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LANDESÜBERBLICK | ||||||||||||
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Bedeutung des Namens |
Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen Wort 'indus' für Indien und dem griechischen Wort 'nesos' für Insel zusammen. Dieser Begriff wurde 1850 von J. Logan, einem britischen Ethnologen, begründet. Seine Bedeutung gewann er jedoch erst durch den sog. 'Jugendschwur' (Bahasa Indonesia: sumpah pemuda) vom 28. Oktober 1928, mit dem sich Mitglieder regionaler Unabhängigkeitsbewegungen zur nationalen Einheit verpflichteten.
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| Lage, Größe |
Die äquatoriale Inselkette ist mit ca. 2 Millionen km² Landfläche (Weltrang 15) flächenmäßig der größte Staat Südostasiens und mit ca. 242 Millionen Einwohnern (2008) die viertgrößte Nation der Welt. Die nord-südliche Ausdehnung Indonesiens beträgt ca. 1800 km, die west-östliche umfasst mehr als 5000 km. Folgende Karten zeigen die globale und regionale Einbettung Indonesiens (klicken Sie auf die folgenden Karten um sie zu vergrößern):
Die physische Karte zeigt Gebirgszüge (häufig Vulkane), Flachlandflächen (wichtig für Reisanbau und Plantagenwirtschaft) und Meerestiefen Indonesiens: Das Internet bietet eine große Anzahl weiterer, zum Teil sehr detaillierter Karten bei denen sich auch kleinere Orte heranzoomen lassen. Weitere Kartensammlungen bieten u.a. auch Seekarten auf denen die schönsten Tauchgebiete Indonesiens aufgeführt sind! |
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Administrative Einteilung |
Seit 2004 besteht Indonesien aufgrund von Aufspaltungen einiger Provinzen und der Unabhängigkeit der (völkerrechtlich ohnehin nie zu Indonesien gehörenden) 'Provinz' Ost-Timor nicht mehr aus 27, sondern nunmehr aus 33 Provinzen. Die Gründung von weiteren Provinzen ist zu erwarten. Eine Übersichtskarte zeigt Ihnen die Einteilung der Provinzen und gibt Ihnen die Möglichkeit, Detailkarten aufzurufen. Die Provinzen untergliedern sich hierarchisch geordnet in 'kabupaten' (ähnlich der dt. Regierungsbezirke), 'kecamatan' (Landkreise) und 'kelurahan' (Gemeinden). In den verhältnismäßig stark besiedelten Gebieten Javas gibt es zwei weitere Verwaltungsebenen ('keresidenan' und 'kewecanaan'), die zwischen Provinzebene und Regierungsbezirken bzw. zwischen Regierungsbezirken und Landkreisen eingefügt sind.Kartenmaterial zu den einzelnen Provinzen finden Sie auf der Übersichtskarte. Durch Anklicken der Homepage-Landkarte Gesamtindonesiens können Sie einzelne Provinzen aufrufen. Sie finden unter dieser Adresse auch einen informativen Stadtplan der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Außerdem gibt es auf mancher Provinzkarte die Möglichkeit sich in die Homepage der jeweiligen Provinzregierung (z.B. Padang/West-Sumatra) einzuklicken. Dort wiederum finden Sie provinzbezogene Information über Geschichte, Bevölkerung oder über die administrative Einteilung der Provinz. |
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Landeskundetipp: Wenn Indonesier über die Größe ihres Landes sprechen verwenden sie oft die Metapher 'dari Sabang ke Merauke': von Sabang nach Merauke. Sabang ist eine kleine, Banda Aceh vorgelagerte Insel im Norden Sumatras. Merauke liegt im Osten West- Papuas, an der Grenze zu Papua Neu Guinea. Die extensive Ausdehnung des indonesischen Territorialgebietes ist Teil des indonesischen Nationalgefühls (insbesondere auf Java!!!). Reagieren Sie entsprechend und verletzen Sie den Stolz der Indonesier nicht! Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 13677 Inseln. Davon sind weniger als 1000 Inseln besiedelt. |
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Sozialgeographie |
Die Bevölkerungsverteilung in diesen besiedelten Gebieten variiert stark. Die Bevölkerungsdichte reicht von unter einem Einwohner/km² (in Teilen Kalimantans und West-Papua) bis zu ca. 2000 Einwohner/km² in fruchtbaren Reisanbaugebieten Zentraljavas. Urbane Zentren (u.a. Jakarta) erreichen Werte von bis über 38.000 Einwohner/km². Es herrscht ein gesamtnationales Missverhältnis der Bevölkerungsverteilung. Java, aber auch Madura, ist stark überbevölkert. Ca. 60% der Indonesier leben dort auf weniger als 7 % der Landfläche! (vgl. u. soziale Konflikte: Transmigration). Die Zergliederung des Landes und die große territoriale Ausdehnung führen zu einer extrem heterogenen ethnischen und gesellschaftlichen Zusammensetzung der indonesischen Bevölkerung. Diese Heterogenität spiegelt sich auch in der großen Zahl unterschiedlicher Regionalsprachen, 'Adat'-Systemen' (= traditionelle Wertesysteme) und dem ständigen Bemühen um die 'nationale Einheit' wieder (vgl. oben 'Jugendschwur', unten 'Bhinneka Tunggal Ika'.) Die Hauptstadt Jakarta gehört mit ca. 8 Millionen Einwohnern zu den größten Metropolen der Welt. Das Gebiet Jabotabek, ein Akronym, das sich aus Jakarta, Bogor, Tangerang und Bekasi, (die drei Jakarta umgebenden Städte) zusammensetzt, ist mit über 20 Millionen Einwohnern eines der größten globalen Ballungsgebiete. Wie die folgenden Impressionen zeigen, prallen in Jakarta unterschiedliche Welten aufeinander (größere Ansicht per Mausklick) |
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Moderne Impressionen |
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Tertiärer Sektor |
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Großstadtprobleme |
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| Bodenschätze und Anbauprodukte |
Indonesien ist reich an Bodenschätzen. Die wichtigsten sind Erdöl, Erdgas, Gold, Zinn, Kupfer und Bauxit. Die Vorkommen dieser Ressourcen liegen hauptsächlich auf den 'Außeninseln', d.h. das politische und ökonomische Zentrum Java ist auf diese Gebiete wirtschaftlich angewiesen. (vgl. u. Abspaltung indonesischer Provinzen: die Balkanisierung des indonesischen Archipels.) Die wichtigsten Anbauprodukte sind Reis, Kautschuk, Ölpalmen, Kokospalmen, Zuckerrohr, Tee, Kaffee, Pfeffer, Muskatnüsse und Gewürznelken. Aktuelle Angaben zum Ertrag von Bodenschätzen u. Anbauprodukten enthalten die Informationen des statistischen Amtes Indonesiens Biro Pusat Statistik. |
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Umwelt |
In keinem Land der Welt verschwinden derzeit die tropischen Regenwälder schneller als in Indonesien. Schätzungen belaufen sich auf rund 51 Quadratkilometer pro Tag, wobei drei Viertel der indonesischen Regenwälder bereits vernichtet sind. Vielfach wird Brandrodung angewendet, die mit dazu beigetragen hat, dass Indonesien mittlerweile nach den USA und China weltweit auf Platz drei der Kohlendioxidemissionen steht. Auf den Brandrodungsflächen werden häufig großflächige Palmölplantagen angelegt. Dieses Palmöl soll unter anderem den zur Zeit in den Industrieländern steigenden Bedarf an "Biodiesel" decken. Darüber hinaus geht gerodetes Holz in die Papierproduktion und den Tropenholzexport. Die hohe Abholzungsrate führt regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. |
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| Klima |
Das Klima Indonesiens ist von Monsunen bestimmt. Die Insellage und die großen Indonesien umgebenden Wassermengen führen zu regional stark variierenden Klimata. Das indonesische Staatsmotto "Einheit in Vielfalt" ist somit auch auf das Klima zu übertragen. |
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| Geophysik |
Durch die Plattenkonvergenz des Sahul - und Sundaschelfs, auf denen die Inseln des indonesischen Archipels aufliegen, ist die Region nicht nur reich an Erdöl und Erdgas, sondern auch extrem erdbebengefährdet. Der Badan Meteorologi dan Geofisika veröffentlicht regelmäßig Informationen über seismologische Aktivitäten. |
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| Infrastruktur |
Fehlende Infrastruktur stellt sich in Indonesien als Hemmnis wirtschaftlicher Entwicklung dar. Regionen außerhalb der großen Zentren sind aufgrund des unterentwickelten Transportsektors oft nur mit zeitraubenden Reisen zu erreichen. Im Flugverkehr hat es in den letzten Jahren eine Reihe von größeren Unfällen gegeben. |
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| Staatswappen
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Symbolisch kommt diese Einheit im Staatswappen zum Ausdruck. Der Wappenvogel (Garuda), der als der indonesische Staat interpretiert werden kann, hält in seinen Greifen ein Spruchband mit der Inschrift der staatlichen Homogenität ('Bhinneka Tunggal Ika' - "Einheit in Vielfalt"). Das 5-teilige Schild symbolisiert die fünf Säulen der Panca-Sila -Doktrin. (Stern = Glaube an Gott, Beringinbaum = Demokratie durch in Harmonie getroffene Entscheidung, Goldkette = Humanität, Reis und Baumwolle = soziale Gerechtigkeit, Büffelkopf = nationale Einheit Indonesiens). Die Federn (17 Flügelfedern, 8 Schwanzfedern, 45 Halsfedern) symbolisieren den Tag, an dem die Unabhängigkeit proklamiert wurde (17.8.1945) und somit die Vorgaben des 'Sumpah Pemuda' (vgl. o.) erfüllt wurden. |
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| Flagge
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Das Rot der Flagge steht für Mut, das Weiß für Reinheit. |
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