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IIJ-Alumni auf dem Afrika-Forum des Bundespräsidenten in Abuja/Nigeria
Pressemitteilung vom 11.11.2008
Berlin/Abuja. Gibt es wirklich eine Partnerschaft zwischen Deutschland und Afrika? Wie kann Afrika von der Initiative profitieren? Gibt es eine Zukunft für Simbabwe in der Partnerschaft, und wie könnte sie aussehen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten zehn Alumni von Inwents Internationalem Institut für Journalismus auf dem diesjährigen Afrika-Forum, zu dem Bundespräsident Horst Köhler und der nigerianische Präsident Umaru M. Yar’Adua vom 7. bis 9. November 2008 in die nigerianische Hauptstadt Abuja eingeladen hatten.
Unter der Überschrift „Hürden auf dem Weg zur Partnerschaft – und wie wir sie nehmen können“ diskutierten 50 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur die Herausforderungen auf dem Weg zu einer – wie es hieß – echten Partnerschaft. Das Forum fand im Rahmen der „Partnerschaft mit Afrika“-Initiative statt, die der Bundespräsident im Jahr 2005 gemeinsam mit der Zeit-Stiftung ins Leben gerufen hatte, um in einem offenen und kritischen Dialog über das Verhältnis zwischen den Ländern Afrikas und den Industriestaaten zu diskutieren.
„Unsere Welt scheint zu schrumpfen. Wir alle spüren, dass wir immer stärker voneinander abhängen. Deshalb sind wir auch auf einander angewiesen“, sagte der Bundespräsident, „Afrika braucht Europa. Europa braucht Afrika. Und aus dieser Erkenntnis haben wir bislang nicht genug gemacht.“
Mit dem Ziel, die Debatten des Forums auch in andere afrikanische Länder zu tragen, hatte das IIJ Alumni nach Abuja eingeladen, die für ihre Heimatredaktionen berichteten. Die Print-und Online-Journalisten, Absolventen verschiedener IIJ-Trainingkurse, kamen aus Benin, Ghana, Nigeria, Senegal, Simbabwe, Sudan und Tansania. Sie nutzen die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand über die Herausforderungen im Verhältnis zwischen Deutschland, Europa und Afrika zu erhalten.
Afrika sei wichtig für uns, sagte BMZ-Staatssekretär Erich Stather in einem Interview mit den IIJ-Alumni. Nicht zuletzt seit dem G8-Gipfel in Heiligendamm in 2007 ist die Berichterstattung über Afrika in den deutschen Medien nach Einschätzung des Staatssekretärs breiter und vielfältiger geworden. Immer häufiger würden auch afrikanische Erfolgsgeschichten vermeldet werden.
Worauf es jetzt ankommt, ist - so der Grundtenor aller Gespräche auf dem Forum - die Glaubwürdigkeit im Umgang miteinander zu steigern. Ob es um die Finanzkrise ging und ihre Auswirkungen auf die global vernetzte Wirtschaft, um Frieden und Sicherheit und die Frage nach dem illegalen Rohstoffhandel, ob es um Armutsbekämpfung ging, Klimawandel, um Fragen zur Migration – in die Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten muss aus Sicht von Bundespräsident Köhler Vertrauen einziehen. „Dies ist der Rohstoff, auf den es jetzt am meisten ankommt.“
Das IIJ von Inwent hatte zum vierten Mal mit einer Gruppe von Alumni ein Afrika-Forum begleitet. Seit vergangenem Jahr steht das Projekt "Im Dialog mit afrikanischen Medien" unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und ist Teil seiner Initiative.