Krisenprävention

Gesellschaften im Wandel bergen große soziale und politische Konfliktpotenziale. Konflikte sind unvermeidlich, gewaltsame Konflikte sollten jedoch vermieden werden und Entwicklungspolitik sollte einen friedlichen Interessenausgleich unterstützen. Dies kann durch Maßnahmen geschehen, die die strukturelle Stabilität der Länder stärken oder die Fähigkeit zur friedlichen Konfliktaustragung fördern. Kooperationen müssen konfliktsensitiv hinterfragt werden (z.B. durch den „do no harm“-Ansatz).

Krisenprävention bedeutet frühzeitiges, systematisches Handeln. Maßnahmen und Aktivitäten zum Abbau struktureller Spannungen und/oder zur Verhinderung des Ausbruchs von Gewalt müssen langfristig angelegt sein. Die Interventionen zielen auf tatsächliche Konfliktursachen und setzen nicht erst ein, wenn eine Krise unmittelbar bevorsteht oder schon  ausgebrochen ist. Sie sind umso Erfolg versprechender, je früher die Krisenpotenziale der Partnerländer in der Zusammenarbeit erkannt werden; dann besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit den Ländern gewaltverhütende oder -minimierende Maßnahmen zu identifizieren und einzuleiten.

Krisenprävention hat für die Arbeit von InWEnt einen hohen Stellenwert. Mit zahlreichen Programmen zum Aufbau stabiler gesellschaftlicher und politischer Strukturen, mit Instrumenten zur Konfliktbearbeitung und zum Management gewaltfreien gesellschaftlichen Wandels setzen wir uns für Konfliktprävention und friedliche Konfliktlösungen zur Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung ein.