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Gesellschaft
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Kuba

República de Cuba




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Soziales

Einen Überblick über die Sozialstruktur Kubas bietet das CIA Factbook.
Ausführliche Daten finden sich auf den Seiten der nationalen Statistikeinrichtung und in den dort verfügbaren Publikationen.



Sozialpolitik

Das Hauptanliegen der kubanischen Revolution war es, die Lebensverhältnisse der breiten Bevölkerung zu verbessern und Gleichheit und Soziale Gerechtigkeit für die gesamte Bevölkerung herzustellenbr.

Die Schwerpunkte lagen dabei auf Gesundheit und Bildung und der Versorgung mit Wohnraum, drei Bereiche, die auch heute noch in staatlicher Hand liegen.
Insgesamt sieht sich der Staat in der Verantwortung, für die Bevölkerung zu sorgen. Dabei erreichte er bis 1989 ein hohes Niveau, die Wirtschaftskrise führte allerdings zu schweren Einbrüchen.

Zur Linderung der größten Härten wurden Maßnahmen und Betreuungsprogramme für Menschen mit geringem Einkommen, Sozialfälle, alleinstehende Mütter, usw. in Kraft gesetzt. Für die arbeitende Bevölkerung und ihre Familienangehörigen besteht eine umfassende Sozialversicherung für den Fall von Krankheit, Mutterschaft, Arbeitsunfall und Berufskrankheit sowie eine Rentenversicherung.

Die ausgezahlten Beträge sind allerdings so gering, dass der Lebensunterhalt nicht davon bestritten werden kann. Das System der Sozialfürsorge ist als Ergänzung zur Sozialversicherung zu sehen und umfasst u. a. Lebensmittelversorgung und häusliche Pflege für alte Menschen, Einweisung in Seniorenheime, in Behindertenheime, Unterstützung im Hinblick auf Kultur und Freizeitgestaltung für die Begünstigten sowie die Aufnahme in Kindergärten, Ganztagsschulen und anderen Einrichtungen.

                 
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Die staatliche Subventionierung von Grundnahrungsmitteln, die über die libreta bezogen werden können, exisitert weiterhin, deckt allerdings seit der periodo especial nicht mehr den Bedarf.

Aktuell wird darüber nachgedacht, die Libreta abzuschaffen. Nach Angaben der Regierung werden für dieses Subventionierungssystem mehr als 1 Milliarde Dollar pro Jahr ausgegeben. Bisher profitieren davon auch die Menschen, die durch Deviseneinnahmen wie Vermietung von Zimmern an Touristen oder Überweisungen im Ausland lebender Familienangehöriger über höhere Einkommen verfügen. Überlegt wird, mit den staatlichen Mitteln spezifische Förderprogramme für einkommensschwache Bevölkerungsanteile aufzulegen.

Auf der Homepage der kubanischen Regierung findet sich auch ein Kapitel zur Sozialen Entwicklung (Button: Desarollo Social) des Landes.



Gesundheitswesen

Eine weitere Errungenschaft der kubanischen Revolution ist die Entwicklung des Gesundheitswesens.
Die Gewährleistung der kostenlosen medizinischen Betreuung für die gesamte Bevölkerung war von Anfang an eines ihrer Hauptziele. Gegenüber 6.290 Ärzten im Jahr 1959 gibt es in Kuba heute fast 70.000 Ärzte.

Im ganzen Land gibt es Polikliniken und Krankenhäuser. Ende der 1980er Jahre wurde das System der Hausärzte eingeführt. Ein Hausarzt und eine Krankenschwester betreuen 100 Familien.

Die Kindersterblichkeit liegt zur Zeit bei 6,2 pro 1.000 Lebendgeborene (BRD 4,1 USA 6,4).
Die medizinische Forschung erzielt auf einigen Gebieten Spitzenergebnisse. Demgegenüber steht die oft mangelhafte Ausstattung der Krankenhäuser und Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten, eine Folge der Wirtschaftskrise und des verschärften Embargos der USA.

Ausführliche Informationen sowie umfassendes Zahlenmaterial finden Sie auf der Seite des kubanischen Gesundheitsministeriums .

Trotz Vorsorgemaßnahmen bricht in Kuba während der Regenzeit immer wieder das Dengue-Fieber aus, zuletzt im Herbst 2006 . Dann werden landesweit massive Maßnahmen unternommen, um das Ausbrechen von Epidemien zu verhindern.

Die kubanische Regierung unterstützt zur Zeit 66 Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika durch Entsendung von Ärzten und medizinischem Personal - auch im Rahmen von Katastrophenhilfe - sowie durch kostenlose Ausbildung von z. Zt. 10.000 Jugendlichen aus der ganzen Welt zu Ärzten.

In Zusammenarbeit mit der venezolanischen Regierung wurde die Operation Milagro (Wunder) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, tausenden Patienten aus Venezuela, der Karibik und Lateinamerikas ihr Augenlicht wieder zu geben. Seit 2004 wurden über 1,2 Millionen Patienten aus 33 Ländern operiert.

Ausführliche Informationen zum kubanischen Gesundheitswesen mit vielen weiterführenden links finden sich auch auf der englischsprachigen Seite von Wikipedia und hier eine Schilderung zum Thema aus Kuba.



Bildungswesen

1961 verwirklichte die neue revolutionäre Regierung mit einem ersten Schritt hin zur Bildungsrevolution ein ehrgeiziges Vorhaben: Alle KubanerInnen sollten in einer Alfabetisierungskampagne lesen und schreiben lernen können. An diese außergewöhnliche und sehr erfolgreiche Aktion erinnern sich heute noch viele KubanerInnen, die damals oft unter einfachsten Bedingungen als Lehrer mitwirkten.


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Bildung ist in Kuba kostenlos. Es besteht eine 9jährige Schulpflicht. Danach gibt es die Möglichkeit, die 3jährige Oberschule zu besuchen und im Anschluss ein Studium aufzunehmen.
An den Universitäten und Hochschulen sind rund 510.000 Studierende eingeschrieben, davon die meisten in berufsbegleitendem Abendstudium. Der Frauenanteil unter den Studierenden ist höher als in jedem anderen lateinamerikanischen Land. Rund 6% der Bevölkerung haben einen Hochschulabschluss.

Auch zum Bildungssektor gibt es umfassendes Zahlenmaterial
Die Qualität der Bildung erreichte in Kuba einen anerkannterweise hohen Stand. Dazu beigetragen haben auch die Grundprinzipien im kubanischen Bildungswesen, die u.a. die Verbindung von Theorie und Praxis, von Schule und Leben, von Kopfarbeit und Handarbeit beinhalten. Das kubanische Bildungswesen arbeitet ausgehend von einer gründlichen Analyse des einzelnen Kindes, seiner Familie und seines Umfeldes. Es bemüht sich um eine differenzierte Betreuung der Schüler entsprechend ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten und berücksichtigt geeignete Hilfe und Stimuli, die der einzelne braucht. wobei stets ihre maximale Entwicklung gefördert wird und sie keinesfalls von edukativer Betreuung ausgeschlossen werden.

In den vergangenen Jahren hat die Qualität der Bildung besonders in den Schulen gelitten. Da die Lehrer relativ schlecht bezahlt wurden, habe viele Arbeit im Tourismus- oder anderen Devisensektoren gesucht. Infolgedessen wurde um das Jahr 2000 die sog. 3. Bildungsrevolution gestartet, die Probleme wie die steigende Zahl von Schulabbrüchen, das vermehrte Schwänzen, den Verfall von Gebäuden, die Ausstattung der Schulen und den Mangel an Lehrern lösen sollte. Dazu gehörte u. a. die Ausbildung von "Notlehrern", die Verkleinerung der Klassenstärke auf durchschnittlich 12 Schüler, die Ausstattung aller Klassenzimmer mit Computern und Videogeräten. Alle diese und weitere Maßnahmen sind Bestandteil der Batalla de Ideas .
Heute findet ein Großteil des Unterrichts durch das Ausstrahlen des nationalen Unterrichtsprogramms per Fernseher statt und vielerorts wird das Absinken des Bildungsniveaus beklagt.

Mehr Informationen und weiterführende Links finden Sie hier sowie auf den Seiten des kubanischen Bildungsministeriums



Kunst und Kultur

Kuba verfügt über eine reichhaltige Kunst- und Kulturlandschaft, in der Einflüsse aus Europa, Afrika und Amerika verschmelzen. Die breite Förderung der Kultur war von Anfang an ein Anliegen der kubanischen Revolution. Dazu gehörte, dass die Eintrittspreise zu kulturellen Veranstaltungen (heute noch) zu für alle erschwinglichen Preisen angeboten werden. Dazu gehörte die Einrichtung eines landesweiten Netzes von öffentlichen Bibliotheken, die Einrichtung von Literaturwerkstätten, ein vielfältiges Angebot kultureller Bildungsmöglichkeiten, besonders auch für Kinder und Jugendliche, wie z.B. die Kunstschulen, die es in allen Provinzen gibt, und die begabte Kinder ab der 10. Klasse besuchen können.

KULTUREINRICHTUNGEN, DIE ENDE DEZEMBER 2001 IN BETRIEB WAREN:
Einrichtungen 1959 1999 2000
Kinos, 35 mm 519 422 428
Video-Säle 3 212 211
Öffentliche Bibliotheken 27 365 364
Kulturhäuser 3 295 308
Häuser für Neue Troubadour-Musik 3 20 20
Museen (einschl. anderer Einrichtungen 7 263 276
Kunstgalerien 9 132 131
Theater und Theatersäle 3 59 58
Buchhandlungen 1 314 321
Kulturgüter 3 184 114
Artex (Musik und Kunstgewerbe 3 315 323
EGREM (Misikproduktionen 3 16 20
Casa de las Américas (Verlag) 3 79 79


Quelle: Netzwerk Cuba

In Kuba findet regelässig eine Vielzahl von kulturellen Festivals statt, die auf den Seiten des kubanischen Kulturportals aufgelistet sind (Sparten in der linken Spalte anklicken). Zu den Festivals von internationaler Bedeutung gehören das Internationale Festival des neuen lateinamerikanischen Films , das internationale Theater- und das internationale Ballettfestival, um nur einige zu nennen.

Seit ihrer ersten Edition im Jahre 1984 ist die Biennale von Havanna zu einer der weltweit wichtigsten Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst geworden. Sie präsentiert vor allem das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern, die aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik kommen oder dort ihre kulturellen Wurzeln haben. Berichte zu den bisherigen Biennalen finden Sie hier. Die Biennale wird vom Centro Wilfredo Lam ausgerichtet, das nach einem der bekanntesten kubanischen Maler benannt ist. Einen Eindruck seiner Werke zeigt eine Online-Galerie. Das Centro Wilfredo Lam promotet auch eine große Anzahl zeitgenössischer kubanischer bildender Künstler , von denen stellvertretend hier nur Manuel Mendive und KCHO genannt sein sollen. Einen Einblick in das Schaffen kubanischer Maler gewähren verschiedene websites, die hier aufgelistet sind.

Viele Kunstschaffende aller Sparten werden vom Staat bezahlt. Daneben gibt es aber auch eine informelle Kunstszene, in der besonders junge Menschen versuchen, auf eigene Faust künstlerisch tätig zu werden, und dabei nicht nur mit materiellen Problemen konfrontiert sind. Das zeigen z.B. der Film Havanna Blues oder dieser Artikel

Bekannte Schriftsteller sind Cirilo Villaverde José Martí, , der ein umfangreiches literarisches Werk hinterlässt und dessen Büste heute jeden Schulhof ziert, Nicolas Guillén , der kubanische Nationaldichter, dessen Werke die lange vernachlässigte nicht sprachliche afrokubanische Tradition Kubas in die Literatur brachten, Miguel Barnet mit seinem bekanntesten Werk "El Cimarrón", der Geschichte eines entlaufenen Negersklaven, die ebenso wie einige seiner weiteren Werke auch in deutscher Übersetzung erhältlich ist, der Dichter und Essayist José Lezama Lima, Alejo Carpentier, der mit seinem Konzept des "Wunderbar Wirklichen" den Grundgedanken des magischen Realismus entwickelte, der einen großen Einfluss auf die eigenständige Entwicklung der lateinamerikanischen Literatur hatte. Es gibt eine Vielzahl weiterer und jüngerer Schriftsteller, von denen einige ins Exil gingen, wie Guillermo Cabrera Infante, Reinaldo Arenas, Jesus Díaz oder Amir Valle.



In der Musik werden die vielfältigen Einflüsse aus verschiedenen Kulturen besonders deutlich, wie dieser ausführliche Artikel mit Grafik zeigt.
Im Ausland am bekanntesten ist sicher die Salsa (Soße), hervorgegangen aus dem Son Cubano, der eine Renaissance durch den Buena Vista Social Club erlebte. In Kuba wiederum wurde seit Beginn der 90er Jahre die Timba zur populären Tanzmusik und bei den Jugendlichen steht Reggaeton hoch im Kurs.

Die bekanntesten Sänger der Liedermacher-Bewegung Nueva Trova sind Silvio Rodriguez ( Liedtexte zum Nachlesen und Pablo Milanés (Liedtexte) .
Sehr beliebt ist auch Carlos Varela mit seinen kritischen Texten.
Auch im Bereich des Jazz hat Kuba bekannte Musiker hervorgebracht, wie Chucho Valdés mit seiner 1973 gegründeten Gruppe Irakere, Gonzalo Rubalcaba, Arturo Sandoval, Roberto Fonseca.

Eine Auflistung mit Hörproben gibt einen Eindruck von der Vielfalt und dem Können kubanischer Musiker.

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