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Zehn Jahre Training Bridge

Internationalisierung in der Ausbildung: Das deutsch-britische Austauschprogramm für Auszubildende

Pressemitteilung vom 26.06.2009

Bonn/Köln. "Jeder sollte die Chancen sehen, die im grenzüberschreitenden Austausch liegen. Wir wollen noch mehr jungen Menschen während der Ausbildung Auslandserfahrung ermöglichen, von der sie beruflich und persönlich profitieren können", sagte Susanne Burger, Referatsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie sprach bei der Veranstaltung "Building Partnerships in Europe", die vom 21. bis 23. Juni 2009 in Köln stattfand. Anlass war das zehnjährige Bestehen von Training Bridge, dem deutsch-britischen Austauschprogramm für Auszubildende.

Ausbilder und Personalverantwortliche aus Deutschland und Großbritannien diskutierten Beispiele aus der Praxis ihrer Austauschprojekte und entwickelten Ideen zur Förderung bilateraler Kooperationen. Das Programm besteht seit 1998 und wird vom BMBF finanziert. Für deutsche Unternehmen liegt die Koordination bei Inwent. In Großbritannien übernimmt diesen Part der British Council.

Ziel des Programms ist es, Ausbildungspartnerschaften zwischen deutschen und britischen Unternehmen und Einrichtungen der beruflichen Bildung auf- und auszubauen. Auszubildende erhalten dadurch die Möglichkeit, internationale Berufserfahrung bereits in der Ausbildung zu sammeln. Das Programm leistet einen Beitrag zum Ziel der Bundesregierung, Auslandsqualifizierungen in der beruflichen Ausbildung bis 2015 zu verdoppeln und so die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und die Beschäftigungsfähigkeit von jungen Fachkräften zu fördern.

Mit dem bilateralen Austauschprogramm Training Bridge bereiten mittelständische Unternehmen und internationale Konzerne ihre Auszubildenden von Anfang an auf internationale Aufgaben und Kontakte vor. Sie wollen vom Zuwachs an Know-how und neuen Ideen durch ihre Auszubildenden profitieren und die Motivation ihrer jungen Mitarbeiter nachhaltig steigern. Kleine und mittelständische Unternehmen in Industrie und Handwerk werden so zu gefragten Arbeitgebern und bestehen im Wettbewerb um leistungsbereite junge Leute. "Für Handwerksbetriebe ist es wichtig, sich international zu öffnen und dadurch neue Geschäftskontakte zu knüpfen", weiß Michael Oelck von der Kreishandwerkerschaft Coesfeld.

"Wir betrachten die Förderung von Auszubildenden als Investition in unser Unternehmen, denn wir bilden für den eigenen Bedarf aus", erläuterte Sonja Baumer von der MTU Aero Engines GmbH in München.

Die Projektkoordinatoren kamen auf der Tagung zu dem Schluss, dass Absolventinnen und Absolventen von Austauschprogrammen wie Training Bridge deutlich motivierter sind als vor dem Auslandsaufenthalt und dass sich die Fachkenntnisse, aber auch die sozialen Fähigkeiten und Sprachkenntnisse der Auszubildenden nachweislich verbessert haben.

Grenzen überwinden: Auslandsqualifizierung weltweit

Inwent bietet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Austauschmöglichkeiten für Auszubildende mit Großbritannien, Norwegen und den Niederlanden.

Inwent – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Personalentwick¬lung, Weiterbildung und Dialog. Die Capacity Building-Programme richten sich an Fach- und Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Inwent arbeitet im Auftrag der Bundesregierung mit an der Umsetzung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und berät die deutsche Wirtschaft in Public Private Partnership Projekten. Jungen Menschen aus Deutschland gibt Inwent die Chance, in einem Austausch weltweite Erfahrungen zu sammeln.


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