alle Länder Homepage
Landesüberblick Staat & Politik Wirtsch. & EZ Gesellsch. & Kultur Praktisches

Kolumbien
Seite 4: Gesellschaft, Kultur & Religion

Gesellschaft


Afrokolumbianerin Afrokolumbianerin
in Cartagena -
Foto: Knut Henkel ©



















Schulmädchen Schulmädchen in Barranquilla
Foto:Lidia de Paz ©











































Emanzipation auf Kolumbianisch Aleida by Vladdo ©




















Kinder Lidias Kinder in Barranquilla -
Foto: Lidia de Paz ©

Bevölkerungsstruktur und Klassenbewusstsein

In Kolumbien leben laut Volkszählung aus dem Jahr 2005 rund 42 Mio. Menschen. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 58% Mestizen, 20% Weißen, 14% Mulatten, 4% Afrokolumbianern, 3% Zambos (Kinder von afrikanischen Sklaven und Indigenen) sowie 1% indigener Bevölkerung. Mehr Daten finden sich beim kolumbianischen Statstikamt DANE. Daie heterogene Sozialstruktur beschert dem Land neben vielfältigen kulturellen Ausdrucksformen auch ein starkes Klassenbewusstsein, das sich v.a. gegen die ethnischen Minderheiten richtet.

Ethnische Minderheiten

Die indigene Bevölkerung Kolumbiens gliedert sich in 81 verschiedene ethnische Gruppen mit 64 unterschiedlichen Sprachen. Seit Mitte der 70er Jahre wurden diesen Gemeinschaften verstärkt Rechte und Privilegien zugestanden, die sowohl eine angemessene zweisprachige und ethnische Erziehung als auch die Einrichtung von Schutzräumen sowie die Garantie kollektiver Landrechte beinhalteten. Die Verfassung von 1991 erkannte zum ersten Mal eine ganze Reihe indigener Rechte an, durch welche z.B. die Einrichtung von relativ autonomen Gebietsräten mit eigenständigen Regierungsfunktionen ermöglicht wurde. Natürlich unterscheiden sich Verfassungstheorie und -wirklichkeit und die Lebensgrundlage vieler indigener Gemeinschaften ist immer wieder bedroht.

Anschauliches Beispiel hierfür ist der Kampf der Uwa gegen den Ölkonzern Occidental Petroleum Company (OXY), der mit staatlicher Genehmigung auf dem für die U'wa heiligen Territorium Ölförderung betreiben wollte, sich aber 2002 nach einer ersten erfolglosen Probebohrung aus dem Gebiet zurückgezogen hat. Die Ankündigung des kollektiven Selbstmords dieses Volkes hat weltweit hohe Wellen geschlagen.

Starke politische und gesellschaftliche Diskriminierung erfahren auf der anderen Seite die Afrokolumbianer, die sich besonders an der Karibik- und Pazifikküste konzentrieren. Im Rahmen des Proceso de Comunidades Negras sollte die Situation der schwarzen Bevölkerung Kolumbiens verbessert werden. Beide Minderheiten sowie die mittellosen Kleinbauern, sind häufig Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Staat und bewaffneten Akteuren. Sie werden in ihren Dörfern ermordet oder gewaltsamt von dort vertrieben. Auffällig ist, dass die Menschen häufig aus Gebieten fliehen müssen, die aufgrund großer Infrastrukturprojekte, wie z.B. des Baus der Panamericana an der Pazifikküste mit ihrer herausragenden Artenvielfalt, von strategisch wichtiger Bedeutung für das Land sind.

Stadt-Land-Verhältnis

74% der Gesamtbevölkerung leben in Ballungsgebieten und Städten, hauptsächlich in den Tälern des Río Magdalena und des Río Cauca sowie an der Karibikküste. Allein in Bogotá, der Hauptstadt und dem Zentrum der Industrie, lebt etwa 1/6 der Bevölkerung.

Kinderarbeit auf dem Markt Kinderarbeit auf dem Markt - Foto: Knut Henkel ©

Geschlechterverhältnis

Frauen werden in der kolumbianischen Gesellschaft stark benachteiligt. Die Müttersterblichkeit beträgt 76 von 1000. 70% der Binnenflüchtlinge als Folge des internen Krieges sind Frauen und Kinder. In ländlichen Gebieten verdienen Frauen 19% weniger als Männer. Auch in der Politik sind sie unterrepräsentiert: Ihr Anteil beträgt nur 14,2% in leitenden Stellen der Exekutive, 6,8% im Senat und 8,2% in Ministerien. Ganz grundsätzlich hat die Stimme der Frauen in Kolumbien jedoch in den letzten Jahren an Gewicht gewonnen. Die Rolle der Frauenorganisationen im Friedensprozess beschreibt z.B. ein Dokument von Terre des hommes. Besonders mutig ist die OFP (Organización Feminina Popular), eine Frauenbasisorganisation vom Magdalena Medio, die sich in der von Erdölraffinerien geprägten Stadt Barrancabermeja für das Leben der Frauen einsetzt. Die Iniciativa de Mujeres Colombianas por la Paz protestiert ebenfalls gegen den Krieg. Als neuer, friedlicher Akt des Widerstandes der kolumbianischen Frauen sind am 25. November 2003, dem internationalen Tag gegen die Gewalt an Frauen, 3000 Frauen aus acht Regionen des Landes in den Putumayo marschiert. Die Frauen gehören zur Bewegung Ruta Pacífica und wurden von anderen Bewegungen gegen den Krieg, wie der OFP, dem Nationalen Frauennetzwerk, der Fraueninitiative für den Frieden und dem Nationalen Einigungstisch der Frauen begleitet. Ausdruck für das wachsende Selbstbewusstsein der Frauen ist auch das Theaterfestival der "Kolumbianischen Frauen auf der Bühne für den Frieden", das im März 2002 in Bogotá stattgefunden hat. Der Gender-Related Development Index (GDI) positioniert Kolumbien im Jahr 2007/08 an 75. Stelle (2005 an 65., 2001 an 62.). Im Vergleich hierzu liegt Deutschland auf Rang 22 (2005 auf 20), Venezuela an 74. (2005 auf 67), und Ecuador an 89. Stelle.

Kinder

Ebenso wie die Frauen leiden ihre Kinder an den Konsequenzen des bewaffneten Konfliktes und der strukturellen Armut. Häufig müssen sie die Ermordung der Eltern mit ansehen und in die Slums der Städt ziehen. Als zerzauste und Klebstoff schnüffelnde Gamines trifft man sie dann bettelnd und stehlend im Stadtzentrum an. Die Kinder tragen häufig mit harter Arbeit zur Existenzsicherung der ganzen Familie bei, sei es als Schuhputzer, Bauchladenver-käufer oder Minenarbeiter. Die Zahl der entführten Minderjährigen wächst von Jahr zu Jahr. So sollen 2003 von insgesamt 2.200 Entführten 16% minderjährig gewesen sein. Sie sind ausserdem Zielscheibe sozialer Säuberungen. Kolumbien weist weltweit die größte Zahl behinderter Kinder auf. 2,5 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Die Schaffung von 1,5 Mio. zusätzlichen Grund-schulplätzen und 40.000 Plätzen in weiterführenden Schulen ist daher zwar Teil des Regierungsprogramms des Präsidenten, doch gibt es von staatlicher Seite kein Gesamtkonzept, wie der insgesamt dramatischen sozialen Situation begegnet werden kann. Watchlist spricht auch vom Krieg gegen die Kinder.

Kinder als Minenarbeiter Ausbeutung von Kindern als Minenarbeiter - Foto: Knut Henkel ©

Bildung




Zweisprachiger Kindergarten Zweisprachiger Kindergarten -
Foto: Mauricio González ©










Schule in Barranquilla Schule in Barranquilla -
Foto: Lidia de Paz ©

Schule, Berufsbildung

Etwa 8% der kolumbianischen Bevölkerung über 15 können weder lesen noch schreiben. Formal besteht eine fünfjährige Schulpflicht, jedoch gehen fast 20% der Kinder überhaupt nicht zur Schule und jedes dritte Kind erreicht keinen Schulabschluss. Das kolumbianische Bildungssystem ist vierstufig aufgebaut: Vorschule (preescolar), Schule (educación básica/primaria), Gymnasium (educación media) und Universität (nivel universitario). Staatliche Bildungseinrichtungen sind erschwinglicher als private. Die letzten zwei Jahre vor der Grundschule werden "Kinder" (4-5 Jahre) und "transición" (Übergang) (5-6 Jahre) genannt. Die reguläre Schulzeit beinhaltet neun Jahre: fünf in der Grundschule (primaria, vier im Gymnasium (secundaria). Mit dem notwendigen finanziellen Hintergrund gibt es die Möglichkeit zum Bachillerato (entspricht etwa dem deutschen Abitur), das den nachfolgenden Besuch der Universität ermöglicht.

Hochschulbildung

In Kolumbien gibt es staatliche und private Universitäten, die meistens nur für Kinder der Oberschicht bezahlbar sind, wobei für Begabte auch Stipendien und Studienkredite angeboten werden. Technische Abschlüsse werden nach drei Jahren, Graduierte (vergleichbar mit Bachelor) nach vier und Diplome nach fünf Jahren vergeben. Ergänzend werden Master- und Doktortitel, letztere nur durch staatlich anerkannte Institutionen, angeboten. Die bekannteste Universität Kolumbiens ist die Universidad Nacional de Colombia mit Hauptsitz in Bogotá. Führend sind darüber hinaus die private Universidad de los Andes, Universidad Javeriana und Universidad del Rosario in Bogotá, oder die Universidad de Antioquia in Medellín, die Universidad del Valle in Cali oder die Universidad del Norte in Barranquilla. Das Hochschulstudium in Kolumbien ist in Lateinamerika für sein gutes Niveau bekannt

Gesundheit und Sozialwesen

Gesundheitsversorgung

Der Altersaufbau ist charakterisiert durch einen großen Anteil an junger Bevölkerung. Zwischen 1985 und 1990 ist zwar der Anteil von Menschen unter 15 Jahren von 45,7% auf 36% gesunken, dennoch ist dieser Wert sehr hoch. Für die männliche Bevölkerung ist die Lebenserwartung laut WHO inzwischen auf 71 Jahre gestiegen, für Frauen liegt sie sogar bei 78 Jahren (Deutschland: 76/82).
Die medizinische Versorgungslage variiert gemäss dem Stadt-Land-Gefälle. Neben den ländliche Regionen sind auch die Küstengebiete benachteiligt. Bedingt durch Mangelernährung und schlechte Wohnverhältnisse sind Tuberkulose, Malaria, Ruhr und Typhus in den wenig medizinisch versorgten Gebieten weit verbreitet. Besonders die vertriebene Bevölkerung lebt in prekären hygienischen Verhältnissen mit entsprechenden, häufig lebensbedrohlichen Risiken für die Gesundheit. Mehr Information zur Gesundheitssituation im Land findet sich bei der PAHO (Panamerikanische Gesundheitsorganisation) und zur Bedrohung durch die Immunschwäche HIV-Aids bei UNAIDS.

Kinder im Gespräch Kinder im Gespräch mit einem Sozialarbeiter - Foto: Knut Henkel ©

Kultur







Don Quijote Don Quijote in Kolumbien - Foto: Brigitta Villaronga ©

















Boterostatue Medellín Boterostatue Medellín -
Foto: Brigitta Villaronga ©

































Juanes aus Medellín Juanes ©

























El Pibe Star vergangener Zeiten:
El Pibe und dt. Fan -
Foto: Marc A. Maukisch ©

Kulturelle Identitäten

Aufgrund des historischen Legats, der Missionierung und Koloni-sierung durch Spanien sind viele kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Kolumbien und Europa festzustellen (Sprache, Religion, Kunst etc.). Verstärkt seit den Gedenkveranstaltungen zur 500jährigen Wiederkehr der Eroberung Spanischamerikas im Jahr 1992 wird aber zunehmend Wert auf die grossen Unterschiede zwischen der indigenen und mestizischen (Weissen-)Kultur gelegt (reivindicación indígena). Ebenso selbstbewusst gehen die Nachfahren der schwarzafrikanischen Sklaven, die heutigen Afrokolumbianer mit ihrer eigenen kulturellen Identität um.

Kunst: Literatur

An dieser Stelle können Sie sich in die Biographien und Werke zeitgenössischer Künstler vertiefen. Gabriel García Márquez, einer der bekanntesten Literaten unserer Zeit und Nobelpreisträger beging 2007 seinen 80. Geburtstag. Ebenfalls von internationalem Rang ist der Schriftsteller Alvaro Mutis. Purpurfische und andere Randfiguren tummeln sich in der Kurzgeschichtensammlung "Und träumten vom Leben", von Peter Schultze-Kraft. "Die Wut in meinem Herzen" hat sich die seit Februar 2002 entführte und 2004 für den Friedensnobelpreis nominierte Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt von der Seele geschrieben. Zwischenzeitlich sind mehrere Romane des Autors Santiago Gamboa ins Deutsche übersetzt. Vielversprechend sind auch die Romane von Laura Restrepo. Das bekannte Verlagshaus Villegas Editores, hat Teile seiner eindrucksvollen Bildbände ins Netz gestellt.


Malerei, Theater, Film

Im Netz finden sich viele Bilder des für die runden Formen seiner Figuren bekannten Malers Fernando Botero ansehen. Hier gibt es wertvolle Informationen für all diejenigen, die sich darüber hinaus für Kunstgeschichte, Museen und einzelne Künstler interessieren. Auch ein virtueller Besuch der umfangreichen Kunstsammlung der Staatsbank ist möglich. Über Kunst in Kolumbien informiert außerdem ColArte. Artesanias de Colombia repräsentiert die versierten Kunsthandwerker des Landes.
In Sachen Theater und Film tut sich ebenfalls einiges in Kolumbien. So findet jedes Jahr das bekannte Filmfestival von Cartagena statt, Bogotá lädt jährlich zum Festival Iberoamericano de Teatro - einem der größten Theaterfestivals in Lateinamerika - ein und Medellín zum bekannten Festival Internacional de Poesía de Medellín. Mit seinem Film "Die Strategie der Schnecke" errang der kolumbianische Filmemacher Sergio Cabrera internationale Bekanntheit. "El Acordeón del Diablo" ist ein Film der Art "Buena Vista Social Club" über den kolumbianischen Akkordeonspieler Pacho Rada. Auf dem 54. Filfestival in Berlin erhielt die Kolumbianerin Catalina Sandino Moreno einen Goldenen Bären für ihre bewegende Darstellung einer jungen Drogenkurierin in dem amerikanisch-kolumbianischen Streifen „Maria voll der Gnade“. . 2007 war sie in der Verfilmung des bekannten Romans "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" wieder zu bewundern.

Tänzer in Cartagena
Tänzer auf einer Plaza in Cartagena - Foto: Mauricio Gonzalez ©

Musik und Tanz

So vielfältig wie seine Regionen ist auch die kolumbianische Musik. Während an der Karibikküste Vallenato und Cumbia rauschende Feste feiern, gilt Cali als Salsahochburg und allgegenwärtig sind auch in Kolumbien die Rhythmen des populären Merengue. Daneben gibt es erfolgreiche Rockbands und Popsänger oder Interpreten klassischer Musik wie Marta Senn. Durch ihre provokativen Liedtexte, die besonders drastisch die kolumbianische Realität widerspiegeln, zeichnet sich die Rockgruppe Aterciopelados aus. Folgende Interpreten haben Musik zum boomenden Exportprodukt Kolumbiens gemacht: Shakira, die 2006 in den USA fünf "Lation-Grammies" abgeräumt hat und mit ihren Alben auch in Deutschland Furore macht. Immer wieder erolgreich bei den "grammys latinos" ist auch der kolumbianische Sänger Carlos Vives, der traditionelle Vallenato-Klänge über die Landesgrenzen hinaus populär gemacht hat. Juanes (von Juan Esteban), der Cumbia mit Rock verbindet, richtet sich mit seinen preisgekrönten Alben auch gegen die Gewalt in seiner Heimat. In diesem Sinne hat er im März 2008 ein "iberoamerikanisches Woodstock" mit dem Titel "Frieden ohne Grenzen" im venezola-nischen Grenzgebiet organisiert, bei dem 200.000 Fans gemeinsam mit bekannten Sängern aus Lateinamerika und Spanien ihre Solidarität gegen den aufziehenden Krieg zwischen Kolumbien Venezuela und Ecuador bekundeten. Grosse Bekanntheit hat mittlerweile auch der kolumbianische Sänger Cabas erreicht.

Bemerkenswert ist die Tanzschule Colegio del Cuerpo, die der bekannte kolumbianische Tänzer Alvaro Restrepo vor zehn Jahren in Cartagena gegründet hat. Er lädt dazu ein, den Körper als "Ort des Friedens" zu verstehen und will einen Beitrag zu einem ganzheitlichen erzieherischen Ansatz leisten. Die Tanzschule bietet auch Jugendlichen aus marginalisierten Gesellschaftsschichten die Möglichkeit der Ausbildung in zeitgenössischem Tanz.

Sport und Spiel

Auch in Kolumbien spielt Fußball eine grosse Rolle. Die grossen Zeiten des Carlos Valderrama "El Pibe" sind allerdings vorbei. Der in letzter Zeit größte Erfolg der Fußball-Nationalmannschaft ist der im Jahre 2001 errungene Titel der Copa América, welche zudem in Kolumbien ausgetragen wurde. Weitere Höhepunkte waren die jeweilige Qualifikation zu den Fußball-Weltmeisterschaften von 1962, 1990, 1994 und 1998, sowie der historische 5:0-Sieg über Argentinien in Buenos Aires, das der Qualifikation zur WM 1994 in den USA diente. Vor der WM wurde die Nationalmannschaft, Selección Colombia, sogar unter den Favoriten gehandelt. Ihr Abstieg begann jedoch symbolisch mit dem Eigentor des sympathischen Spielers Andrés Escobar im Spiel gegen die USA, der nach der Rückkehr in die Heimat ermordet wurde. 2004 errang das Team Once Caldas aus Manizales den Sieg bei der Copa Libertadores.
Wer sich dafür interessiert, kann sich auch über die sonstigen Erfolge der Nationalmannschaft oder Nationalliga informieren.

Bei den olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney holte die Gewichtheberin María Isabel Urrutia die erste Goldmedaille in der Geschichte des Landes. Bekannte Sportler sind der Rennprofi Santiago Botero und der ehemalige Formel1-Rennfahrer Juan Pablo Montoya.


Information und Medien

Weitere Infos gibt es beim Ministerio de Cultura. Die Bibliothek Luis Angel Arango in Bogotá, die grösste ihrer Art in Lateinamerika, stellt eine Biblioteca Virtual zur Verfügung. Neben Un Periodico, der Zeitschrift der Universidad Nacional und Reflexión Política der Universidad Autónoma de Bucaramanga finden sich die literarischen Zeitschriften El Malpensante, Prometeo und Rana Dorada im Netz. Karrikaturen von Vladdo finden sich bei aleida.com. Auch einen virtuellen Museumsführer für Bogotá findet man im Internet. Kostproben der Dokumentarfilme des Filmemachers Carlos Bernal und Photographien von Jorge Saénz kann man sich ebenfalls anschauen. PECX bietet Kolumbianern im Ausland ein elektronisches Forum. Yo creo en Colombia soll das positive Denken über das eigene Land fördern.

Religion

Marienstatue Antioquia Marienstatue Antioquia -
Foto: Mauricio González ©

Religion und Kirche

Die Kirche hat in Kolumbien von jeher einen grossen Einfluss auf Politik und Gesellschaft, der sich bis heute bewahrt hat. Dominant ist wie in der übrigen Region auch die römisch-katholischen Religion, der etwa 90 % der Bevölkerung angehören. Die protestantische Kirche führte lange ein Schattendasein. Die verschienen liberalen Regierungen öffneten sich bereits im 19. Jhd. dem Protestantismus in der Hoffnung auf Opposition gegen den herrschenden Katholizismus. Die protestantische Minderheit setzt sich aus verschiedenen Traditionen zusammen. Neben den Gemeinden, die aus den Missionsarbeiten von evangelikalen und charismatischen Strömungen entstanden, existiert auch in Kolumbien ein Bistum der Episcopal Church in the USA. Auffällig ist der Zuspruch, den basiskirchliche Strömungen und Gruppen der Pfingstbewegung erfahren. Durch die von Indigenen und Afro-kolumbianern ausgeübten Kulte sind heute synkretische Misch-formen zu beobachten. Nur 1% der Bevölkerung gehört indigenen Religionen an.

Schulmädchen

Lidias Kinder in Barranquilla -
Foto: Lidia de Paz ©

pfeil-l    zurück zur vorherigen Seite    |   weiter zur nächsten Seite     pfeil-r
 

alle Länder Homepage
Landesüberblick Staat & Politik Wirtsch. & EZ Gesellsch. & Kultur Praktisches