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MaliSeite 5: Praktische Hinweise |
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Praktische Hinweise |
Einreise- und AufenthaltsbestimmungenEin Visum kann man bei der malischen Botschaft in Berlin (siehe unten) beantragen. Es besteht auch die Möglichkeit, im Empfangsgebäude des Internationalen Flughafens in Bamako ein Visum zu bekommen, allerdings empfiehlt sich die Beschaffung vor Antritt der Reise. Wohnen und VersorgenFür Neueinreisende sehr empfehlenswert ist das vom DED Mali erstellte Dokument Informationen für Neueinreisende. In Bamako gibt es zwei internationale Schulen: das Französische Gymnasium, dem auch eine Grundschule angegliedert ist, sowie die Amerikanische Schule. Während es in Bamako ein relativ gutes Versorgungsangebot gibt (u.a. mehrere Supermärkte), sind die Versorgungsmöglichkeiten im Landesinnern sehr eingeschränkt. Der Wohnungsmarkt in Bamako bietet zahlreiche Objekte höheren Standards. Außerhalb Bamakos hingegen gestaltet sich die Suche nach Wohnobjekten, die gängigen europäischen Vorstellungen entsprechen, schwieriger.
Geld und Geldtransfer
1000 FCFA Schein
Zahlungsmittel in Mali ist der Franc CFA (FCFA). Mali ist Mitglied der westafrikanischen FCFA-Zone. Vor der Einführung des Euro war der FCFA durch einen festen Umtauschkurs von 1:100 an den französischen Franc gebunden. Diese Bindung ist bei Einführung des EURO beibehalten worden. Damit beträgt der Umtauschkurs 1 Euro = 655,9 FCFA. Die Beibehaltung dieses festen Kurses unterliegt dem Willen der Europäischen Zentralbank (EZB) und kann jederzeit aufgehoben werden. Insbesondere in Bamako kann man in Hotels, Supermärkten und bei vielen Händlern mit Euro bezahlen. Tauschen kann man Euroscheine in Banken sowie bei fliegenden Händlern, wobei bei letzteren ein erhebliches Maß an Vorsicht geboten ist. In Banken kann man auch Cheques einlösen, wobei jedoch erhebliche Bearbeitungsgebühren anfallen können. Geldüberweisungen von Deutschland nach Mali sind grundsätzlich möglich, sie können aber zeitaufwendig und teuer sein. Der Gebrauch von Kreditkarten ist bislang noch wenig verbreitet und beschränkt sich auf größere Hotels, Fluggesellschaften und Autoverleihfirmen. In Bamako gibt es mehrere Geldautomaten, an denen man mit Kreditkarten Bargeld abheben kann.
Reisen, Transport und Verkehr im ZiellandMali ist bislang touristisch wenig erschlossen und die touristische Infrastruktur ist auch in den von Touristen besuchten Landesteilen vielfach dürftig. Dennoch ist Mali insbesondere für Individualtouristen ein lohnenswertes Reiseziel, welches eine Reihe sehr interessanter natürlicher wie kultureller Sehenswürdigkeiten aufzubieten hat. Von ausländischen Touristen werden neben Bamako v.a. Ségou, Djenné, Mopti, das Dogonland und Timbuktu besucht. Eine gute Übersicht über touristische Ziele bietet die Internetseite des Tourismusministeriums, auf der auch aktuelle Informationen und Empfehlungen erscheinen. Abgesehen vom großen Markt (grand marché) im Stadtzentrum, der Zentralmoschee (grande mosquée) und einem interessanten Handwerksmarkt, lohnt sich in Bamako insbesondere der Besuch des Nationalmuseums. Besonders sehenswert ist eine ethnologische Sammlung, in der religiöse Gegenstände, Masken und Holzfiguren gezeigt werden. Die touristisch am stärksten frequentierte Region Malis ist das Dogonland, das in Zentralmali zwischen Mopti und der Grenze zu Burkina Faso gelegen ist. Der Steilabfall der Falaise de Bandiagara erstreckt sich über eine Länge von 140 km und weist markante, bis zu 300 m hohe Felswände auf, an deren Fuße sich malerische Dörfer mit einer reichen kulturellen Tradition befinden. Am besten läßt sich das Dogonland während mehrtägiger Wanderungen entdecken.
Impressionen aus dem Dogonland: Das Dorf Banani (links oben) lässt sich vom Hauptort Sangha leicht erreichen. Steilabfall der Falaise de Bandiagara in der Nähe des Dorfes Tiréli (rechts oben). Ausblicke in die Gondo-Ebene, aufgenommen in der Nähe des Dorfes Dourou (rechtes und linkes Bild unten) Fotos: Kai-Uwe Seebörger
Foto: Manfred Matz Neben Wanderungen im Dogonland gehören Kameltouren in der Umgebung von Timbuktu zu den touristischen Attraktionen Malis
Foto: Manfred Matz Die Fahrt über die Tanezrouft-Strecke von Algerien nach Mali setzt eine entsprechende Ausrüstung voraus und verlangt den Reisenden einiges an Schweiß und Ausdauer ab
Foto: Kai-Uwe Seebörger Foto: Manfred Matz Die Inselbergformation Main de Fatima bei Hombori in Zentralmali (linkes Bild) und die Wasserfälle von Gouina bei Bafoulabé in Westmali (rechtes Bild) zeugen von der Vielfältigkeit der Landschaften Malis Beste Reisezeit sind die vergleichsweise kühlen Monate von November bis Februar. Allerdings sollte man bei der Reiseplanung bedenken, daß auch in diesen Monaten die Mittagstemperaturen leicht über 30° steigen können und sich deshalb eine längere Mittagspause empfiehlt. Zudem sollte man, insbesondere wenn man Touren nach Nordmali plant, einen soliden Schlafsack mitnehmen, weil es nachts empfindlich kalt werden kann. Wer Wert auf eine komfortable Unterbringung legt, sollte im Zeitraum November bis Februar vor Antritt Unterkünfte reservieren (am besten telefonisch und / oder per Mail), da in dieser Zeit die anspruchsvolleren Unterkunftsmöglichkeiten schnell belegt sein können. Für Reisen außerhalb Bamakos sollte man am besten FCFA und Euroscheine mitnehmen, die man in den Banken der größeren Städte tauschen kann. Erwartet man ein bestimmtes Maß an Annehmlichkeiten, was Unterbringung und Transport angeht, so ist Mali kein preisgünstiges Reiseland. Die Risiken im Straßenverkehr sind erheblich. Aufgrund des damit einhergehenden höheren Unfallrisikos und der Gefahr von Überfällen rät das Auswärtige Amt generell von Überlandfahrten bei Dunkelheit ab. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, daß die größte Bedrohung für Leib und Leben von Verkehrsunfällen mit Überlandbussen ausgeht.
Sicherheit für Ausländer im ZiellandVon kleineren Gelegenheitsdiebstählen abgesehen, kann der Süden Malis als weitgehend sicher bezeichnet werden. Demgegenüber gelten Reisen in den Norden weiterhin als bedenklich. Immer wieder verüben Banditen Überfälle, vor denen auch Reisegruppen nicht sicher sind. Überfälle enden nicht selten mit dem Verlust der Fahrzeuge, wobei die Banditen insbesondere an geländegängigen Fahrzeugen interessiert sind. Die malischen Sicherheitskräfte können aufgrund unzureichender Ausrüstung und der extremen Weitläufigkeit diesem Treiben offensichtlich nur wenig entgegensetzen. Bei Reisen in den Norden Malis sollte man sich unbedingt vor Ort informieren, da sich die Sicherheitslage bisweilen sehr kurzfristig verändern kann. Das Auswärtige Amt veröffentlicht auf seiner Internetseite regelmäßig aktualisierte, das Reisen im Lande betreffende Sicherheitshinweise und medizinische Hinweise.
Gesund bleibenZur Gesundheitssituation gilt besonders hervorzuheben, daß das Auftreten von Malaria in weiten Teilen des Landes tendenziell ganzjährig ein Risiko für die Gesundheit darstellt. Bei kürzerem Aufenthalt sollte man sich auf jeden Fall durch entsprechende Prophylaxemaßnahmen schützen. Durchfallerkrankungen mit einhergehender Dehydratation sind eine in der Regel nicht gefährliche Bedrohung. Durch die außerhalb der Städte extrem schlechte Gesundheitsversorgung können allerdings solche Erkrankungen, ebenso wie Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen, schnell sehr ernste Ausmaße annehmen. Ausführliche Informationen über die Gesundheitssituation im Lande sowie Präventionsmöglichkeiten bietet auch der reisemedizinische Infoservice des Tropeninstituts der Universität München.
Telekommunikation, InternetDank erheblicher Investitionen ist das malische Telefonnetz seit Ende der neunziger Jahre ständig ausgeweitet und modernisiert worden. Heute ist auch in kleineren Städten das Telefonieren über das Festnetz möglich, beispielsweise in den zahlreichen privaten Telefonlädchen (cabines téléphoniques). Sollte man einen Privatanschluß besitzen, empfiehlt es sich, regelmäßig die Telefonrechnungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft SOTELMA gegenzuprüfen, um vorkommende Unstimmigkeiten hinsichtlich der in Rechnung gestellten (Auslands-) Verbindungen aufdecken und ggf. reklamieren zu können. In den Städten kann man mittlerweile auch problemlos mit Handys telefonieren. Es gibt zwei Anbieter: Malitel (Tochtergesellschaft der SOTELMA) sowie Orange-Mali (Privatunternehmen). Prepaid-Karten für Handys werden an vielen Orten v.a. von Straßenhändlern angeboten. Auch der Zugang zum Internet ist in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Gab es Ende der neunziger Jahre in Bamako nur einige wenige Internetcafés, so gibt es diese heute zahlreich über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Mittlerweile ist auch in einer zunehmenden Zahl von kleineren Städten der Zugang zum Internet möglich. Ebenso wie die Telefongebühren ist auch der Internetzugang, u.a. als Folge der zunehmenden Konkurrenz, preisgünstiger geworden (insbesondere in Bamako). Die Qualität der Verbindungen (oft relativ langsam) sowie der Service der zahlreichen Internetcafés und der Internetanbieter (SOTELMA sowie die Privatunternehmen Malinet, Cefib, Datatech und Afribone können erheblich variieren, so daß sich ein eingehender Vergleich und ein Umhören lohnt.
Foto: Kai-Uwe Seebörger In vielen Städten findet man mittlerweile Intenet-Cafés
Auf verschiedenen Internetseiten (z.B. Billiger Telefonieren) kann man sich über die günstigsten Telefontarife nach Mali informieren. Die Tarife können kurzfristigen Veränderungen unterworfen sein.
Nützliche AdressenDie deutsche Botschaft in Bamako befindet sich im Stadtteil Badalabogou Est und hat folgende Adresse: rue 14, porte 334. Die malische Botschaft in Berlin ist unter folgender Adresse zu erreichen: Kurfürstendamm 72, 10709 Berlin. Zudem gibt es malische Honorarkonsule in den folgenden Städten: Kamp-Lintfort, Erfurt, Hamburg und Frankfurt am Main. Nähere Informationen zu den malischen Vertretungen in der Bundesrepublik Deutschland finden sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amts. Das Landesbüro des DED befindet sich in Bamako im Stadtviertel Torokorobougo, das GTZ-Büro liegt im Stadtteil Badalabogou Est.
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Zum Schluss noch... |
Lesens- und Sehenswertes zum Schluss...Viel Interessantes und Wissenswertes über Land und Leute erfährt man im Mali-Beitrag im 13. Jahrbuch der Heinz-Kühn-Stiftung. Wer noch neugierig auf weitere Bilder aus Mali ist, dem sei die Internetseite von Architecture Album empfohlen. Für Briefmarken- und Vogelliebhaber bietet die Internetseite von Birdtheme Sehenswertes. |
Die WWW-Adressen wurden gesammelt, strukturiert und kommentiert von Kai-Uwe Seebörger, seeboerger
gmx.de
Letzte Änderung 25.04.2008. Copyright © 1998 - 2008, InWEnt gGmbH
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