Menschen ausgleichen. Ein erwünschter Nebeneffekt dieser Ausbildung ist die Tatsache, dass sich gut ausgebildete Fachkräfte an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen beteiligen. Dadurch werden dezentrale Strukturen gestärkt, die für die zukünftige Entwicklung der Region und des ganzen Landes entscheidend sind. Ein Beispiel ist das Programm "Förderung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit Südostasiens". Fach- und Führungskräfte öffentlicher und privater Wirtschaftsfördereinrichtungen lernen die wichtigsten Konzepte und Instrumente der Wirtschaftsförderung und -entwicklung kennen. Besonderer Wert wird auf die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsentwicklung gelegt. Unter anderem werden Strategien gezeigt, um soziale Mindeststandards in den örtlichen und regionalen Unternehmen einzuführen. Die Teilnehmer/innen des zwölfwöchigen Kurses entwickeln Methoden, ihr neues Wissen in ihren Regionen anzuwenden und auf die besonderen Bedingungen anzupassen.

Inwent stützt auch die regionale Wirtschaftsintegration ihrer Partnerländer. Nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen an einer wirtschaftlichen Zukunft zu arbeiten, bietet viele Vorteile. Daher schließen sich mehr und mehr Länder auf regionaler Basis zu wirtschaftlichen Interessensverbänden nach dem Vorbild der Europäischen Union (EU) zusammen. Gemeinschaft macht stark – auch beim Handel. Damit diese Handelsgemeinschaften gut funktionieren, müssen sich die Partner vertrauen, die einzelnen Ländern müssen Kompetenzen abgeben. Inwent fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen, Verwaltungen und Regierungen mit Capacity Building. Wir qualifizieren vor allem Mitarbeiter der Dachorganisationen, damit sich diese in Verhandlungen mit anderen Integrationsgemeinschaften und Handelspartnern behaupten können.

Ein wichtiges Thema für Entwicklungs- und Transformationsländer ist die Qualitätssicherung ihrer Produkte. Wenn sie auf dem internationalen Markt bestehen wollen, dann müssen sie wettbewerbsfähig sein und bei den weltweit geltenden Qualitätsstandards mithalten. Inwent unterstützt ihre Partnerländer darin, diese Standards zu erreichen und im globalen Handel mitzuhalten. Wir bieten beispielsweise für Unternehmen der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) ein Programm zum Qualitätsmanagement an, das Fach- und Führungskräften der SADC-Region Kenntnisse über technologische, ökologische und ökonomische Standards vermittelt. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, als Trainee in einem deutschen Unternehmen zu arbeiten. Im Anschluss an ihr Training sind die Teilnehmer dazu in der Lage, die Techniken und Verfahren in den Produktionsabläufen ihrer Unternehmen zu verbessern und internationale Qualitätsstandards zu erreichen.


Inwent Fachportale und Programmwebseiten:


Themenportale und Suche

Erweiterte Suche