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Zusammenarbeit mit Europa

Teilnehmerin am EU-Trainer Programm Mazedonien von Inwent. Copyright Inwent gGmbH/Dragan Todorowski

Die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten grundlegend verändert. Eine Reihe dieser Länder ist nach dem Ende des Kalten Krieges der Europäischen Union (EU) beigetreten, weitere Kandidaten werden derzeit an das politische Bündnis herangeführt. Unter anderem bei diesem Prozess begleitet Inwent die mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder mit ihrem Capacity Building. Weitere Schwerpunkte sind die Umsetzung wirtschaftlicher Reformprozesse, die Förderung der Außenhandelsbeziehungen, die Integration des ländlichen Raumes, die Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die bedarfsgerechte Ausrichtung der beruflichen Bildung sowie die HIV/Aids-Bekämpfung.

Von diesen Entwicklungen hängt nicht nur die Zukunft der jungen Demokratien, sondern auch die Stabilität und Sicherheit in Europa ab. Inwent hat den Weiterbildungsbedarf aufgegriffen und qualifiziert ihre Partner für den Ausbau marktwirtschaftlicher Strukturen. Wir qualifizieren beispielsweise Führungskräfte, die die öffentliche Infrastruktur in privatwirtschaftliche Unternehmen überführen oder einst zentralstaatliche Institutionen in demokratische Verwaltungen und Behörden. Um die Außenwirtschaften der Partnerländer im Osten Europas zu stärken, unterstützt Inwent mit ihren Capacity Building-Programmen den Ausbau der beruflichen Bildungssysteme dieser Länder. Auftraggeber sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Länder und die Wirtschaft sowie multilaterale Organisationen. Inwent führt auch im Auftrag der EU in Mittel- und Südosteuropa Projekte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten durch. Die Inwent-Leitstelle Internationale Organisationen (LIO) koordiniert diese Aufgaben und berät als direkte Ansprechpartnerin bei Kooperationen EU-weiter Vorhaben.

In der Russischen Föderation und der Ukraine liegen die Schwerpunkte auf der Außenwirtschaftsförderung, dem Ausbau der internationalen Bildungssysteme und der Förderung guter Regierungsführung. Inwent vermittelt beispielsweise westliche Managementtechniken an junge russische Manager und unterstützt sie dabei, ihre heimischen Unternehmen umzustrukturieren und fit für den Weltmarkt zu machen. Zugleich arbeitet Inwent mit dem russischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel daran, das öffentliche Auftragswesen zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Effektive und transparente Vergabeverfahren sollen helfen, Korruption einzudämmen beziehungsweise zu verhindern.

Auf dem Weg zu einem europäischen Bildungsraum ist die Zusammenarbeit in der Bildung zu einem wichtigen Bestandteil europäischer Integration geworden. Der EU-Binnenmarkt und der internationale Wettbewerb stellen neue Anforderungen an die Qualifikation und Mobilität von Auszubildenden sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und machen eine stärkere europäische und internationale Ausrichtung der nationalen Bildungssysteme erforderlich. Dies gilt besonders für den Bildungsstandort Deutschland mit seiner Lage im Zentrum Europas. Inwent führt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) derzeit bilaterale Austauschprogramme in der Berufsbildung mit den Niederlanden, Großbritannien und Norwegen durch.


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