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VR China
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Soziale Transformation![]() |
Fünfundfünfzig
Jahre nach ihrer Gründung und fünfundzwanzig Jahre nach
Einleitung wirtschaftlicher Reformen bietet die VR China das Bild einer
zunehmend
komplexen und in Bewegung geratenen Gesellschaft.
Ihre Dynamik wird durch zwei große Transitionsprozesse zugleich
geprägt: zum
einen durch die Transformation von einer sozialistischen Planwirtschaft
zu einer autoritären Marktwirtschaft und zum anderen durch den
Übergang von einer Agrar- zu einer Industrie- und
Dienstleistungsgesellschaft. Um die massiven Wirtschafts- und Versorgungsprobleme, die Mao Zedongs Herrschaft hinterlassen hatte, in den Griff zu bekommen, beschlossen seine Nachfolger mit Deng Xiaoping an der Spitze ein rigides Programm der Bevölkerungsplanung. Unter dem Stichwort der Ein-Kind-Politik prägte dieses das Leben der chinesischen Bevölkerung in den letzten 20 Jahren. Ein
weiteres Problem in der chinesischen
Gesellschaft stellt die starke Land-Stadt-Migration dar. Nach Angaben
des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit betrug die Anzahl
der sich
vorübergehend in den Städten aufhaltenden Bevölkerung,
und zwar derjenigen, die arbeiteten, Handel trieben oder
Dienstleistungen erbrachten, im Jahre 2003 50 Millionen Personen. |
Medien |
Die Zeitungs-
und Zeitschriftenlandschaft
in der VR China ist sehr umfangreich, unterliegt aber starken
Zensurmaßnahmen.
Daher ist der Run der zumeist jungen Chinesen auf jegliche Information aus dem Internet - in der
Hoffnung sie
ist unzensiert -
verständlich. Selbst in abgelegenen Kleinstädten gibt es
Internet-Cafes. Eine
Vielzahl von Ausländern bevorzugt ebenfalls die Nutzung des
Internets, um sich mit Nachrichten zu versorgen. Ausserdem sind
englisch- und deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften in China
durchaus, wenn auch in geringer Auswahl, erhältlich. China Daily
gehört dabei zu den englischsprachigen Tageszeitungen mit der
längsten Tradition. Sie gibt die offizielle Sichtweise von
Ereignissen wieder und verzichtet auf Karikaturen
und Newscartoons.
Aufgrund der strikten Medienkontrolle sind viele Themen jedoch für chinesische Zeitungen tabu. Will man sich umfassender informieren, so ist auch ein Blick in ausländische Nachrichtendienste empfehlenswert. Der China News Digest stellt sowohl tagesaktuelle Nachrichten als auch ein Archiv zur Verfügung. Beim chinesischen Fernsehen hat die Liberalisierung der Wirtschaft einerseits zu größerer Freiheit und Unabhängigkeit geführt, andererseits jedoch zu starkem Wettbewerb innerhalb und zwischen den einzelnen Sendern im Streit um mehr Publikum. |
Bildung und Wissenschaft |
Bildung
und Wissenschaft konnten sich in der VR China nicht
kontinuierlich entwickeln. Von politischer Seite wurden immer wieder
neue Aufgaben
oder veränderte Schwerpunkte vorgegeben, denen sich diese Bereiche
anpassen mussten. |
Rolle der Frau
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Die Rolle der Frau in China hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts einen grossen Wandlungsprozess durchlaufen. Die konfuzianischen Vorstellungen zum Verhalten einer Frau in der Gesellschaft wurden spätestens mit der Herrschaft von Mao gründlich überdacht und u.a. wurde das typisch chinesische Phänomen des Füßebindens abgeschafft, ja sogar unter Strafe gestellt. |
Die Küche der 10.000 Köstlichkeiten |
Die chinesische Küche bietet Ihnen zahlreiche Spezialitäten, angefangen bei der Peking-Ente bis hin zur Schlangensuppe. Zwar zählen die Chinesen zu den wenigen Völkern dieser Erde, die keine Nahrungstabus kennen, in Wirklichkeit verwenden sie jedoch zu neunzig Prozent dieselben Zutaten, die auch auf unseren Märkten angeboten werden. Die Rezepte dazu sind einfacher als Sie denken. |
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![]() Chinesisches Bankett (©Monika Mey, 2003) Suchen Sie sich doch ein Rezept bei einer guten Tasse chinesischen Tees heraus und probieren es selbst einmal aus. Sollte es nicht klappen, können Sie ja immer noch ins nächste China-Restaurant gehen. Vor Ihrer Ausreise sollten Sie sich auf jeden Fall mit dem Gebrauch der sogenannten Kuaizi (Eßstäbchen) vertraut machen. Interessant ist nicht nur der Genuß von hochwertigem grünen Tee, sondern auch die Teilnahme an einer chinesischen Tee-Zeremonie. |
Medizin |
Europäern fordert der Grundbegriff der traditionellen
chinesischen Medizin (TCM) eine gehörige Portion
Vorstellungskraft ab: entlang unsichtbarer Linien, den Meridianen,
durchfliesst der "Lebenshauch" Qi den menschlichen Körper und
versorgt die Organe mit lebensnotwendiger Energie. Ein weiteres
Grundprinzip der chinesischen Welt und somit auch der Medizin ist die Lehre von Yin und Yang.
Alles im Kosmos, also auch der Kosmos selbst setzt sich nach
daoistischer Vorstellung aus einer kühlen, dunklen und weiblichen
Seite (Yin) sowie einer heissen, hellen und männlichen Seite
(Yang) zusammen.Dem chinesischen Arzt ist deshalb besonders wichtig,
Missverhältnisse gar nicht erst auftreten zu lassen und dem
Körper Yin und Yang im richtigen Verhältnis zuzuführen.
TCM-Ärzte arbeiten mit Tee-Zubereitung und Kräutern, vor
allem aber auch mit Akupunktur
und Massagen. |
Sprache und Schrift |
Das
Chinesische,
die bedeutendste der sinotibetischen Sprachen, ist
gekennzeichnet durch Einsilbigkeit der Wortwurzeln, Isolierung (keine
Bildungsilben u.ä. zur Bezeichnung grammatischer Kategorien, die
im Chinesischen nur durch Wortstellung erkennbar sind) und
Worttöne. Der im Altchinesischen sehr komplizierte Lautstand
vereinfachte sich bis hin zum abgeschliffenen, nur noch rund 1600
Lautkomplexe umfassenden nordchinesischen Dialekt (Putonghua =
Gemeinsprache), der in der Moderne zur Hochsprache wurde. Chinesisch
bedeutet für viele eine schwierige,
unverständliche Sprache. Diese Unverständlichkeit ist vor
allem durch den Unterschied zwischen geschriebener und gesprochener
Sprache bedingt. Es ist keine alphabetische Sprache, d.h. zwischen Laut
und Schriftbild
herrscht keine Übereinstimmung, ganz im Gegenteil, die Bedeutung
wird durch ein Symbol, ursprünglich ein Piktogramm,
ausgedrückt, dem ein phonetischer Wert zugeordnet wird. Es handelt
sich um eine einsilbige Sprache; jeder Silbe entspricht ein
Schriftzeichen, eine Bedeutung, ein Wort. Es gibt in der Zwischenzeit einige Online-Lernprogramme und Online-Wörterbücher für die moderne Hochsprache mit Pinyin (internationale Transkription) und Sprachausgabe zum Selbstlernen. Eines davon ist www.zhongwen.com. Allerdings bietet es sich am Anfang an unter Anleitung eines Lehrers zu lernen, zum Beispiel mit dem Programm "Chinesisch Lernen in China" bei einem Lehrer im Einzelunterricht. Kalligraphische Beispiele grosser Meister, die die Kunst des Schreibens mit Pinsel und Tusche beherrschten, können Ihnen diese Seiten bieten. |
Kunst und KulturPhilosophie und Religion |
Eine
der optisch reizvollsten Seiten im Netz ist die Chinapage, die
einem viele Einblicke in die traditionelle Kunst und
Kultur vermittelt, deren Zeugnisse auch heute noch
große Wertschätzung genießen. Wie ein Index aufgebaut,
lassen sich mit einem Mausklick verschiedene Gemälde,
kalligraphische Meisterwerke, Gedichte
und vieles mehr auf den Bildschirm zaubern. Ausserdem lohnt es sich verschiedene literarische Werke chinesischer Autoren des 20. Jahrhunderts zu lesen, die berühmten klassischen Romane zu kennen und sich über zeitgenössische und moderne Kunst (Gemälde, Skulpturen, Videokunst, Installationen) und aktuelle Ausstellungen zu informieren. Die jahrtausendealte chinesische Tradition kennt den Begriff 'Religion' im abendländischen Sinn nicht, sie spricht vielmehr von Schulen und Lehren. Im chinesischen Denken hat sich nie jene Gegensätzlichkeitzwischen natürlicher Welt und übernatürlicher Sphäre etabliert, die im Westen die Geschichte so tiefgreifend beeinflusst hat. Das Irdische und das Metaphysische sind in der chinesischen Philosophie und Religion zwei sich ergänzende Aspekte eines einzigen Universums. Zu einzelnen philosophischen und religiösen Lehren finden Sie Informationen bei den Seiten zur Person von Konfuzius, zum Daoismus und zum Zen-Buddhismus.QigongQigong wird im Deutschen häufig vereinfacht mit "Atemübungen" übersetzt, besser wäre "Arbeit an der Lebensenergie". Es gibt viele verschiedene Arten von Qigong, die jeweils von Meistern entwickelt wurden. Eine davon - Falun Gong - ist seit 1998 in die Schlagzeilen geraten, da sie von ihrem Meister Li Hongzhi nach Meinung der KP als Sekte organisiert ist, die Ordnung im Volk stört und somit von Regierungsseite verfolgt wird. SportDer Chinese an sich hält nicht viel von Sport, der mit Atemnot, Schwitzen und Muskelkater verbunden ist, so dass er seine ganze Energie im Begeisterungstaumel für die zukünftige Olympiade in Beijing einsetzen kann. Nur die pensionierte Stadtbevölkerung kann sich morgens um 6 Uhr für Taijiquan (Schattenboxen) begeistern. |
Astrologie |
Die chinesischen Tierkreiszeichen werden nach dem chinesischen Kalender bestimmt. So ist der Beginn eines neuen Jahres nicht am 31.12. jeden Jahres, sondern an einem jährlich wechselnden Tag im Januar oder im Februar, am Tag des Frühlingsfestes. |
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![]() (©Monika Mey, 2004) |
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