| alle Länder | Homepage | |||
| Landesüberblick | Staat & Politik | Wirtsch. & EZ | Gesellsch. & Kultur | Praktisches |
Bolivien
|
|
Geschichte
|
LandesgeschichteEinen ausgezeichneten Überblick über die Geschichte des Landes von der Tiahuanaku-Kultur bis zur Präsidentschaft von Paz Zamora (1990) gibt der Country Study Bolivia der Library of Congress der USA. Hervorzuheben ist die Zeit zwischen dem Salpeter- und Chaco-Krieg 1879-1935, die Revolution von 1952, sowie der Beginn der Demokratisierung, vor allem ab 1985 mit der Einführung der "Neuen politischen Ökonomie" durch Paz Estenssoro. An dieser Stabilisierungskurs hielten seine Nachfolger Paz Zamora (MIR) und Sánchez de Lozada fest. Sie können in dieser Quelle ebenfalls Informationen nach Zeitraum und Thema suchenÄhnlich wie in anderen Ländern des Subkontinents, basierte die Macht der Eliten auf dem Großgrundbesitz, den sie unter feudalen Bedingungen ausbeuteten. Die politische Entwicklung des Landes ist jedoch seit Ausgang der Jahrhundertwende ohne die Zinnbarone, allen voran Simón Patiño, nicht zu erklären. Sie herrschten über Banken, Eisenbahnen, über Minister und Präsidenten und bestimmten während eines halben Jahrhunderts -1895 bis 1947- nicht nur das wirtschaftliche Geschehen des Landes, sondern übten auch sehr starken politischen Einfluss aus. In den 40er Jahren wurden von Intellektuellen (Paz Estensoro, Siles Zuazo) neue Parteien gegründet, die sich -wie die MNR- die Interessen der Bauern auf ihre Fahnen schrieben. Ihre wachsende Bedeutung gipfelte in der Revolution von 1952, die die MNR an die Macht brachte. Diese nahm die drittwichtigste Agrarreform im Kontinent in Angriff, in einem Land, in dem 92% des Bodens von 6% der Bevölkerung kontrolliert wurden. Von dieser Landreform ist wenig übriggeblieben. Die Entwicklung in den darauffolgenden Dekaden ist dadurch gekennzeichnet, daß neue gesellschaftliche Gruppen, die als "Burguesía chola"(Neureiche indianischen Ursprungs) mit eigenen populistischen Parteien -CONDEPA, UCS, usw- die politische Szene belebten.
Zeittafel zur GeschichteEinen guten knappen Überblick über wichtige Daten der Geschichte Boliviens erhalten Sie in der Chronologie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes. |
Staat |
Zur Staatsform BoliviensDie Staatsform des Landes und die Funktionsweise
des demokratischen Systems wird in der 1995 verabschiedeten Verfassung geregelt. Bolivien
versteht sich als ein Vielvölkerstaat, in dem die Sprache und Kultur der indianischen
Völker anerkannt werden. Es handelt sich um eine Präsidialdemokratie mit
Zweikammerparlament (Senat und Abgeordnetenhaus), die zusammen den Kongress bilden. Hier können
Sie die wichtigsten Verfassungsparagraphen zur Wahl und Funktionsweise der legislativen und der exekutiven Gewalt
nachlesen Die Verfassung
Die Verfassung von 1995
hat den indianischen Völkern Boliviens umfassende Rechte eingeräumt. Hierbei handelt es
sich um die offizielle Anerkennung der Sprache und Kultur sowie des gemeinschaftlichen
Besitzes der verschiedenen Ethnien, sowie um die staatliche Förderung und die politische
Einbeziehung Ihrer Vertreter in die Verwaltung der Kommunen. Siehe insbesondere die
Paragraphen zu Bürgerrechten, Sozialem, Agrarbereich und Lage der Bauern,
sowie zu Kultur und Kommunalpolitik |
|
|
|
Innenpolitische Themen
![]() Unterzeichnung des Gasabkommens zwischen Argentinien, Brasilien, Venezuelas und Bolivien(05. Mai 2006) |
Der Representant des StaatesAm 22. Januar 2006 übernahmen Evo Morales -Koka-Bauer und Anführer der indianischen und sozialen Bewegung - und Álvaro García Linera die politische Führungsspitze des Landes. Im ersten 16-köpfigen Kabinett vom 26.01.2006 sitzen 4 Frauen und bis auf 2 Minister nur Indianer und Vertreter sozialer BewegungenDer neugewählte Präsident Morales hat die Errichtung eines neuen bolivianischen Staates versprochen Politische Parteien und soziale BewegungenEine kurze Beschreibung der politischen
Parteien erhalten Sie beim Institut für lateinamerikanischen Studien der
Universität von Georgetown Wahlen in BolivienDem Vertreter der MAS, Evo Morales, gelang es überraschend im ersten Wahlgang
als Präsident 2005 gewählt zu werden (53.7% der abgegebenen Stimmen)
Regierungspolitik zur ArmutsbekämpfungHerzstück der Reformpolitik des ehemaligen Präsidenten Sánchez de Lozada bildete das Gesetz der "Participación Popular" (Volksbeteiligung)Zur Lage der Menschenrechte Information über die Lage der Menschenrechte
finden Sie im ai-Jahresbericht
2007 Tageszeitungen und Zeitschriften Wenn Sie politisch "auf dem laufenden"
bleiben wollen, sollten Sie wissen, daß die wichtigsten Tageszeitungen Boliviens auch
"online" sind: die konservative El
Diario und La Razón aus La Paz,
die Online-Zeitung "Los Tiempos" aus Cochabamba sowie eine Zusammenstellung der bolivianischen Online-Presse mit weiteren landesweit und lokal erscheinenden Medien. Comteco unterhält darüber hinaus ein Nachrichtenportal und Iberodigital bietet ein bezahltes Service mit aktueller Presse aus dem und über das Land an. Für kritische Berichterstattung siehe auch die Internet Newsletter Bolpress. |
Außenpolitische Themen
|
Die AußenpolitikSeitdem sich Bolivien dem
Strukturanpassungsprogramm des IWF’s unterzogen hat (1985), haben sich die Beziehungen zu
den USA sehr gut entwickelt. Die Vereinigten Staaten haben die öffentlichen Schulden
Boliviens gestrichen. Das Andenland verfolgt eine konsequente neoliberale Wirtschafts- und
eine der USA genehme Antidrogenpolitik
Die regionale IntegrationBolivien, Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Perú
haben einen neuen Anlauf genommen, ihre Länder wirtschaftlich und politisch enger in die Andengemeinschaft
zu integrieren. Ihre Beziehungen zu anderen
regionalen Bündnissen -wie der Mercosur- sollen auch intensiviert werden. Dies
waren die Vorbedingungen für die Schaffung einer Gemeinschaft südamerikanischer Nationen, die am 8.12.2004 in Cusco ihre Geburtsstunde hatte |
zurück zur vorherigen Seite
|
weiter zur nächsten Seite

| alle Länder | Homepage | |||
| Landesüberblick | Staat & Politik | Wirtsch. & EZ | Gesellsch. & Kultur | Praktisches |