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Niger
Seite 5: Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Flagge Niger

©3dflags.com

Einreise-und Aufenthaltsbestimmungen

Niger verfügt über zwei internationale Flughäfen: Niamey (zweimal wöchentlich) und Agadez (einmal wöchentlich während der Touristensaison von Oktober-März). Es gibt eine Vielzahl von Anbietern. Über die Einreisebestimmung informiert das Auswärtige Amt. Neben einem gültigen Reisepass braucht der Reisende für einen 1-monatigen Aufenthalt ein Visum und eine Gelbfieberimpfung. Ein Visum für ein bis drei Monate wird von der nigrischen Botschaft bzw. dem nigrischen Honorarkonsul erteilt und kostet 50 Euro. Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen und der Minengefahr wird von Reisen in den Norden des Landes abgeraten.

Wohnen und Versorgung

Häufig werden den Ausreisenden ein Wohnraum vom Staat Niger zur Verfügung gestellt oder im Falle, dass das nicht möglich ist, von der Entsenderorganisation angemietet. Der Standard kann unterschiedlich sein, ist aber im allgemeinen hoch. Es gibt dort die Möglichkeit Tiere zu halten, oder sich einen Gemüsegarten anzulegen. Grundstücke sind von einer ca. 1,50 - 2 m hohen Mauer umgeben, welche zur Respektierung der Privatsphäre dient. Kühlschränke, Gasherde und Möbel können damit problemlos vor Ort gekauft werden. Türen und Fenster sollten mit Moskitogittern versehen werden. Die Netzspannung beträgt wie in Deutschland 220 Volt/50 Hertz. Stromabschaltungen kürzerer Dauer kommen vor. Wasser aus der Versorgung ist insgesamt fast störungsfrei verfügbar, wenngleich dies auch örtlich differieren kann. Im Stadtzentrum von Niamey gibt es zwei "richtige" Supermärkte mit Fleisch/Wurst/Käsetheke und fast allem, was man an Lebensmitteln braucht. Ansonsten kann man in einem der vielen kleinen Läden einkaufen. Lebensmittel, Obst, Gemüse, Hausrat und Kleidung findet man auf den Märkten oder den dezentralen Verkaufsständen in den Wohnvierteln. Im Laden "Tout pour la Femme et l'Enfant" gibt es Haushaltswaren, Kinderkleidung und Spielsachen europäischen Standards. In Zinder ist Auswahl und Qualität der angebotenen Waren zufrieden stellend. Kühlprodukte sind nur begrenzt vorhanden. Die Einkaufsmöglichkeiten in Diffa decken den Grundbedarf. Gemüse und Salat gibt es nur zwischen Dezember und März. 

Geld und Geldtransfer

Der Geldtransfer funktioniert vor allem in der Hauptstadt problemlos. In Niamey gibt es die Möglichkeit über Reisechecks, Geld in FCFA umtauschen zu lassen. Dem aktuellen Wechselkurs zufolge ist 1 Euro = 655,957 CFA Franc.

Reisen, Transport und Verkehr

Die Hauptverkehrsachsen ist die Süd-Nordachse (Niamey-Agadez-Teneréwüste) bzw. die Nord-Ostachse (Niamey-Zinder-Diffa-Tschadsee). Es gibt über 10.000Km Allwetterstrassen, wobei aber nur 800 Km befestigt sind. Viele Nebenstrassen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Tankstellen sind selten und man sollte daher bei langen Strecken immer genügend Benzinkanister mit sich führen. Zwischen den größeren Orten gibt es relativ gute Busverbindungen. Hotelzimmer sind schwer zu bekommen und sollten daher immer im voraus gebucht werden. Folgende Hotels sind zu empfehlen:

Hotel Gaweye (Niamey) Grand Hotel (Niamey) Hotel Terminus (Niamey) Les Rôniers (Niamey) Tatayi (Niamey) Auberge Tess (Agadez),  Auberge d'Azel (Agadez).

Bei Reisen in die Wüste gibt es die Auswahl. An die 50 Reiseagenturen befinden sich in Agadez, mit denen Sie Kontakt aufnehmen können. Hier folgt eine zuverlässige Auswahl

Urlaubsziele und Ausflüge sind Niamey und Umgebung (Nationalmuseum, Pirogenfahrt auf dem Niger, Markt in Ayerou), der Nationalpark W, Agadez (Knotenpunkt der Händler und malerische Tuareg-Hauptstadt), das Massif-Gebirge Air und Timia Oase, die Ténérewüste und das Erg Bilma, und im Osten Zinder (ehemalige Hauptstadt), Diffa und die Wüste um den immer weiter austrocknenden Tschadsee. Weitere Auskünfte bekommt man über das Tourismusministerium und Reiseführern.

Sicherheit für Ausländer

Die Sicherheitslage hat sich seit Juli im Niger wesentlich verschlechtert. Im Norden des Landes wurden alle deutschen EntwicklungshelferInnen abgezogen. Prinzipiell sei immer davor gewarnt, sich unabhängig und alleine auf den Weg zu machen. Es ist immer gut in Begleitung Einheimischer zu sein, die einerseits die jeweilige Gegend gut kennen, aber auch Gefahren richtig einschätzen können. Vor allem die Sicherheitslage im Norden und Osten des Landes ist durch die gegenwärtigen politischen Anspannungen gefährdet. 

Bitte nehmen Sie auch Kontakt auf mit der deutschen Botschaft in Niamey. Von Überlandfahrten nach Anbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Das Verkehrsrisiko ist nicht zu unterschätzen.

Gesund bleiben

Für den Niger ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Um sich über die spezifischen Krankheiten zu informieren empfiehlt es sich, das Tropeninstitut der Universität München zu kontaktieren.

Telekommunikation, Internet

TelefonsymbolTelefonieren nach Niger:
Zur Zeit günstigstes Angebot: 0,10 Euro / Minute,
ansonsten aber auch mit der skype-software (0,14 Euro) .

Telefoncenter
Telefoncenter in Agadez, © Bettina Haasen

Um in Niger zu telefonieren, bzw. eine Telefonleitung legen zu lassen oder Tarife zu vergleichen, gehen Sie bitte zu SONITEL.  In der Hauptstadt und größeren Städten (Agadez, Zinder, Diffa) gibt es jeweils eine Post. Die Korrespondenz wird immer an ein Postfach adressiert. Luftpost nach Europa kann bis zu 2 Wochen dauern. Internationale Telefonate können in jedem Hotel oder aber auch in den sogenannten Telecentre geführt werden. Die Landesvorwahl ist +227. Heute ist fast in allen kleinen Ortschaften ein Telefonat über Festnetz möglich. Der Hauptanbieter ist Sonitel. Gespräche nach Europa sind fast günstiger mit den privaten Anbietern zu führen (Celtel, Telecel). Pre-paid Karten werden an allen Telefonzentren, Kiosken und auch Strassenecken zum Verkauf angeboten. Auch der Zugang zum Internet hat sich erheblich verbessert. Aber nicht jedes Internetcafe ist mit Breitbandtechnologie ausgestattet und so kann es erhebliche Unterschiede beim Aufbau der Internetseite geben.

Nützliche Adressen

Forschungsinstitute  in Niamey ansässig

Literaturtips (eine Auswahl...)

  • Kauderwelsch Hausa / Tamasheq Wort für Wort, Hannelore Vögerle, 1995
  • Herren und Sklaven. Zur Frage der kolonialen Sklavenpolitik in Französisch-Westafrika, von Georg Klute, 1995
  • Herrschaft über Bauern, von Gerd Spittler, 1978
  • Dürren, Kriege und Hungerkrisen bei den Kel Ewey, Gerd Spittler, 1989
  • La décentralisation au Niger: le cas de l'Air, Aboubacar Adamou/Andre Bourgeot, 1999
  • Christentum und Islam. Ein neuer Dialog des Handelns, Erhard Brunn, 2006
  • Westlich der Kälberleine, nomadische Viehhaltung und naturkundliches Wissen bei den Wodaabe in Südostnigers, Nikolaus Schareika, 2003
  • Les sociétés touaregues, Andre Bourgeot, 1995
  • Strateginnen der Stärke, Eine Studie über afrikanische Entwicklungshelferinnen in Niger, Iris Schöninger 199
  • Geboren mit Sand in den Augen, Mano Dayak, 1998
  • La problématique de la démocratie en Afrique Noire, Jean-Francois Bayart, 1991
  • Les sociétés songhay-zarma, Jean Pierre Olivier de Sardan, 1984
  • Chambres toujours occupées, vues à l'intérieur de l'hôtel Sahara, Bettina Haasen, 2005
  • Entwicklungshilfe und ihre Folgen. Ergebnisse empirischer Untersuchungen in Afrika, Thomas Bierschenk/ Georg Elwert, 1993
  • Reise und Entdeckungen in Nord- und Zentralafrika, 1858, Heinrich Barth
  • Die Enkel der Echse, Désirée von Trotha, 2000
  • Les Peuls Nomades, Marguerite Dupire 1996
und und und....

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Letzte Änderung 01.04.2008. Copyright © 1998 - 2008, InWEnt gGmbH


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