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Bildung, Gesundheit, HIV/Aids

Soziale Entwicklung

Teilnehmer des International Leadership Trainings Krankenhausmanagement. Copyright Inwent gGmbH/Paul Hicks

Jeder Mensch hat ein Recht auf soziale Sicherheit. Er hat ein Recht auf den Schutz der Familie, auf einen angemessenen Lebensstandard und auf ausreichende Gesundheitsversorgung. Diese Rechte sind nicht nur moralisch verbrieft. Ein Großteil der internationalen Staatengemeinschaft verabschiedete schon im Dezember 1966 den so genannten UN-Sozialpakt, den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR), der inzwischen von 160 Staaten weltweit ratifiziert wurde. Explizit genannt im UN-Sozialpakt sind unter anderem die Rechte jedes Menschen auf soziale Sicherung, auf Bildung und Gesundheitsversorgung. Seit dem Weltsozialgipfel der Vereinten Nationen in Kopenhagen 1995 ist anerkannt, dass wirtschaftliche und soziale Entwicklung gleichrangig sind. Die Millenniumsentwicklungsziele bestätigen diesen Ansatz.

Um die Ausgangsbedingungen für die arme Bevölkerung strukturell zu verbessern, bedarf es eines universellen Zugangs zu Bildung, Gesundheit und der Gleichstellung von Männern und Frauen. Hinzu kommen die Grundlagen der Menschenrechte. Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen widmeten gleich sechs der acht Millenniumsentwicklungsziele, die sie 2001 verabschiedeten, der sozialen Grundsicherung und damit der sozialen Entwicklung überall auf der Welt.

In vielen Entwicklungs- und Transformationsländern wächst die Wirtschaft. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt an, und die Kindersterblichkeit sinkt. Doch ein Vergleich der sozialen Indikatoren weist darauf hin, dass in den meisten dieser Länder noch viel Entwicklungs- und Qualifizierungsbedarf besteht, um die sozialen Systeme langfristig auf eine sichere Basis zu stellen. Denn die Unterschiede zwischen den Industrieländern auf der einen und den Entwicklungs- und Transformationsländern auf der anderen Seite sind immer noch enorm. So sterben in Bangladesch beispielsweise pro 1.000 Neugeborenen im Schnitt 60 Kinder. In Somalia sind es 116 und damit mehr als zehn Prozent. In Deutschland sind es vier Säuglinge, die nicht überleben, in den skandinavischen Ländern noch weniger. Auch die Analphabetenraten liegen weit auseinander: In der aufstrebenden Wirtschaftsnation Indien können 38 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre nicht lesen und schreiben. In den Schwellenländern Brasilien und Südafrika sind es rund zwölf Prozent, während in den meisten Industrieländern die Analphabetenrate bei weniger als einem Prozent liegt.

Soziale Entwicklung hat für die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit daher Priorität. Inwent unterstützt mit zahlreichen Capacity Building-Programmen die nachhaltige Entwicklung der Gesundheits- und Bildungssysteme in ihren Partnerländern. Unsere Programme verbessern die Bildungsqualität, das Management im Bildungssektor und im Gesundheitswesen. Sie stärken die Gesundheitssysteme und unterstützen Strategien gegen HIV/Aids. Sie fördern soziale Sicherung und tragen somit zur friedlichen Entwicklung in den Partnerländern bei. Unsere Programme haben zum Ziel, dass alle Teile der Bevölkerung Zugang zu Gesundheitsdiensten und Bildungsangeboten erhalten.


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