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In zwei Programmen bereitet Inwent ihre Teilnehmer/innen auf die Herausforderungen internationaler Finanzmärkte vor.
Pressemitteilung vom 14.10.2008
Bonn. Wenn Banken wanken, geraten in einer globalisierten Welt nicht nur die Börsen aus dem Gleichgewicht. Von Island bis Indien fordern breite Teile der Bevölkerung schnelle Antworten und wirksame Lösungen, um die aktuelle Finanzkrise einzudämmen. Inwent bereitet Nachwuchsführungskräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern auf diese anspruchsvolle Aufgabe vor.
Wie funktionieren Finanzmärkte? Welche Bedeutung haben innovative Finanzmarktprodukte für die Stabilität des internationalen Finanzsystems? Sind neue Regulierungen und Kontrollen für das Finanzsystem erforderlich? Welche Aufgaben fallen dabei dem Staat zu, insbesondere in Ländern, die auf marktwirtschaftliche Prinzipien bauen? So unterschiedlich die finanziellen Möglichkeiten von Industrie- und Entwicklungsländern auch sind - die Fragen an Finanzexperten im öffentlichen und im privaten Sektor ähneln sich überall auf der Welt.
Daher bietet Inwent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum einen Weiterbildungsprogramme für Fach- und Führungskräfte aus Zentralbanken und nationalen Finanzaufsichtsbehörden an. Zum anderen tauschen internationale Expert/innen in Dialogforen ihre Erfahrungen zu Schlüsselfragen der Geld- und Finanzpolitik aus. Der "Dialog mit Ankerländern" bringt in jährlichen Konferenzen Experten aus den aufstrebenden Nationen Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika mit ihren deutschen Kolleg/innen zum Erfahrungsaustausch zusammen, während sich der mehrmonatige Trainingskurs "Macroeconomic Policy Studies" (MPS) seit 2000 an Nachwuchsführungskräfte insbesondere aus Zentralbanken aus China, der Mongolei und Vietnam richtet.
Die 19 Teilnehmer/innen des zweiten MPS-Kurses in diesem Jahr haben seit September die Möglichkeit, geld- und finanzpolitische Entscheidungen ihrer Heimatländer in der gegenwärtigen internationalen Finanzkrise aus der Perspektive ihres Gastlandes mit ‚deutschen’ Augen zu betrachten. Die Inhalte der mit Inwent im Rahmen dieser Fortbildung kooperierenden Berliner Fachhochschulen für Wirtschaft (FHW) und für Technik und Wirtschaft (FHTW) sind auf die aktuelle Situation zugeschnitten: Es geht unter anderem um die Ursachen und die wirkungsvolle Bekämpfung von Finanzkrisen, die internationale Verflechtung des Finanzsystems und die Schwächen derzeitiger Regulierungsmechanismen.
Im Inwent-Programm "Dialog mit Ankerländern" tauschen sich nicht nur Fachkräfte aus verschiedenen Entwicklungsländern untereinander aus. Auch deutsche Experten profitieren von den jährlichen Treffen mit Teilnehmenden aus Brasilien, China, Deutschland, Indien, Mexiko und Südafrika. Heftig diskutiert wurde bei der Konferenz "Financial Innovation and Emerging Markets" im Juli dieses Jahres, weshalb die Finanzmärkte einiger Ankerländer von der Finanzkrise weniger betroffen waren als der deutsche. Einig ist man sich darin, dass globale Krisen nur gemeinsam gelöst werden können.