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República de Nicaragua

 

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  alle Links in diesem Abschnitt, falls sie nicht anders gekennzeichnet sind, führen auf spanischsprachige Internetseiten
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Nicaragua ist ein armes Land. Sein Brutto-Inlandsprodukt übersteigt gerade mal die 5 Mrd US Dollar. Pro Kopf sind das etwa 830 US Dollar (Vergleich BRD: 31.000 US Dollar)
Zwar kann das Land regelmäßig Wachstunsraten von 2% oder 4 % verbuchen, dies entspricht jedoch dem weltweiten Durchschnitt. Entwicklung im qualitativen Sinne findet im Land praktisch nicht statt - und dies seit Jahren. Die Armutsindikatoren haben sich in den letzten 10 Jahren praktisch nicht verbessert.

Nicaraguas Einnahmen sind mindestens zur Hälfte nicht selbst erwirtschaftet: rund 1/3 des Haushalts stammt aus der internationalen EZ, etwa 1/6 sind Remesas.

Armut

Über 60% der nicaraguanischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze - die Eingeweihten unter Ihnen wissen, dass die Kategorie der "extremen Armut" bereits einem sozialen Todesurteil gleichkommt; die Angabe der entsprechenden Prozentzahl erspare ich mir angesichts dieses Zynismus.)
Die reichen 20% der Bevölkerung beziehen 64% des Gesamteinkommens, während das ärmste Fünftel sich mit 2,3% des Einkommens begnügen darf.

ranchoEarthtrends bietet dazu die entsprechenden Zahlen, neben vielen anderen Daten und Fakten zu Ökologie, Ressourcen oder Entwicklung.
Wie jüngst die FAO bestätigte (2006), driftet die Schere zwischen Arm und Reich seit Jahren weiter auseinander: Wo in Nicaragua von Entwicklung die Rede sein kann, da profitiert nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung - die große Mehrheit bleibt von öffentlicher Infrastruktur, sozialen Dienstleistungen und individuellen Entwicklungsoptionen ausgeschlossen. Die Privatisierungen im öffentlichen Sektor der letzten Jahre - Bildung, Gesundheit, Wasser, Strom, Telefon - tragen das ihre zu dieser Entwicklung bei.

Nicaragua rangiert im jährlich errechneten Human Development Index HDI des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP - nach Armutsindikatoren und Entwicklungspotentialen - stets unter den ärmsten Ländern des Kontinents, in 2006 auf Platz 112 von 177 insgesamt weltweit. Dies ist der UNDP Länderbericht zu Nicaragua aus 2002.

Die Einfuhren übersteigen regelmäßig die Exporterlöse um ein Dreifaches. Die New York Times sieht langfristig kaum reelle Chancen für die Ökonomien Mittelamerikas, aus ihrer Misere und Weltmarkt-Abhängigkeit heraus zu kommen.


Daten und Fakten
    

Einen guten zusammenfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation Nicaraguas, inklusive Informationen zu Handel und Austausch mit der BRD, bietet die entsprechende Seite des Auswärtigen Amtes (hier das noch knappere Factsheet).  Ein Bericht der UN (CEPAL) aus 2006 zur Wirtschaftsentwicklung 2005/2006 informiert Sie grundlegend.

Wer zunächst nackte wirtschaftliche Zahlen und Daten zur volkswirtschafltichen Situation Nicaraguas sucht, zu Exportprodukten und Importen, zu Dienstleistung, informeller Schattenwirtschaft und Agrarproduktion, sei auf die entsprechenden Seiten der nicaraguanischen Devisenbörse, der Zentralbank und des Wirtschaftsministeriums verwiesen. Die Nicaragua-Seite der Interamerikanischen Entwicklungsbank ist stets gepflegt und aktuell, auch hier finden Sie wertvolle Statistiken und Studien zumercado makroökonomischen Fragen. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hält Informationen zum nicaraguanischen Arbeitsmarkt bereit. Einen aktuellen Überblick bietet ebenfalls der aktuelle Länderbericht der österreichischen EZ

Eine dankbare Fülle von Daten und Fakten zu Nicaragua und den Lebensbedingungen der Bevölkerung bietet auch die Nicaragua-Seite von UNICEF .

lecheUmfassend und wichtig sind die Zahlen und Informationen, die die Seite der Weltbank zur Verfügung stellt. Neben verschiedensten Tabellen und Daten finden Sie auch hier interessante Studien zu unterschiedlichsten Themen, die relevant sind für Fragen von Entwicklung, Ernährungssicherung, Exportproduktion, usf. Den Armutsbericht der Weltbank stellt die nicaraguanische Zentralbank zur Verfügung.

Eine gute und detaillierte historische Einführung in ökonomische Fragen zu Nicaragua finden Sie auf der Seite der Länderstudien der US-Regierung. Die Hartford-University bietet wertvolle Berichte zu aktuellen und historischen ökonomischen Fragen, insbesondere zum Thema der Kreditvergabekriterien des IWF und den ESAF (Strukturanpassungsmaßnahmen) durch IWF und Weltbank - die mittlwerweile zumindest begrifflich durch die PRSP (Armutsbekämpfungs-Strategie) abgelöst worden sind.



Strukturanpassung, Armutsbekämpfung und Schuldenerlass

vendedora(alle nachfolgenden Links sind auf englisch , wenn nicht anders gekennzeichnet)

Rund 4,5 Mrd. US-Dollar wurden 2005 Nicaragua im Rahmen der HIPC-Schuldeninitiative erlassen. Dies ist die größte Summe, die einem HIPC-Land zu gute gekommen ist. Dennoch bleibt der Schuldendienst in Zukunft auf einem Niveau von ca. 108 Mio. Dollar jährlich. Selbst der IWF gibt zu, dass der (angeblich) gerade noch tragbare Quotient von 1,5 beim Verhältnis von Zinsen+Tilgung zu Exporteinnahmen erst 2014 erreicht werden wird - immer auf Grundlage besonders positiver Wachstumsprognosen für das Land. Die ungeheure Last der "internen Verschuldung" (Staatsanleihen etc.) von rund 4,1 Mrd. wird durch den Schuldenerlass nicht angetastet.

Die renommierte nicaraguanische NRO Red Nacional de Consumidores de Nicaragua arbeitet zu den Themen Konsumentenrechte und Privatisierung öffentlicher Güter.
Dankbar sind die Informationen und Berichte der Weltbank zur HIPC-Entschuldungsinitiative und dem dazu von der Regierung eingeforderten "Armutsbekämpfungsprogramm" PRSP (oder klicken Sie für den PRSP alternativ auf die Seite des IWF).

Das hoch verschuldete Nicaragua (hier eine detaillierte Übersicht über die Auslandsschulden des Landes von erlassjahr.de) bekam nach Erfüllung einer langen Reihe von Auflagen, die in der Tradition der Strukturanpassungsmaßnahmen ESAF der letzten 25 Jahre stehen, im Januar 2004 von Weltbank und IWF (hier finden Sie genaue Daten des IWF zu seinem Schuldner Nicaragua) den Erlass von 4,5 Mrd. US$ Auslandsschulden zugesichert. Hier finden Sie das offizielle Dokument der Interamerikanischen Entwicklungsbank (pdf; 2MB) dazu, mit vielerlei Informationen und Daten zur Verschuldungssituaton, zur Vorgeschichte, zu den Auflagen, den erstellten Papieren etc. Für die entsprechende Verlautbarung des Pariser Clubs klicken Sie bitte hier. Die beste deutschsprachige Zusammenfassung von Daten und Fakten zur Schuldensituation Nicaraguas bietet PRSP-Watch .

Im Oktober 2006 gibt die Internationale Entwicklungsbank BID den Erlaß von 800 Mio Dollar bekannt.

basureroDie Bewertung dieses sog. Schuldenerlasses, des dazugehörigen Armutbekämpfungsprogramms PRSP oder des damals von der Bolaños-Regierung vorgestellten Plan Nacional de Desarrollo (dies ist der aktuelle PND 2006- 2010) waren kontrovers und sehr unterschiedlich. Die internationale Gebergemeinschaft lobte den Plan auf ihrer Geberkonferenz in Managua 2003 gewaltig. Die Regierung feiert den Schuldenerlass als eigenen Erfolg und malt rosige Zeiten für das Land.
Die Ortega Regierung hielt sich nun bei der Ausformulierung des Haushalts 2007  an den aktuellen PND.

Das nicaraguanische Centro de Estudios Internacionales CEI kritisierte vehement die neoliberale Orientierung des vorgestellten Entwicklungsplanes und warf den Gläubigern vor, mit dem Erlass lediglich die eigenen Bücher zu bereinigen und die Länder auf einer "nachhaltigen" Schuldendienstquote zu halten. Die Coordinadora Civil spa, die Vertretung der nicaraguanischen Zivilgesellschaft, kritisierte ebenfalls den PRSP als ökonomistisch verklärt und bemängelt das Fehlen einer sozialen Orientierung.
Auch die internationale Initiative Jubilee 2000 wie auch Oxfam sehen den sog. Erlass lediglich als eine längst fällige Vorbedingung für weitere notwendige politische Schritte, die der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zugute kommen würden. Zusammengefasst heißt der Titel einer Studie von Jubilee: HIPC is dead (pdf, 4,5MB).
Ausführlich kritisch kommentiert wird die HIPC-Initiative von der deutschen NRO weed dt.

Die sog. internen Schulden Nicaraguas liegen jedoch ebenso schwer auf dem Staatshaushalt wie die externen. Die Entstehung der hohen internen Verschuldung unter der Regierung Chamorro im Zusammenhang mit der Entschädigung von einst durch die sandinistische Revolution enteigneten Eigentümern, durch die Überreichung an entwaffnete Contra-Milizen und später durch die Herausgabe von Staatsboni zur Unterstützung der Bankrott gegangenen Großbanken in den 90ern wird zur Zeit kontrovers und heftig diskutiert. Fakt ist, dass durch den Bankrott der Großbanken, der durch die Staatsanleihen "finanziert", also abgemildert wurden, einige Bankiers und Manger in Nicaragua zu Dollar-Millionären wurden. Hierzu ein aktueller Artikel (2007)

Mittelamerikanische Freihandelszone CAFTA

tabacoIm Oktober 2005 war es soweit: das Parlament in Managua verabschiedete mit 49 zu 37 Stimmen (also ohne die Stimmen der FSLN) den CAFTA Vertrag, der nun in 2006 in Kraft treten soll.
Nach nur einem Jahr Verhandlungen hatte Ende 2003 die nicaraguanische Regierung einen Vertrag mit den USA und den anderen mittelamerikanischen Staaten zur Bildung eines Freihandelsabkommens CAFTA nach dem Vorbild des NAFTA, dem Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kananda, unterzeichnet. Ende 2004 wurde die Dominikanische Republik in das Abkommen integriert.

CAFTA steht nicht nur für den Abbau von Zöllen, Einfuhrsteuiern und anderen Handelshemmnissen. CAFTA wird auch den Zugriff auf das öffentliche Beschaffungswesen der Länder erlauben, in den Auseinandersetzungen um Privatisierung öffentlicher Güter (Wasser, Strom, Gesundheit, Bildung) verpflichtet CAFTA um internationale Ausschreibung der Dienstleistungen, die Möglichkeiten der einzelnen Länder, sich gegen Einfuhr von genmanipulierten Lebensmittel zur Wehr zu setzen, wird durch CAFTA praktisch ausgeschaltet.

In diesem Artikel der zeitschrift envío finden Sie Informationen und Einschätzungen aus nicaraguanischer Sicht .
Hier finden Sie die eigens eingerichtete CAFTA-Internetseite der Regierung und hier eine Regierungsstudie zu den Folgen des CAFTA für Wachstum, Armut und soziale Ungleichheit hier schließlich weitere Daten und Dokumente zum CAFTA. Dies ist eine vorbildlich recherchierte kritische Auseinandersetzung mit möglichen Folgen des Freihandels für Mittelamerika. Die Coordinadora Civil sprach von einem unerträglichen Ausverkauf des Landes. Auch die nicaraguanische NRO Centro de Estudios Internacionales CEI kritisiert die Freihandelsidee und fragt nach Nutznießern und Geschädigten.


Umwelt - Nicaragua als Agrarland und Ort großer Biodiversität


(alle nachfolgenden Links sind auf englisch , wenn nicht anders gekennzeichnet)


cafetalerosZum Themenbereich Ökologie, Ressourcen, Biodiversität, Forst- und Agrarwirtschaft, Wasserhaushalt (hier noch die sehr interessante FAO-Seite zum Thema) und Wasserwirtschaft ) oder Flora und Tierwelt müsste es eigentlich eine eigene Seite geben - so weittragend sind die  Informationen - und so dramatisch sind die ökologischen und sozialen Veränderungen in Nicaragua.

Der verdienstvolle Länderbericht 2006 des UN-Entwicklungsprogramms PNUD erarbeitete das Thema  Wasser, Armut, Zugang und Privatisierung.

Nicaragua - gelegen in der Meerenge zwischen Nord- und Südamerika - ist seit Urzeiten Ort der Begegnung und Wanderung vieler Pflanzen- und Tierarten. Die Biodiversität im Land ist - selbst im Vergleich zu anderen mittelamerikanischen Ländern - extrem hoch ist.  Schauen Sie auch auf die Seite der UN-Organisation für nachhaltige Entwicklung

Schnuppern Sie einmal auf der Seite des Arboretums im Herzen Managuas.

Nicaragua ist ein Agrarland, seine Menschen und Traditionen sind von der Tradition des Landbaus und der Viehwirtschaft geprägt. (Karte: Landnutzung). Die Überlebensökonomien der Bevölkerung sind eng verwoben mit Fragen nach Landbesitz und Agrarproduktion - hierzu ein interessanter Agriculture Census der FAO (pdf; 18KB) und eine Länderstudie der US-Regierung. Marktzugang, Kreditwesen, Ernährungssicherung, Bildung, Agrobuissness und Weltagrarmarkt spielen eine entscheidende Rolle.

Für die Entwicklung längerfristiger Ernährungssicherungsstrategien ist die Frage des Landbesitzes von entscheidender Bedeutung; die Notwendigkeit einer Agrarreform wird seit den flächendeckenden gewaltsamen Enteignungen der Bevölkerung während des Kaffeebooms im 19. Jahrhundert eingefordert. Artikel der nicaraguanischen Zeitschrift envio geben einen Überblick über die Geschichte der Agrarreform in Nicaragua und ihr politisches Schicksal seit 1990

Durch die hohen Agrarsubventionen in Europa, USA und Japan rentiert sich in Nicaragua, trotz billiger Lohnkosten, in vielen Bereichen die Landwirtschaft nicht - zumindest nicht für cashewBasisprodukte von Lebensmitteln, die zum eigenen Konsum in Nicaragua gebraucht werden (Reis, Mais, Bohnen). Der Weltmarkt lässt einige Lücken, wie z.B. für Erd- nüsse oder Krabben. Die Konzentration auf diese nicht-traditionellen Produkte belässt die Agrarproduktion und damit den Großteil der Menschen Nicaraguas jedoch in der Abhängigkeit vom Spiel der Weltmarktpreise, wie wir sie vom Kaffee bereits gut kennen.

Hier finden Sie die derzeit gültigen Gesetzesgrundlagen für bzw. gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel. Die renommierte nicaraguanische NGO Centro Humboldt kritisiert seit langem, dass die Regierung keine klare Haltung zum Thema der transgénicos einnimmt, gleichzeitig aber bereits gentechnisch veränderte Produkte in den Regalen der Läden zu finden sind: offiziell sind sie verboten, jedoch bleibt die Regierung ohne Möglichkeit noch Versuch einer wirklichen Kontrolle. In einem Bericht der nicaraguanischen Allianz gegen genveränderte Lebensmittel wird die Lebensmittelhilfe durch die USA als Trojanisches Pferd stark kritisiert.

casitaAuch das Thema der Forstwirtschaft - hier eine Studie zu Forstwirtschaft in Nicaragua und eine weitere mit umfangreichen Daten zum Waldbestand in Nicaragua - spielt eine zentrale Rolle in Nicaragua, und dies seit Jahrhunderten. Das einstmals dicht bewaldete Nicaragua hat viel seiner bewachsenen Fläche verloren. Nachdem die Agrarfront von der Pazifikseite her rasch den ganzen Wald hat verschwinden lassen, nimmt der Raubbau am Regenwald in der Atlantikregion weiter seinen Lauf. Die wiederkehrenden Überschwemmungskatastrophen finden ihren Grund nicht zuletzt im "despale", in der Abholzung von Berghängen.

Hier finden Sie umfassende Statistiken und Daten zum Thema Nachhaltigkeit und Entwicklung in Nicaragua.

Dies ist die Homepage des Landwirtschaftsministerium MAG-FOR .


Maquila

(alle nachfolgenden Links sind auf spanisch , wenn nicht anders gekennzeichnet)

Der Sektor der Weltmarktfabriken in Nicaragua, den sogenannten Maquilas, ist praktisch der einzige, in dem in den vergangenen Jahren nennenswert Arbeitsplätze geschaffen worden sind. Etwa 75.000 Menschen, zum größten Teil Frauen, arbeiten in den zur Zeit mehr als 80 Fabriken auf nicaraguanischem Boden.
maquilaIn ihrer sog. nationalen Entwicklungsstrategie setzt die Regierung seit vielen Jahren prominent auf das Wachstum der Arbeitsplätze in den Maquilas. In den für die Maquila-Produktion geschaffenen Freihandelszonen hat die Regierung ideale Bedingungen für die Bekleidungsindustrie aus Asien und USA geschaffen, in Produktionsstätten zu investieren, in denen bestimmte Fertigungsschritte für Weltmarktprodukte getätigt werden. Neuerdings kommen Elektroartikel, Autozubehör ud Kartonagen hinzu.

Minimale Steuerbelastung, arbeitsdiktatoriale Regimes und billige Arbeitskraft für zehntausende unqualifizierte Arbeiterinnen zeichnen den Sektor aus. Zwar entstehen der Regierung praktisch keine Einkünfte über die Produktion oder Ausfuhr von Waren, sie profitiert aber indirekt von der steigenden Anzahl von Arbeitsplätzen und den Gehältern der Arbeiterinnen.

Ein Interview zu aktuellen Tendenzen im maquila-Bereich mit dem bekannten Maquila-Gewerkschaftsfunktionär Pedro Ortega (Ende 2006).

Die staatliche Comisión Nacional de Zonas Francas ist verantwortlich für das Funktionieren der Freihandelszonen und für steuer- und arbeitsrechtliche Fragen. Die Gesetzesgrundlage für die den Unternehmen eingeräumten Vergünstigungen und Konditionen stellt das Außenministerium zur Verfügung. Zur Zeit werden allerdings  Gesetzesänderungen verhandelt, wie dieser Artikel aus La Prensa berichtet.
Dies ist eine interessante Studie zur Bedeutung der Maquila-Industrie der Internationalen Arbeitsorganisation OIT von 1998, die aber in vielen Hintergrundinformationen nach wie vor aktuell ist.

zonafrancaDie deutsche Gewerkschafts-Organisation labournet.de veröffentlichte jüngst einen Bericht über Gewerkschaftsarbeit innerhalb der Maquilas. Die Internetseite mujereshoy.com stellt ein Interview mit einer Maquilaarbeiterin zur Verfügung. Die britische NGO CAWN hat eine Studie zu Arbeitsbedingungen in den Maquilas erarbeitet, insbesondere werden Hygiene und Arbeitssicherheit behandelt. Zum gleichen Thema veröffentlichte im Juli 2004 maquiladie nicaraguanische Nichtregierungsorganisation MEC eine Studie. Das Movimiento Maria Elena Cuadra MEC arbeitet seit langer Zeit mit den Maquila-Arbeiterinnen, macht Öffentlichkeits-, Bildungs- und politische Lobbyarbeit. In der internationalen Clean Clothes Campaign werden immer wieder weltweit die Arbeitsbedingungen der Frauen in den Freihandelszonen thematisiert. Die sozialwissenschaftliche Zeitschrift envío veröffentlichte vor kurzem eine Fallstudie zur Freihandelszone in Sébaco. 

   
Kaffee

caféEtwa seit Beginn des neuen Jahrtausends ist der Kaffeepreis auf den internationalen Märkten in die Knie gegangen. Die Einnahmen von 170 Mio. US$ aus der Kaffeernte im Jahr 2000 fielen auf 31,7 Mio. US$ zur Ernte 2001/2002. Die Preise mögen sich in 2005 erhohlt haben, die strukturelle Kaffee-Krise in Nicaragua aber bleibt:


Kaffee ist nicht nur traditionelles Exportprodukt Nicaraguas, sondern Teil der Lebenskultur der Menschen im Norden des Landes. Der Kaffeeanbau gibt Zehntausenden von Familien, ob nun von Kleinproduzenten oder Tagelöhnern, Lohn und Brot - und bisher auch Lebensperspektiven. Dies scheint nun endgültig vorbei. In Nicaragua erreichte der auf dem Markt erzielbare Preis in den letzten Jahren zeitweise nicht einmal mehr die Produktions-, also auch Erntekosten, so dass die Eigentümer den Kaffee lieber an der Pflanze verkommen als ihn ernten lassen. Hungermärsche und Migration in die Städte sind die Folge. Die Regierung reagiert vorgeblich, besitzt aber kein Konzept zur Lösung des Problems. Auch wenn die Weltmarktpreise seit 2005 wieder gestiegen sind, und die nicaraganische Kaffeewirtschaft mit der sog. Taza de Excelencia ein Instrument zur Exportförderung und Preissteigerung für Gourmetkaffees eingerichtet hat, so bleibt doch das Schicksal des Kaffees und der Menschen, die von ihm Leben, mindestens ungewiß. Ein Artikel der Zeitschrift envío gibt einen Überblick aus nicaraguanischer Sicht. Diese Studie von Oxfam beschreibt die sozialen, ökonomischen und politischen Implikationen der Krise des Kaffees. Das Informationsbüro Nicaragua hat diesen Artikel zum Thema Kaffeekrise und den Möglichkeiten des "Fairen Handels" veröffentlicht. Und hier noch ein Essay der Washington Post zur Krise des Kaffeesektors in Nicaragua. Hier schließlich finden Sie als pdf-Dokument die Weltbank-Studie "Dealing with the Coffee Crisis in Central America".

Migration

remesasEtwa ein Fünftel der nicaraguanischen Bevölkerung lebt im Ausland. Die Überweisungen ("remesas") übersteigen mit ca 1,2 Mrd. US-Dollar in 2006 die gesamten Deviseneinnahmen der nicaraguanischen Volkswirtschaft bei weitem und machen mehr als 16% des PIB aus (Vergleich: El Salvador: 13,8%; Quelle: Weltbank). Lesen Sie diesen einführenden Artikel über die Bedeutung der remesas.

Die deutlich über 1 Million Menschen leben - viele von ihnen illegal - etwa zu gleichen Teilen in Costa Rica und in den USA. In Studien antworten regelmäßig fast 40% der Befragten, dass sie eine Auswanderung in Erwägung ziehen.

Auf der Internetseite der Internationalen Arbeitsorganisation ILO findet sich eine interessante Studie über Hintergründe und neueste Trends im Bereich Migration in Mittelamerika. Dieser Artikel der nicaraguanischen Zeitschrift envío gibt einen guten Überblick über die soziale und ökonomische Bedeutung des Themas.

Die nicaraguanische NGO Instituto de Estudios Nacionales IEN hat eine ambitionierte und spannende Studie zur Frage von Migration und Verwendung der Rücküberweisungen (remesas) erarbeitet. Einem Beispiel der salavorenischen oder mexikanischen Gemeinde  in den USA folgend, finden sich nun auch Exil-Nicaraguaner für soziale Projekte im Hematland zusammen. Dieser Aufsatz des Informationsbüro Nicaragua beschäftigt sich insbesondere mit den sozialen Auswirkungen im Herkunftsland. Der regionale Zusammenschluss der Caritas, CAMEXPA, engagiert sich in hohem Maße für die Rechte und Belange der Migranten.
      
hipermercadoDer Bericht eines Symposiums von CEPAL zum Thema verdeutlicht auf überschaubare Weise die Tragweite des Themas Migration für Mittelamerika. Im so genannten "Proceso  Puebla", einem vor einigen Jahren von den USA initiierten gemeinsamen Konsultativprozess der Staaten Nord- und Mittelamerikas, werden gemeinsame politische Strategien und Ziele vereinbart, Konferenzen abgehalten und Studien in Auftrag gegeben. Das Hauptziel ist die Harmonisierung der Migrationspolitiken in der Region und eine Kontrolle der Migrationsbewegungen. Eine eigene Internetseite berichtet über die Treffen, Inhalte und Politikfelder dieser ständigen Regionalkonferenz zur Migration. Die IOM (International Organisation on Migration) unterhält das Sistema de Información Estatística sobre las Migraciones en Centroamérica mit umfangreichem Datenmaterial. Die nicaraguanische Mesa del Migrante ist eine Art Runder Tisch zum Thema.

Dies ist die Internetseite des für seine Klientel recht engagierten nicaraguanischen Konsulats in Miami.


Tourismus

der Tourismus spielt eine noch (!) vergleichsweise geringe Rolle im Land. Einige Projekte der EZ setzen auf die Entwicklung von Projekten mit sanften Tourismus, Eigentümer sind  jedoch auch hier meist ausländische Investoren oder Mitglieder der dollarstarrenden Geldelite des Landes, die Bevölkerung profitiert praktisch nicht von diesen oft hochgelobten Projekten. Der herkömmliche Tourismus mit Cocktail schlürfen, Badeferien im Ressort oder Adventure Reise mit Affen gucken und Seilhüpfen werden hauptsächlich angeboten - zu dieser neokolonialen Inwertsetzung nicaraguanischer Naturverhältnisse erspare ich mir die link-Suche.

Dennoch steigt die Zahl der - auch mittelamerikanischen - Reisenden von Jahr zu Jahr.  Im Vergleich zu Costa Rica oder Guatemala ist der Tourismus zwar ein Mauerblümchen, die Einnahmen durch Tourismus steigen aber jährlich: neben den Remesas sind sie Hauptquelle für Devisen, 2005 lagen sie bei 186 Millionen US-Dollar.

Ein Reisebericht der Deutschen Botschaft in Managua über Tourismus in Nicaragua.
Dies sind Statistiken zum Tourismus in Nicaragua des staatlichen Tourismus-Instituts.

 

Handel, Investition und Entwicklung

corintoDie Einkünfte zum Bruttoinlandsprodukt teilen sich in etwa: Landwirtschaft: 21%; Industrie: 25%; Dienstleistung: 54%.

Nicaragua ist seit der Kolonisierung ein Agrarexportland, die wichtigsten Agrarprodukte sind: Kaffee, Bananen, Zuckerrohr, Baumwolle, Reis, Korn, Tabak, Sesam, Soja, Bohnen, Rindfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel.


Dies ist die Seite des einflußreichen "Hohen Rats der Privatwirtschaft Nicaraguas" COSEP. Einen nicht unwesentlichen Anteil an Entwicklungspotentialen Nicaraguas wird im internationalen Handel und möglichen Investitionen gesehen.
Dies ist die Aussenhandelsstatistik 2004/2005 und hier finden Sie daten zu den Agrarexportgütern Nicaraguas.
Einen kurz gefassten Überblick über Auslandsinvestitionen und öffentliche Nettozahlungen an Nicaragua bekommen Sie auf der Seite von Field Visits .
Das nicaraguanische Zentrum für Export und Investition versucht, diese zu fördern. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Markbericht auf iXPOS, dem Aussenhandelsportal des deutschen Wirtschaftsministeriums, und auch die Seite der deutsch-nicaraguanischen Industrie- und Handelskammer.
Dies ist die Seite des International Trade Centre INTRACEN mit Daten zu Nicaragua.


Bilaterale und  multilaterale  entwicklungspolitische Aktivitäten:



casa pellas


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alle Links in diesem Abschnitt, falls sie nicht anders gekennzeichnet sind, führen auf deutschsprachige
Internetseiten
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Dies ist der Bericht der (Bolanos-)Regierung zur EZ in Nicaragua 2004

Eine international zusammengesetzte Geberkonferenz plant und koordiniert seit etwa 10 Jahren die internationale EZ. 2003 tagte die Geberkonferenz erstmals in Nicaragua selbst.

Nicaragua ist das Land in Mittelmerika, das die höchste Summe öffentlicher EZ-Gelder (ODA) bekommt. Im Jahre 2001 waren das insgesamt 928 Mio US$. Zwei Drittel der öffentlichen Investitionen der Regierung werden durch EZ-Gelder finanziert. Die internationalen EZ Mittel entsprechen etwa einem Drittel des Haushalts: 550 US Dollar.
Allein innerhalb der EU (vor der Erweiterung im Jahr 2004) waren 10 Länder in Nicaragua engagiert. Zu Beginn also ein Überblick über Geber und Nehmerländer von ODA in Lateinamerika/Nicaragua (klicken Sie dazu zunächst am linken Rand auf "Estadísticas" und dann auf den gewünschten Link). Ein anderer Anbieter der gleichen Daten ist das Center for Global Development , vielleicht etwas übersichtlicher. Die Internetseite Development Gateway präsentiert Ihnen die wichtigsten (?) EZ-Vorhaben im Land.

Die nicaraguanische Regierung stellt zwei Datenbanken zur Verfügung: Daten über die offizielle internationale EZ und Daten über die Aktivitäten der internationalen NRO - letztere ist allerdings alles andere als vollständig.

Die Zeitschrift "envio" veröffentlichte in 2006 einen dankenswerten Artikel zum Thema Internationale Kooperation und deren Erfindung der sog. "Zivilgesellschaft" - ein must für jeden, der in Nicaragua Entwicklung zu betreiben denkt!!


Aktuell: Konfusion in der Geberlandschaft

Bis dato schienen in Nicaragua die Aktivitäten der Gebergemeinschaft - trotz einer Unzahl von Akteuren - recht übersichtlich. Neben der abgestimmten EZ über die Geberkonferenz bekam Nicaragua lediglich noch reichlich Mittel aus Taiwan für Entwicklungsprojekte, im Gegenzug erkennt Nicaragua Taiwan (eine aus Chinas Sicht abtrünnige Provinz) in der UN an und stimmt im Zweifelsfall für dessen Interessen.

Ortega hat nun zwei weitere Geber hinzubekommen, Iran und Venezuela. Deren Aktivitäten und Mittel werden finanziell und politisch von größter Bedeutung sein - vollkommen unabgestimmt in der Geberkonferenz und politisch natürlich ein gewichtiges Pfund für künftige Verhandlungen mit dem IWF. Venezuela geht soweit, Nicaragua eine Raffinerie zu bauen und - in gute Teilen - zu übereignen, ausserdem wird Venezuela die Menge Öl, die bislang in Nicaragua verbraucht wurde - 17 000 Barrel täglich - liefern -. zum halben Preis!
Der Geldsegen schenkt Ortega neuen Spielraum und Möglichkeiten, seine Regierungszeit durch viele poitive Projekte zu vergolden - erkauft wird dies durch die Abhängigkeit von Regierungen, die 1. natürlich eigene Interessen verfolgen und 2. international z.Zt. eher im Seitenaus stehen.


Millenium Development Goals MDG


Nach Angaben der FAO töten Hunger und Unterernährung in Nicaragua jährlich 6 Millionen Kinder. Auf nationaler Ebene stieg die Unterernährung von 20% 2000 auf 28% im Jahre 2006 (El Nuevo Diario, 18.10.06). Niemand in Nicaragua spricht von MDG.

Ende 2005 fand in Managua eine Konferenz statt, die den Stand der MDG in Nicaragua aufnehmen und für weitere Umsetzung werben sollte. Das Ergebnis, von dem die NRO Centro Humboldt berichtet, ist fatal: Es gibt praktisch keine nennenswerten Projekte und Maßnahmen seitens der Regierung, die MDG zu erreichen. Zur Verfügung gestellte Mittel werden kaum abgerufen, die Staatskasse ist ohnehin leer und bleibt darüber hinaus durch die hohe interne Verschuldung kaum handlungsfähig.
Die Konferenz kam zu dem Schluss, es sei "wenig wahrscheinlich", dass Nicaragua die MDG oder einzelne von ihnen noch bis 2015 erreichen wird können. Ähnlich urteilt der Generalsekretär des Wirtschaftskommitees von CEPAL, Jose Luis Machinea (La Prensa, 27.8.05).

Dies sind die offiziellen Zahlen zum Fortschritt der MDG, veröffentlicht von der UN, und hier eine vergleichende Übersicht über Fortschritte bei den MDG.


Bundesdeutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ)

Nicaragua ist Schwerpunktland für die deutsche EZ. Deutschland ist der fünftgrößte Geber in Nicaragua. In 2006 lag die ODA aus Deutschland bei 8,17 Mio Euro (Quelle: BMZ). Dies ist die aktuelle Übersicht (2006) der bilateralen EZ-Vorhaben in Nicaragua - staatlich und nicht-staatlich.

Das BMZ hat 2005 den 2-Jahres Rhytmus der Regierungsverhandlungen auf einen 3-Jahres-Rhytmus umgestellt. Diese Entscheidung muss auch als Reaktion auf die staatliche Krise des Landes gesehen werden: neue Finanzierungszusagen sollten erst nach einer erhofften Stabilisierung der Regierung nach den Wahlen Ende 2006 erfolgen.

Die Finanzierung der bundesdeutschen EZ wird komplett auf Budget-Finanzierung umgestellt, d.h. die EZ Mittel fließen in Zukunft in einzelne Haushaltstitel im Haushalt Nicaraguas ein. Für die Umsetzung werden die nicaraguanischen staatlichen Institutionen verantwortlich. Dies ist ein neues Verfahren, man erhofft sich mehr Transparenz und mehr Eigenverantwortlichkeit.

Schwerpunkte der bundesdeutschen EZ in Nicaragua sind:

  • Dezentralisierung und Demokratieförderung
  • Nachhaltiges Ressourcenmanagement, hier insb.Trink- und Abwasser

Nicaragua ist für die deutsche EZ Schwerpunktland. Die Zweijahreszusagen der deutschen EZ beliefen sich 2002/2003 auf 25 Mio Euro. Bei den Regierungsverhandlungen 2004 wurden 24,5 Mio Euro zugesagt.

Eine Übersicht des BMZ der bilateralen ODA. Bitte durchsuchen Sie auch die Internet-Seite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ: klicken Sie diesen Link an und geben Sie im Suchfenster "Nicaragua" ein. Oder lesen Sie die allgemeinen Ziele und Schwerpunkte des BMZ in der Region nach.
Die GTZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) ist in Nicaragua die wichtigste Institution der deutschen EZ und TZ. Hier eine Übersicht über die GTZ-Aktivitäten und Projekte im Land. Im Folgenden finden Sie die links zu den entsprechenden regionalen Aktivitäten der KFW, des daad, des ded und der CIM (u.U. müssen Sie auch bei diesen Links noch das Suchwort "Nicaragua" eingeben). Das Auswärtige Amt berichtet über weitere Aktivitäten Deutscher Institutionen in Nicaragua. Dies schließlich ist der Link zur sehr verbesserten neuen Homepage der Deutschen Botschaft in Managua.

Ein kritischer Artikel zu einzelnen Vorhaben bundesdeutscher EZ erschien jüngst in der Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika ila.


Deutsche Stiftungen

Friedrich-Ebert-Stiftung
Friedrich-Naumann-Stiftung
Konrad-Adenauer-Stiftung
Rosa Luxemburg-Stiftung (nicht direkt in Nicaragua vertreten)
Heinrich-Böll-Stiftung (nicht direkt in Nicaragua vertreten)  
Hans-Seidel-Stiftung (nicht direkt in Nicaragua vertreten)


Internationale Bilaterale EZ

Der Amtsantritt Ortegas hatte zunächst einige Unruhe bei den Gebern verursacht. Wie sich bald zeigte, war diese Unruhe grundlos, die Ortega-Regierung stellt offensichtlich einen verlässlichen Verhandlungspartner dar.

Auch die EU zeigte sich sehr erfreut, als Ortega trotz seiner Ankündigung, nicht mehr länger den Bestimmungen des IWF folgen zu wollen, sich bald nach Regierungsantritt mit dem FMI zu Verhandlungen zusammensetzte. Dies ist das Länder-Strategiepapier der EU zu Nicaragua. Ein Beispiel für das Verhältnis von politischer Konjunktur im Lande und die Reaktion der internationalen Geber finden Sie in der Reaktion der EU auf die aktuelle innenpolitische Krise. Hier finden Sie zwei Seiten  über die Aktivitäten der Europäischen Union in Mittelamerika . und die offizielle EU-Seite zu ihren Auslandsbeziehungen zu Nicaragua.

Über die österreichische EZ in Nicaragua (pdf; 120KB) können Sie sich hier informieren. Ein Besuch des Konsuls bei Ortega zeigt, wie überraschend gut das Verhältnis der neuen Regierung zu den Gebern ist.

Auf der Seite der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit werden Sie über die zahlreichen eidgenössischen Entwicklungsaktivitäten in Nicaragua informiert. Die schweizerische Entwicklungsagentur ist die Agencia Suiza para el Desarrollo y la Cooperación COSUDE .

Folgende Links führen Sie zu den EZ-Aktivitäten weiterer Länder:
USA (Botschaft in Managua) und USAID in Managua .
Kanada
Spanien und die einzelnen spanischen Comunidades Autónomas  
Dänemark (geben Sie bitte "Nicaragua" in die Suchfunktion)
Schweden
Norwegen
dazu die umfangreichen Tätigkeiten Japans (EZ-Zahlen und EZ-Aktivitäten ).
 

Multinationale EZ

Die multinationalen Geberorganisationen Nicaraguas finden Sie hier im Überblick.

Neben einer Vielzahl weiterer internationaler Organisationen und Institutionen, die in Nicaragua ihre Büros unterhalten, ist bspw. auch das World Food Programm mit einer Vertretung in Nicaragua, ebenso wie das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP , das Bevölkerungspolitische Programm der UN UNFPA ,
die International Organization on Migration IOM ,  die Food and Agriculture Organization FAO und das Kinderhilfswerk UNICEF der Vereinten Nationen.
Dies ist die Seite der Organisation Amerikanischer Staaten OEA in Nicaragua.


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