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Lateinamerika zählt zu den demokratischen Regionen außerhalb Europas und Nordamerikas. Doch Defizite in der Rechtsstaatlichkeit und Korruption hemmen diese Entwicklung. Trotz aller Fortschritte vor allem in Ländern wie Brasilien und Mexiko leben immer noch 40 Prozent aller Lateinamerikaner unterhalb der Armutsgrenze. Darüber hinaus belastet das wirtschaftliche Wachstum in Mittel- und Südamerika wichtige Umweltressourcen wie den Amazonas-Regenwald, der unter anderem für den steigenden Bedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche für den Sojaanbau und die Viehzucht abgeholzt wird. Die Abholzung des Tropenwaldes aber wirkt sich direkt auf das Klima auch in anderen Teilen der Erde aus. Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt ihre Partnerländer in Lateinamerika daher dabei, den Ausbau der Demokratie und der guten Regierungsführung zu fördern, die Armut unter anderem durch nachhaltiges und sozial verträgliches Wirtschaftswachstum zu bekämpfen und dabei zugleich den Schutz der natürlichen Ressourcen im Blick zu behalten.
Eine der wichtigsten Aufgaben von Inwent dabei ist, den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und die regionale Zusammenarbeit zu stärken. Daher fördern wir den länderübergreifenden Dialog und unterstützen regionale Integrationsprozesse. Inwent arbeitet in Lateinamerika eng mit regionalen Institutionen wie zum Beispiel der Interamerikanischen Entwicklungsbank (Inter-American Development Bank, IDB) zusammen. Deutschland unterhält darüber hinaus eine strategische Partnerschaft mit der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik (Comisión Económica para América Latina y el Caribe, CEPAL). Für die Länder des Mercosur (Mercado Común del Sur, Gemeinsamer Markt des Südens) führt Inwent ein Programm zum sozialen Zusammenhalt durch. Schwerpunktthemen sind sozial gerechte Steuersysteme und die soziale Verantwortung von Unternehmen. Ein weiteres Programm konzentriert sich darauf, den regionalen Dialog der Mercosur-Länder zu Fragen der Energiepolitik auszubauen. Begleitet werden die Dialoge von Weiterbildungen politischer Entscheidungsträger in Sachen Energiepolitik.
Zwei der Partnerländer von Inwent in Lateinamerika, Mexiko und Brasilien, sind auf dem Weg, globale Akteure zu werden. Sie sind Ankerländer der deutschen Entwicklungspolitik und haben in ihrer Region eine herausragende wirtschaftliche und politische Bedeutung. Die Wirtschaft Brasiliens wächst, die Reformen sind unübersehbar. In Brasilien spielen die Themen Umwelt und Klimaschutz deshalb eine zentrale Rolle. In Mexiko stehen der Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien, aber auch die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Vordergrund.
In Zentralamerika bietet Inwent auch Capacity Building zur Konfliktlösung an. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungsqualität durch Lehrerfortbildung.
Inwent bietet in Kooperation mit ihrem brasilianischen Partner Inwent Brasil Interessenten aus Deutschland praxisorientierte Fortbildung zur Vertiefung fachlicher Kenntnisse. Nachwuchsführungskräfte vornehmlich aus den Wirtschaftswissenschaften, dem Ingenieurwesen, Umweltschutz und Informatik lernen in ihren Praktika neben den fachlichen Kenntnissen die Arbeits- und Lebensweisen des Gastlandes kennen und verbessern ihre Sprachkenntnisse. Fachkräften aus Brasilien bietet Inwent die Möglichkeit einer praxisorientierten Fortbildung in Deutschland.
Brasilien
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Fax +51 1 4411462