Mexiko

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Seite 1: Landesübersicht; Naturraum


Erläuterungen zur
Nationalflagge

Nationalhymne
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Übersicht,
Lage und
Größe

 

Mexiko ist mit 1958 201 km² nach Brasilien das zweitgrößte Land Lateinamerikas und etwa 5 1/2 Mal so groß wie Deutschland. Das bevölkerungsreiche Land (laut Schätzungen im Jahre 2007 108.700.891 Einwohner) grenzt im Norden an die USA, im Süden an Guatemala und Belize. Geographisch liegt es zwischen 14°30' und 32°43' nördlicher Breite und bildet somit den südlichen Teil Nordamerikas.

Hauptstadt des Landes ist die 20 Mio. Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt , die im Zentrum des Landes auf dem Hochplateau der Mesa Central liegt. Sie wurde auf und aus den Trümmern der Aztekenhauptstadt Tenochtitlán erbaut und bildet bis heute das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum Mexikos. 

Geografie Mexico

Landes- impres-
sionen

Mexiko ist wegen sei-
ner reich-
haltigen Flora und Fauna,
Kaktusblüte seiner Kulturge- schichteMaja-Pyramide
Sandstrand in Mexicound den ausgedehnten Badestränden ein Highlight für Reisende.
 
 
 
  (Fotos von Gari Anderson)

Eine Sammlung von Bildern zu Mexiko vermittelt Ihnen einen Eindruck von der Vielseitigkeit der Landes.

Naturräum-
liche Gege-
benheiten

Das Land besteht aus einem Hochlandblock, dessen Randgebirge zu den schmalen Küstenebenen am pazifischen und atlantischen Meer abfallen. Klimatisch gehört Mexiko in einen Übergangsbereich von den sommer- feuchten äußeren Tropen mit 8-10 humiden Monaten im Südosten über die ganzjährig ariden Subtropen in den nördlichen Teilen des Landes. Die Jahresmitteltemperatur geht nicht nur mit der Breitenlage von Norden nach Süden zurück, sondern auch mit der Meereshöhe. Klimadiagramme zu einzelnen Städten in Mexiko finden Sie hier.

Durch die großen Reliefunterschiede ist auch die Vegetation entsprechend vielseitig. Sie entspricht den klimatischen Höhenstufen der

Tierra Caliente:

Mangroven und Palmküsten, Regenund Laubwälder, Orangen, Baumwolle, Bananen, Tabak und andere tropische Früchte

Tierra Templada:

Tropisch immergrüne Bergmischwälder, Kaffeeund Avokadopflanzungen

Tierra Fría:

Nebel-, Kieferund Mischwälder, Grasvegetation und Sukkulenzen (Kaktus, Agaven, Yuccas) im Inneren der Hochlandbecken, 2000-jährige Mais- und Bohnenanbau-Tradition, Weizen, Kartoffeln und Gerste

Tierra Helada:

Gebirgskiefernwald, Hartgrasflächen, Büschelwälder und andine Kräuter

Tierra Nevada:

Vegetationslose Schneezone

Eine thematische Kartensammlung mit weiteren Informationen zu Politik und Geografie finden sie in der online Bibliothek von Perry Castañeda.

Ökologische Probleme

Wenn die Sonne in den Wintermonaten von Mai bis Oktober am höchsten steht und die Zenitalregen beginnen, ist das Land bei angenehmen Temperaturen frisch und grün. In der Trockenzeit von November bis April (Sommermonate) wird die Verdunstung allerdings immer stärker. Die halbjährige Trockenzeit hat Schwierigkeiten für die Wasserversorgung zur Folge. In der Winterzeit kann es zu solch starken Frösten kommen, sodass Obstpflanzungen im Tiefland oder Kaffeepflanzungen im Hochland Frostschäden erleiden. Meist im Oktober können Wirbelstürme zu Naturkatastrophen führen, welche Menschen und Landwirtschaft in den Küstengebieten bereits häufig stark in Mitleidenschaft gezogen haben.
Aktuelle Informationen zu Wirbelstürmen erhalten sie hier. Wenn Sie mehr zu Klima und Vegetation erfahren wollen, gibt der Artikel von Eichinger einen guten Überblick. Ein animiertes Satellitenbild finden Sie hier.

Neben klimatisch bedingten Umweltprobleme sind auch anthropogene Faktoren Ursache für starke Umweltbelastungen. So ist in der Tierra Fría durch die bereits seit vorgeschichtlicher Zeit dichte Besiedlung ein vegetationsarmer Landschaftstyp entstanden, der erhebliche Erosionsschäden aufweist. Neben zunehmender Industrialisierung vor allem in den Ballungszentren im Norden und der Mesa Central sowie aufgrund der starken Migration in die Städte verursachen mangelnde Verwaltungskapazitäten und veraltete Infrastruktur der Wasserver- und Abwasserentsorgung ernst zu nehmende Umweltbelastungen, worüber das PlaceMeg Projekt am Beispiel Guadalajara aufklärt. Aber auch in den Borderlands im Norden stellen wasserökologische Probleme ein scheinbar unüberwindbares Problem dar. In der Hauptstadt ist derzeit die Luftverschmutzung  die größte Herausforderung für die Umweltpolitik. Mehr zur Umweltsituation und Forschung finden Sie hier.

Sozial-
geografie

Der Norden und das zentrale Hochland, vor allem die Hauptstadt sind als moderne Gunsträume zu verstehen, die sich durch positive sozio-ökonomische Faktoren (Bildung, Infrastruktur, Wohnausstattung, hoher landwirtschaftlicher Produktionswert etc.) auszeichnen. Der Süden des Landes (Bundesstaaten, Chiapas, Oaxaca und Guerrero), eigentlich ein natürlicher Gunstraum mit einem hohen Anteil an indigener Bevölkerung, ist demgegenüber stark verarmt. Dies liegt nicht zuletzt an der sozialen Stellung der indigenen Bevölkerung, die bis heute um ihre staatsbürgerlichen Rechte kämpft. Durch Dezentralisierungsmaßnahmen, Tourismusplanung und Erdölvorkommen können auch die Golfküste und Yucatán als wirtschaftliche Gunsträume bewertet werden.

Grunddaten

Im CIA Factbook und beim Auswärtigen Amt finden Sie wichtige Grunddaten und erhalten einen allgemeinen Einstieg in die Geografie, Wirtschaft und Politik.

 
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