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Benin
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4.1 Makrosoziale Struktur
© M.Doevenspeck
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4.1.1 Regionalismus, Ethnizität und TribalismusBenin ist durch ethnische, regionale und linguistische Vielfalt geprägt.
Die Karten der ethnischen
Gliederung Fon
und verwandte ethnische Gruppen: 39,2% 2002 lebten darüber hinaus 141.595 Ausländer in Benin. Der überwiegende Teil stammte aus den Nachbarländern Niger (34,8%), Togo (22,1%) und Nigeria (20,5%). Zur linguistischen Vielfalt Benins, detaillierten Informationen über
die einzelnen Sprachen und deren Einordnung in die großen afrikanischen
Sprachgruppen vergleichen Sie bitte die Liste
des Ethnologue oder die des Joshua
Projects 4.1.2 Soziale Lage und soziale KlassenWie in vielen Ländern der dritten Welt ist auch für Benin die Kluft zwischen der armen Bevölkerungsmehrheit und wenigen Wohlhabenden kennzeichnend. Über 30% der Bevölkerung leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Der Mangel an Arbeitsplätzen in den Städten zwingt viele Beniner dazu, sich im informellen Sektor zu betätigen oder sich mit mehreren Jobs über Wasser zu halten. In Vorkonialer Zeit gab es in Teilen Benins Kasten-ähnliche Bevölkerungsgruppen, denen bestimmte Tätigkeit und ein bestimmter Platz innerhalb der sozialen Hierarchien zugewiesen war. In Nordbenin waren z.B. die Gando, welche sich heute als kulturell eigenständige Gruppe verstehen, die ackkerbauenden Sklaven der Fulbenomaden. Überall in Benin kann man sog. "
Könige" in ihren Palästen besuchen, doch das Königtum
ist weniger ein Relikt vorkolonialer Strukturen als eine Folge des scramble
for Africa nach der Berliner Konferenz von 1885, bei der festgelegt
worden war, dass eine Besetzung nur bei gültigen Verträgen
mit lokalen Autoritäten anerkannt würde. So wurden lokale
und regionale Herrscher als Könige' betitelt, um den Verträgen
größere Bedeutung zu verleihen.
4.1.3 Stadt-Land-Verhältnis und MigrationEtwa 40% der Beniner sind Städter, und ihre Zahl erhöht sich
ständig. Vor allem die Randgemeinden der Cotonou-Agglomeration,
wie Abomey-Calavi, haben enorme Zuwachsraten. Neben der Abwanderung
in die Städte spielen aber vor allem intrarurale Wanderungsbewegungen
eine wichtige Rolle. Während in Benin mittlerweile die Binnenwanderungen
überwiegen und sich das Land auch verstärkt zum Zielgebiet
grenzüberschreitender Migration entwickelt, war die beninische
Bevölkerung, insbesondere während der 1960er und 1970er Jahre,
in die Makromuster internationaler Arbeitsmigration in Westafrika eingebunden.
Die wichtigsten Zielländer
4.1.4 GeschlechterverhältnisMänner und Frauen sind laut beninischer Verfasssung gleichberechtigt,
und die Polygamie wurde 2004 offiziell abgeschafft. Tatsächlich
wird sie v. a. in ländlichen Gebieten noch häufig praktiziert.
Aufgrund der ethnischen und kulturellen Vielfalt des Landes gibt es
auch bezüglich des Geschlechterverhältnis regionale Unterschiede.
So sind im Norden des Landes Frauen insgesamt weniger häufig in
wichtigen Positionen und höheren Berufsklassen vertreten. In der
neugewählten Nationalvesammlung sind von 83 nur 5 weibliche Abegordnete
vertreten. Einen guten Überblick zur Situation der Frauen in Benin
gibt ein vom DED geführtes Interview
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4.2 Bildung
![]() © M. Doevenspeck |
4.2.1 Schule und BerufsbildungVerschaffen sie sich zunächst mittels eines Bildungsprofils
Das Bildungswesen ist stark durch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich geprägt und besteht aus der sechsjährigen Grundschule (école primaire) und den zweistufigen, siebenjährigen Sekundarschulen (collège, lycée). Yayi Boni wollte 2006/2007 die Ecole Primaire gebührenfrei machen. Das Vorhaben ist jedoch nicht überall erfolgreich umgesetzt worden, teilweise wurden Lehrer nicht bezahlt, sind in den Streik getreten und das Schulgeld musste in manchen Schulen nachgezahllt werden. Der Regierung wird ein hastiges und schlampiges Vorgehen bei der Reform vorgeworfen. Auch im neuen Schuljahr 2007/2008 sind viele finanzielle und verwaltungstechnische Fragen unklar und die Unzufriedenheit bei Lehrern ist weiter hoch, so dass weiterhin mit Streiks zu rechnen ist. 4.2.2 HochschulbildungWenn die Abiturienten ein Stipendium bekommen oder von ihrer Familie unterstützt werden, können sie an verschiedenen technischen und Verwaltungshochschulen wie etwa der Ecole Régionale Supérieure de la Magistrature (ERSUMA), an der Universität von Abomey-Calavi (früher: Université Nationale du Bénin) und der 2001 neu gegründeten Universität von Parakou studieren. Die Website des digitalen Campus von Cotonou bietet Ihnen weitere Informationen zum beninischen Hochschulwesen.Folgende ausgewählte Links führen Sie zu deutschen
Forschungsprojekten bzw. Forschungsprojekten mit deutscher Beteiligung
in Benin
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4.3 Gesundheit und Sozialwesen
![]() © M. Doevenspeck
![]() © M. Doevenspeck |
4.3.1 GesundheitsversorgungUSAID
ACTION-PLUS-SIDA-SANTE
gibt Ihnen genau wie das Anti-AIDS-Aktionsprogramm
von USAID
4.3.2 Traditionelle MedizinTraditionelle Medizin und Heilungsverfahren spielen ein große
Rolle. Gerade im ländlichen Raum sind Ärzte oder Krankenhäuser
oft überhaupt nicht erreichbar, oder einfach zu teuer. Es gibt
eine große Bandbreite alternativer Heilverfahren, die von lokaler
Biomedizin bis zu verschiedenen Formen spiritueller oder religiöser
Heilverfahren reicht. Wie die verschiedenen traditionellen und modernen
Therapieeinrichtungen und - verfahren miteinander konkurrieren, erfahren
Sie hier
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4.4 Kultur |
4.4.1 Kunst und KulturObwohl der beninische Staat trotz einer detailliert
ausformulierten Kulturpolitik
nur wenige Fördermittel für die Kunst bereitstellen kann,
hat sich neben der Weiterführung von Traditionen wie die der bunten
und immer thematischen Wandbehänge
des Südens eine rege Künstlerszene mit vielen jungen Künstlern
wie etwa Zinkpè
entwickelt. |
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4.5 Religion
![]() © M. Heldmann
![]() © M. Doevenspeck
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4.5.1 Offizielle Religionen
Die römisch-katholische Kirche begann ihre Missionsarbeit 1680.
Der Katholizismus ist heute auch die wichtigste christliche Konfession
in Benin mit einem klaren Schwerpunkt im Süden. Englische Methodisten
begannen 1843 zu missionieren, konzentrierten sich aber ebenfalls auf
die Küstenbevölkerung. Andere protestantische Kirchen sind
z.B. die Assemblé de Dieu, die Baptisten und die von der US-amerikanischen
Missionsgesellschaft SIM gesteuerte Union des Eglises Evangeliques au
Bénin (UEEB). Eine weitere bedeutende Kirche ist die der "Himmlischen
Christen", (CCC
Celestial Church of Christ)
4.5.1 Vodoun, Synkretismus und die gesellschaftliche Bedeutung von ReligionMit Benin verbindet man immer auch Vodoun. Bitte informieren
Sie sich über folgende Links ausführlich über Glaubensinhalte
und Götter des Vodoun:
Informationen zu Religionszugehörigkeit sollten immer vorsichtig
betrachtet werden. Chrakteristikum aller Religionen sind Synkretismus
und Eklektizismus. Alle Beniner ordnen sich demnach in einer Volksbefragung
einer "offiziellen" Relgion zu, da Ihnen ja schließlich
nur eine Auswahlmöglichkeit gegeben wird. Tatsächlich aber
verfolgen viele traditionelle spirituelle und religiöse Praktiken
und bezeichnen sich gleichzeitig als Christ oder Moslem. Wie auch in
anderen Teilen Afrikas sind Hexereidiskurse
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