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Landrace cultivators in Ethiopia©Dembowski

[ Editorial ]

Unsere Lebensgrundlagen

Hunger steht wieder ganz oben auf der internationalen Agenda. Der rasante Anstieg globaler Lebensmittelpreise in der jüngsten Vergan­gen­heit war das zentrale Thema der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Washington. Dieser Trend gefährdet das UN-Millenniumsziel, den Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung von 2000 bis 2015 zu halbieren. [ Von Hans Dembowski ] »» weiterlesen

[ Fachdiskussion ]

Eingefrorene Evolution

Die strikte Unterscheidung von Natur auf der einen Seite und menschlicher Wirtschaft auf der anderen Seite hilft nicht weiter. Isolierte Schutzräume sind letztlich auch nur künstliche, menschengemachte Umwelten, in denen genetischer Austausch und Evolution nur begrenzt stattfinden. Nötig ist eine gesunde Balance, die es Gesellschaft und biologischer Vielfalt erlaubt, sich flexibel weiterzuentwickeln. [ Von Rüdiger Korff ] »» weiterlesen

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[ Biodiversität ]

Unentbehrliche Ressourcen

In Afrika kann es keine Grüne Revolution nach asiatischem Vorbild geben – dazu sind die Anbaumethoden und -bedingungen zu heterogen. Verbessertes Saatgut ist trotzdem notwendig. Soll die Ernährung quantitativ und auch qualitativ besser werden, kommt es darauf an, biologische Vielfalt sinnvoll zu nutzen. [ Von Emile Frison ] »» weiterlesen

[ Biologische Vielfalt ]

Produktive Kleinbauern

Die Debatte über die Ausrichtung ländlicher Entwicklung und Hungerbekämpfung ist neu entbrannt. Unvereinbar scheinen die Positionen der Verfechter eines technologie- und marktorientierten Ansatzes und jenen, die lokale Gegebenheiten und strukturelle Aspekte berücksichtigen. [ Von Roman Herre ] »» weiterlesen

[ Sicherheitspolitik ]

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Mit der Gründung der Afrikanischen Union (AU) im Jahr 2002 wurde die Zeit der Nichteinmischungspolitik auf dem Kontinent beendet. Schon 2003 schickte die AU Truppen nach Burundi, die später unter das Kommando der Vereinten Nationen gestellt wurden. Ähnlich ist es heute im Sudan. Auch hier arbeitet die AU im Rahmen einer so genannten Hybrid-Mission mit den UN zusammen. Doch von einem Erfolgsmodell wollen dabei viele nicht sprechen. [ Von Meike Scholz ] »» weiterlesen

[ Biologische Vielfalt ]

Schwierige Gespräche

Das Kürzel „ABS“ steht für „Access and Benefit Sharing“. Gemeint sind der Zugang zu genetischen Ressourcen und der gerechte Ausgleich der Vorteile, die sich aus deren Nutzung ergeben. Neben Schutz und Verwendung der biologischen Vielfalt ist ABS das dritte Hauptziel der Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD). Das Prinzip klingt einfach. Weil die Umsetzung sich aber als sehr schwierig erwiesen hat, wird das Thema auf der Vertragsstaatenkonferenz im Mai in Bonn heiß diskutiert werden. Spätestens 2010 soll ein verbindliches ABS-Abkommen stehen. [ Von Linda Siegele ] »» weiterlesen

[ Klimawandel ]

Langsame Verhandlungen

Anfang April einigten sich in Bangkok reiche und arme Länder auf einen Zeitplan für weitere Debatten zur raschen Senkung der Treibhausemissionen, viel mehr brachten die Gespräche nicht. Ein langer Weg liegt vor den Verhandlungspartnern – bis Ende 2009 soll ein Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll zum Klimawandel stehen. »» weiterlesen

[ Kommentar ]

Überraschender Sieg

Die maoistischen Ex-Rebellen sind aus den Wahlen vom 10. April in Nepal unerwartet als stärkste Kraft in der Verfassunggebenden Versammlung hervorgegangen. Welche Hoffnungen sie werden erfüllen können, ist noch unklar. Fest steht dagegen, dass viele Wähler die etablierten Parteien und die Monarchie leid waren. [ Von Thomas Bärthlein ] »» weiterlesen

[ Kommentar ]

Keine Hoffnung mehr für Simbabwe?

Erst herrschte Euphorie über den Wahlsieg der Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC) bei den Parlamentswahlen in Simbabwe. Nun ist aber schon längst Ernüchterung und mit ihr der Schrecken über eine Welle an Gewalt gegen Oppositionsanhänger eingekehrt. [ Von Beatrice Schlee ] »» weiterlesen

[ Lebensmittel ]

100 Millionen Menschen von Hunger bedroht

Wegen hoher Preise von Grundnahrungsmitteln haben Proteste viele Länder erschüttert. Gebernationen – darunter auch Deutschland – stellen mehr Geld für die Nothilfe bereit. Langfristig muss aus Sicht des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung die Agrarpolitik international korrigiert werden, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten. »» weiterlesen

[ Nahrung und biologische Vielfalt ]

„Großstädte hängen vom Weltmarkt ab“

Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds stand der rasante Anstieg von Lebensmittelpreisen. Weltbank-Präsident Robert Zoellick und IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn riefen zu mehr Nahrungsmittelhilfe auf. Die Regierung Haitis ist bereits infolge einer Hungerrevolte gestürzt. Rafaël Schneider von der Welthungerhilfe erläutert im Interview die Lage auf dem Weltmarkt und warum umweltschonende Landwirtschaft den richtigen Weg weist. [ Interview mit Rafaël Schneider ] »» weiterlesen

[ Biodiversität und Armut ]

Die Ausplünderung Westafrikas

Die EU ist in großem Umfang an der Ausbeutung natürlicher Ressourcen in Afrika beteiligt. Sie trägt damit zur Gefährdung der Artenvielfalt und Bedrohung der Lebensgrundlagen von Teilen der Bevölkerung bei. Zudem setzt die EU die Ziele ihrer eigenen Entwicklungspolitik aufs Spiel und erhöht indirekt den Migrationsdruck nach Europa. [ Von Frithjof Schmidt und Janna Schönfeld ] »» weiterlesen

| Biologische Vielfalt ]

Nahrungsmittel für eine wachsende Bevölkerung

Der landwirtschaftliche Fortschritt in Afrika darf nicht zu Lasten des reichen genetischen Erbes des Kontinents gehen. Er muss sich auf das afrikanische Wissen, die afrikanische Erfahrung und vor allem auf die Fähigkeiten und die Tatkraft der afrikanischen Kleinbauern stützen. [ Von Lennart Båge ] »» weiterlesen

[ Krisenstaat ]

Infrastruktur des Friedens

Der Wiederaufbau der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur Liberias ist eine wichtige Voraussetzung für eine friedliche Zukunft. InWEnt unterstützt durch Fortbildungsmaßnahmen die Rehabilitation des Straßennetzes. [ Von Heinrich Plote ] »» weiterlesen

[ Interview ]

“Hoffen auf allmähliche Fortschritte”

Seit chinesische Sicherheitskräfte Proteste im März in Tibet unterdrückten, dreht sich die internationale Debatte wieder stark um die mangelhafte Menschenrechtsbilanz der Volksrepublik. Der schwedische Wissenschaftler Håkan Hydén ist Experte für die Rechtssituation in China und beurteilt in einem Interview mit D+C/E+Z die Lage. [ Interview mit Håkan Hydén ] »» weiterlesen

[ Geberverhalten ]

Mythos NRO-Überlegenheit

Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass Nichtregierungsorganisationen aus Geberländern weder gezielter noch effizienter Entwicklungshilfe leisten als staatliche Entwicklungsorganisationen. Nichtstaatliche Organisationen scheinen sich vielmehr an den staatlichen Institutionen ihres Landes zu orientieren. Sie haben oft gar nicht den Ehrgeiz sich vor allem dort zu engagieren, wo klassische Entwicklungszusammenarbeit zwischen Staaten besonders schwierig ist. [ Von Peter Nunnenkamp ] »» weiterlesen

[ Armutsbekämpfung ]

Es kommt auf Glaubwürdigkeit an

Staatliche Haushalts- und Steuerpolitik muss auf sozialen Zusammenhalt und Minderung der Armut abzielen. In der Praxis erweist sich das in Lateinamerika aber häufig als problematisch. Ein Grund ist das mangelnde Vertrauen in Staat und Institutionen. »» weiterlesen

Entwicklung & Zusammenarbeit

E+Z Ausgabe

Nr. 04 2008, 49. Jahrgang, April 2008

InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH