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Benin
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3.1 Wirtschaft
Die Westafrikanische Francs-Zone (in gelb)
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3.1.1 Wirtschaftssystem & seine SektorenDie Beninische Wirtschaft ist vor allem von der Landwirtschaft und dem Handel abhängig, während der insdustrielle Sektor sich im Wesentlichen auf die Zementherstellung, den agro-alimentären Bereich und die Herstellung einfacherer Gebrauchsgüter beschränkt. Die untergeordnete Bedeutung der Industrie wird auch in der Liste der 100 wichtigsten Unternehmen deutlich. Die aus nur 3 Unternehmen bestehende Zementindustrie ist derzeit im Fokus der beninischen Öffentlichkeit aufgrund einer akuten Zementknappheit. Rund zwei Drittel aller Beniner arbeiten in der Landwirtschaft, und erwirtschaften etwa ein Drittel des Bruttoinlandsprduktes. Baumwolle nimmt als Hauptexportprodukt eine herausragende Stelle in der beninischen Wirtschaft ein. Etwa die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes werden im tertiären Sektor erwirtschaftet. Dabei kommt dem Handel eine besondere Bedeutung zu. Benin profitiert als Transitland vom Warenaustausch seiner Nachbarländer. Gerade der informelle grenzüberschreitende Warenaustausch über den Hafen in Cotonou ist -wenn auch schwer zu beziffern- von entscheidender Bedeutung für die beninische Wirtschaft. Den Stand der beninischen Wirtschaft und die Chancen Benins im Globalisierungsprozess diskutiert eine OECD Studie. 3.1.2 Regionale IntegrationBenin ist Mitglied in der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer
Staaten ECOWAS
3.1.3 Wirtschaftsindikatoren, Analysen, StatistikenHier finden Sie eine Übersicht
3.1.4 WirtschaftspolitikDer seit dem Ende der sozialistischen Ära begonnene Transformationsprozess
zu einer marktwirtschaftlich ausgerichteten Wirtschaftsordnung ist noch
nicht abgeschlossen. Die Privatisierung wichtiger Unternehmen sowie
die Verwaltungs- und Budgetreform, die Liberalisierung weiterer Wirtschaftssektoren
und andere Reformen sollen weiter vorangetrieben werden. Aufgrund der
makroökonomischen Stabilisierung während der letzten Jahre
mit Wachstumsraten zwischen 4 und 6% sind der IWF
3.1.5 Produkte und ProduktionsweisenDer Landwirtschaftssektor
in Benin Die Abhängigkeit von der Baumwolle, die drei Viertel der Exporterlöse
erzielt, ist eine der größten Schwächen der beninischen
Wirtschaft, da die Weltmarktpreise durch hohe Subventionen, vor allem
für die Baumwolle aus den USA stetig fallen. Angesichts der Baumwollkrise
Die jährlichen Baumwollernten waren in den letzten Jahren durch erhebliche Schwankungen gekennzeichnet, die auch mit der teilweise undurchsichtigen Teil-Privatisierung des Baumwollsektors zu tun hat. Eine Rekordernte brachte die Kampagne 2004/05 mit 426.000 t. Dieses angesichts der Abhängigkeit Benins von der Baumwolle erfreuliche Ergebnis konnte jedoch die strukturellen Defizite des Sektors nicht beseitigen. Seitdem ist die Ernte außerdem rückläufig und Yayi Boni sah sich bereits gezwungen, den zuständigen Minister auszuwechseln. Auch in diesem Jahr wird es kaum eine Steigerung geben, im Gegenteil: die beninische Presse spricht von Lieferschwierigkeiten der Düngemittel, und anderen Problemen. Viele Bauern sind noch nicht einmal für Ihre letzte Ernte bezahlt worden und weigern sich, Baumwolle zu pflanzen. Seit Oktober 2007 deuten sich Änderungen in der Organisation des Baumwollsektors an. Die staatliche Baumwollgesellschaft SONAPRA soll in Zukunft durch eine neue privatisierte Gesellschaft SODECO (Société pour le Développement du Coton) ersetzt werden, die nur noch anteilig in öffentlicher Hand sein wird. Neben dem Feldbau ist die Rinderhaltung
der Fulbe eine wichtige Landnutzungsform, wobei grob zwei große
Gruppen zu unterscheiden sind. Die sesshaften beninischen Fulbe betreiben
eine Kombination aus Feldbau und trockenzeitlicher Transhumanz. Grenzüberschreitende
Weidewanderungen führen zudem Vollnomaden aus den Nachbarländern
Niger und Nigeria nach Benin. Für diese stellen insbesondere die
großen unbesiedelten Staatswälder Zentral und Nordbenins
eine wichtige trockenzeitliche Weide- und Wasserreserve dar.
3.1.6 Handel und der Hafen von CotonouNeben der Landwirtschaft hängt Benins Wirtschaft vor allem vom
Handel
mit den Nachbarstaaten ab. Neben dem offiziellen Handel über den Hafen, gehören Reexporte und der informelle Handel vor allem mit dem Nachbarn Nigeria, von dessen konjunktureller Entwicklung Benin stark abhängt, zu den wichtigsten Stützen der Wirtschaft. Viele Beobachter wie der renommierte Soziologe Dr. Bako Arifari sprechen von einem komplexen System institutionalisierter Korruption der Zollbehörden am Hafen. Demnach habe die jährliche Unterschlagung durch den Zoll am Hafen ein Volumen von 75 bis 90 Millionen Euro, die ganz normale tägliche Unterschlagung eines einfachen Zöllners liege bei etwa 1200 Euro. Nigeria ist aber in letzter Zeit nicht mehr gewillt die meist illegalen Importe aus Benin zu dulden und hat ein Importverbot für vieleProdukte verhängt. Die meist nur wenige Tage währenden Schließungen der Grenze, die die nigerianische Regierung periodisch als Druckmittel einsetzt, wirken sich sofort negativ auf die beninische Wirtschaft aus. Auch die Regierung Yayi Bonis bemüht sich im Rahmen der Korruptionsbekämpfung um eine deutliche Änderung der Zustände am Hafen. |
3.2 Entwicklung und Entwicklungspolitik
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3.2.1 Armut und ArmutsbekämpfungBenin ist eines der ärmsten Länder der Welt und nimmt im
HDI Ranking (Human
Development Index) der Vereinten Nationen von 2006 den 163. Platz von
177 Ländern ein. Das Land ist von den G8-Staaten 1999 auf die Liste
der HIPC
Das Benin Development Gateway bietet eine Zusammenfassung entwicklungsrelevanter Informationen zu den Bereichen Gesundheit, Bildung, Mikrokredit, Kinderhandel, Landwirtschaft und Umwelt sowie jeweils nützliche weiterführende Links.
3.2.2 Inländische Entwicklungsanstrengungen und InstitutionenDas zuständige Ministerium in Benin gibt einen jährlichen Rechenschaftsbericht zur Verwendung der Entwicklungshilfegelder heraus. Die seit dem Demokratisierungsprozess verstärkt in das Land fließenden Gelder der EZ haben eine überaus rege NGO-Szene mit rund 6.000 NGOs entstehen lassen. Dabei handelt es sich wie in anderen Erdteilen auch nicht unbedingt immer um gemeinnützige Vereinigungen zum Wohle von Nichtmitgliedern, sondern sehr oft um Entwicklungsconsultings, die der Einkommensgenerierung ihrer Mitglieder dienen. Laut Schätzungen des DED sind von diesen Entwicklungsconsultings nur 20 % ernstzunehmende Anbieter. Die Entwicklungsconsultings reagieren auf die Entwicklungsmoden der Geber und beherrschen das einschlägige Vokabular.
3.2.3 Ausländische Entwicklungsanstrengungen und InstitutionenWichtige multilaterale Geber sind Weltbank,
UNDP, International
Fund for Agricultural Development (IFAD)
Die folgenden Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten
einzelner Institutionen und Organisationen. Wichtige Partner der bilateralen
EZ sind Frankreich mit der AFD,
Deutschland , Schweiz
Auf der Website des Directory
of Development Organizations
3.2.4 Deutsche Entwicklungs- und Hilfsorganistaionen in BeninDrei Schwerpunkte der Deutsch-Beninischen Zusammenarbeit wurden Ende 2006 folgendermaßen definiert:1) Dezentralisierung und Kommunalentwicklung, 2) Wasserresourcen und Trinkwasser und 3) Umwelt- und Ressourcenschutz. Deutschland ist u. a. über die GTZ
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