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Seite 2:Staat & PolitikAngola
Staatspräsident Eduardo dos Santos (seit 1981) |
Eine Vorbemerkung Über tagespolitische Themen informieren am ausführlichsten die Agentur Allafrica, die die englischsprachige Presse zu Angola auswertet, und die Nachrichtenagentur der Vereinten Nationen IRIN mit eigenen Beiträgen. Angola befindet sich auch 2006 - mehr als vier Jahre nach dem Waffenstillstand vom April 2002 - immer noch im Übergang. Wahlen werden frühestens 2007 stattfinden, möglicherweise aber auch erst 2008. Mit der Wähleregistrierung wurde im November 2006 begonnen. Beide ehemaligen Kriegsparteien MPLA und Unita haben Gespräche aufgenommen, um die Blockade des Übergangs zu brechen. Ein weiteres Problem ist die Lage in der ölreichen Exklave Cabinda (im Anschluss an den Artikel). Dort verfolgen Separatisten weiter einen bewaffneten Kampf um die Loslösung von Angola. Die Regierung hat mit ihrer Unnachgiebigkeit auch gegenüber berechtigten Forderungen der Bevölkerung für eine breite Ablehnung der Zentralregierung gesorgt. Die Lage in der ölreichen Exklave Cabinda ist militärisch unter Kontrolle. Der künftige Status dieser Provinz, die eine Separatistenbewegung von Angola lösen möchte, ist jedoch immer noch ungewiss. Auch die Zivilgesellschaft fordert eine stärkere Autonomie gegenüber dem Zentralstaat. Regierung und Separatisten haben im August ein Verständigungsprotokoll unterzeichnet. Beobachter sehen gute Chancen für einen Frieden. Innerhalb der Separatistenbewegung besteht jedoch immer noch Uneinigkeit darüber, ob mit der Regierung verhandelt werden soll. Um die derzeitige politische Situation in Angola zu verstehen, wird man sich mit der jüngsten Geschichte des Landes befassen müssen. Nach dem Kolonialkrieg gegen Portugal, der 1964 begann, erlangte Angola 1975 die Unabhängigkeit. Doch praktisch mit der feierlichen Unabhängigkeitserklärung brach der Kampf unter den konkurrierenden Befreiungsbewegungen aus, der schnell zum west-östlichen Stellvertreterkrieg wurde, mit Südafrika und den USA auf Seiten der Unita und Cuba auf Seiten der regierenden Partei MPLA. Dieser Krieg endete aufgrund der neuen Ost-West-Konstellation 1989 mit einem Waffenstillstand und Mehrparteienwahlen 1992. Der Frieden überdauerte den Wahlabend nicht, da der unterlegene Unita-Führer Jonas Savimbi das Ergebnis nicht anerkannte und den Guerillakrieg wieder aufnahm. Erst mit seinem Tod 2002 wurde der Weg in einen erneuten Waffenstillstand frei. Unter folgendem Link finden Sie eine Übersicht über die drei Kriege. Einen aktuellen Überblick über die politische Lage bietet Human Rights Watch (HRW) Demokratisierung Das politische System Presse in Angola Menschenrechte in Angola Angola in der Region |
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