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P h i l i p p i n e n
Seite 1: Landesüberblick & Naturraum

Übersichtskarte
Südostasien

Übersichtskarte SOA

Möchten Sie einen Blick auf eine größere Karte werfen, einen geographischen Eindruck gewinnen oder sich die Verwaltungsregionen anschauen?

Möchten Sie einen Blick auf ethnologische Karten zum Thema Sprache werfen?

Wikipedia zeigt Karten aller Regionen und verlinkt zu weiterführenden Informationen über die darin liegenden Provinzen.

Eine Übersicht an Karten zu Klima, Morphologie der Erdoberfläche, Boden und Bewässerung sind bei der FAO zu finden.

Seismische und vulkanische Aktivitäten sind Bestandteil philippinischen Alltags:


Lage und Größe des Landes

Der Archipel der Philippinen liegt zwischen dem Südchinesischen Meer im Westen und dem Pazifik im Osten und wirkt so als Bindeglied zwischen Ost- und Südasien. Er ist der sichtbare Teil zweier sich übereinander schiebender Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Deshalb sind die Philippinen Teil des Rim of Fire, des Pazifischen Feuerrings, eines Kettengebirgsgürtels der für Vulkanismus und Erdbeben im Inselreiches verantwortlich ist.

Mit etwa 300.000 qkm ist die Landfläche der Philippinen etwas kleiner als die der Bundesrepublik (350.000 qkm). Der höchste Berg ist der Mount Apo in Mindanao mit 2,954 Metern. Von den 7107 Inseln der Philippinen sind etwa 1000 bewohnt. Nur wenige mehr als die Hälfte von ihnen sind größer als 2,5 Quadratkilometer. Elf dieser Inseln machen 94 % der gesamten Landmasse aus. Luzon mit 105.000 m² und Mindanao mit 95.000 m² sind die größten der Inseln.


Impressionen

Möchten Sie als Erstkontakt zunächst einen Blick auf Fotos aus der philippinischen Vergangenheit werfen?

  • Old Pituresque Philippines


  • Pictures from Centuries Past


  • In " Harrys Diaschow" oder bei Peter Schickert können Sie sich aktuelle Fotos aus verschiedenen Regionen der Philippinen anschauen.

    Neben den verzaubernd schönen Anblicken der philippinischen Natur gibt es jedoch ebenfalls die leider nicht so seltenen Katastrophen, zu denen die BBC kurze Fotoreihen anbietet:
  • vom letzten Ausbruch des Mount Mayon,
  • von den Aufräumarbeiten nach dem letzten Typhoon,
  • von den Säuberungsbemühungen nach der Ölpest bei Guimaras, oder
  • den Folgen eines Feuers in einem Slum.


  • Natur, Architektur und Alltagseindrücke verbindet Jens Peters gelegentlich in seinen Aufnahmen von Manila bis in die Inselwelt.



    Grunddaten

    Wünschen Sie weitere systematische und doch vergleichsweise knapp gehaltene Hintergrundinformationen bzw. überblickartige Länderberichte zu den Philippinen? Sie finden sie in unterschiedlichen Ausprägungen bei den folgenden Quellen:



    Naturräumliche Gegebenheiten

    Die Philippinen sind von großer landschaftlicher Vielfalt. Sie bestehen aus 7107 Inseln, von denen etwa 800 bewohnt sind. Die Inseln stellen die Gipfelregion eines unter der Meeresoberfläche liegenden Faltengebirges dar. Als aufgetauchte Teile - ehemals zusammenhängender, durch spätere Einbrüche stark aufgelöster - submariner Gebirgsketten werden die Inseln von etwa 100 Vulkanen überragt. Von diesen sind derzeit noch 21 aktiv, wie beispielsweise der Mount Apo (2.954 m) auf Mindanao sowie der Mount Pulog (2.928 m) und der Mount Pinatubo (1.475 m) auf Luzon, weshalb Erdbeben wie Vulkanausbrüche vorkommen.

    Die Inseln Palawan und Mindoro bilden den eigentlichen geographischen Kern dieses Inselsystems, das sich in drei geographische Großräume gliedert:
    • die größte und wirtschaftlich dominierende Insel Luzon, zusammen mit Mindoro und Masbate im Norden und Palawan im Westen;
    • Mindanao mit den Suluinseln im Süden und
    • die Inselwelt der Visayas mit den sechs Hauptinseln Panay, Negros, Cebu, Bohol, Samar und Leyte in ihrer Mitte.
    Die größeren Inseln sind geprägt durch meist in Nord-Süd-Richtung verlaufende, Gebirgsketten, durch sanft geschwungenes Hügelland, das leider auf Grund des Raubbaus an den Primärwäldern nur noch eine kärgliche Vegetation aufweist, und die Küstenebenen. Nur auf den großen Inseln Luzon, Minadanao, Negros und Panay findet man größere Tieflandgebiete. Daher bilden die Mündungstrichter der zahlreichen, meist kleinen, Flüsse das bevorzugte Siedlungs- und Ackerland. Interessieren Sie sich für Impressionen und unterschiedlichste Informationsangebote zu den drei wesentlichen Inselgruppen des Landes: Luzon, den Visayas und Mindanao?

    Bodenschätze

    Die wichtigsten Bodenschätze der Philippinen sind Eisenerze, Chrom, Kohle, Kupfer, Nickel, Gold, Silber, Quecksilber, Asbest, Gips, Erdöl und Erdgas.


    Klima

    Das philippinische Klima ist tropisch und stark von regenbeladenen Monsunwinden beeinflusst, die zwischen Mai und Oktober vornehmlich aus Südwest und von November bis Februar aus Nordost wehen. Die Jahreszeiten bestehen aus Trockenzeit und Regenzeit.

    Die westlichen Küstenregionen haben markant ausgeprägte Trocken- und Regenzeiten. Hier beginnt die Trockenzeit meist im Dezember und endet im Mai. Von Dezember bis Februar ist kühl, ab Ende Februar wird es sehr schnell zunehmend heißer. Die angenehmste Jahreszeit fällt in die Monate November bis Februar. Die Luft ist nachts kühl und belebend, die Tage sind sonnig und nicht zu warm. Während der heißen Periode der Trockenzeit reifen die Temperaturen - vor allem in den Städten - an die 40 Grad heran. Mit zunehmender Höhe wird es kühler, was in der Winterzeit natürlich auch bedeutet, dass die Temperatur dort auch auf 6 Grad absinken kann. Die Temperauren bleiben übers Jahr gesehen von Nord nach Süd relativ konstant, das Jahresmittel liegt bei etwa 27 Grad.

    Ab Mai kann die Regenzeit beginnen und normalerweise bis November anhalten. Die Unterschiede bezüglich der Niederschlagsmenge während der Regenzeit variieren im Land erheblich in Menge und Häufigkeit. In den letzten Jahren, möglicherweise durch den Klimawandel bedingt, "weichen" diese Muster etwas auf und es regnet auch zu für die Philippinen völlig ungewohnten Zeiten. Die Regenzeit verlängert sich und die Trockenzeit verkürzt sich je mehr man sich nach Osten bewegt. Der stärkste Regen fällt an der Ostküste, der geringste in den Central Visayas, Central Mindanao und südwestlich im Sulu-Archipel.

    Zwischen Juni und Dezember ziehen - zumeist aus Südost - Taifune über den Archipel. Die Taifune nehmen in ihrer Häufigkeit von Süd nach Nord zu, ihre Anzahl liegt etwa 25 je Saison. Während Mindanao in der Regel nicht von Taifunen betroffen ist, sind leiden die Regionen Samar, Leyte, Quezon province und die Batan Islands am heftigsten.

    Klimadaten von neun - über das ganze Land verteilten - philippinischen Städten können eingesehen werden.


    Umwelt und ökologische Probleme

    Die Philippinen beherbergen eines der artenreichesten Öko-Systeme der Welt, das jedoch äußerst bedroht ist. Abholzung, Zerstörung der Korallenriffe, Überfischung und damit Verringerung des Fischbestandes, sehr starke Luft- und Wasserverschmutzung sind die Konsequenzen von rasantem Bevölkerungswachstum, Siedlungsdruck und kaum gebremstem Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Diese Übernutzung sowie fehlende Schutzmaßnahmen führten in den vergangenen dreißig Jahren und führen auch heute noch zu einer drastischen Verschlechterung des Zustands der philippinischen Umwelt.

    Die Regierung reagierte darauf mit einer Reihe relativ moderner und ambitionierter Umweltgesetze zum Schutz des Regenwalds, der maritimen Ressourcen, der Reinhaltung von Luft, Wasser und der Abfallbehandlung. Allerdings lässt die Durchsetzung der Regeln zu wünschen übrig. Wie leider auch in anderen Handlungsfeldern, folgt einer fortschrittlichen Gesetzgebung nicht unbedingt eine angemessene Umsetzung eben dieser Gesetzgebung.

    Im Folgenden informiere ich Sie über eine Reihe von - zumeist - Nicht-Regierungsorganisationen, die sich verschiedener Themen im Umweltsektor angenommen haben.

    Das Center for Alternative Development Initiatives (CADI) informiert zur philippinischen Agenda 21.

    Ebenfalls von der Agenda 21 ausgehend, finden Sie im Länderprofil von PopPlanet Zugang zu Aspekten sozialer, ökonomischer, institutioneller Resourcen sowie weiteren Umweltthemen und informativen links.

    Bei der UN Division for Sustainable Development finden Sie den Landesbericht 2002 vom Johannisburg Gipfel sowie eine linkliste der Agenda 21: "Themen von A bis Z". Es liegen ebenfalls eine Reihe nationaler Berichte zu einzelnen Themen nachhaltiger Entwicklung (z.B. Sanitation, Freshwater) vor.

    HARIBON ist im Umweltsektor seit 1972 tätig und damit eine der ältesten philippinischen Nichtregierungsorganisationen, die für die Bewahrung natürlicher Ressourcen kämpft.

    Das International Institute of Rural Reconstruction(IIRR) entwickelt Materialien für Ausbildung und Erziehung in Umweltfrage. Das IIRR konzentriert sich dabei auf Probleme der Entwaldung, der Bodenerosion, des Mangels an Brennmaterialien sowie des genetischen Ressourcenmanagements. Es entwickelt ebenfalls nachhaltige Maßnahmen zur Nahrungssicherheit.

    Das Legal Rights and Natural Ressources Center, Inc. (LRNRC) beteiligt sich aktiv an der Lobbyarbeit zum Thema Wald. Es bemüht sich ebenfalls um die Anerkennung traditioneller Methoden der Landnutzung und des Managements der Ökosysteme.

    Das Institute of Popular Democracy kommentiert die Entscheidung des Obersten Verfassungsgerichtes zur Rolle ausländischer Firmen beim Abbau von Bodenschätzen.

    Das Philippine Rural Reconstruction Movement (PRRM) plant und implementiert integriertes, nachhaltiges, gemeindebezogenes Umweltmanagement. Schwerpunkte sind u.a. nachhaltige Landwirtschaft, Fischereitechnologie, sowie die Sicherung nationalen und internationalen Informationsaustausches.

    Pusod Pilipinas hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit der früheren Babilonia Wilner Foundation fortzusetzen und für Verständnis und Schutz philippinischer Ökosysteme zu sorgen.

    Das Philippine Center for Investigative Journalism lädt ein, drei Kapitel eines Buches von Marites Danguilan-Vitug online nachzulesen: "Power from the Forest", in dem sie auf die verschiedenen Problematiken der Entwaldung eingeht:
    In " Childhoods of Pain" setzt sich das PCIJ mit einem Thema auseinander, das durch den Abzug der US-Militärbasen entstand:  den dort - durch die giftigen Hinterlassenschaften des amerikanischen Militärs - erkrankten philippinischen Kindern.

    Ein weiteres Thema des PCIJ in " Saving Sorsogon" ist die Bedrohung und Zerstörung einer wunderbaren Küstenlandschaft mit ihrem spektakulären Unterwasserleben durch Bergbau und Überentwicklung.

    Die Convention on Biological Diversity informiert Sie über Philippine Biodiversity im Rahmen nationaler Berichte, Strategie- und Aktionspläne.

    Bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien - wie Geothermie, Wind- und Wasserkraft - haben die Philippinen eine führende Rolle in Südostasien übernommen, wie die Bundesagentur für Außenwirtschaft zu berichten weiß.

    Die Weltbank bietet mit ihrem Philippine Environment Monitor 2003 eine umfassende Studie (pdf-Datei) zur Wasserqualität an.

    Weitere umfassende online-Ressourcen zu Umwelt- und Gesundheitsthemen finden Sie im Landesprofil für die Philippinen.

    Sozialgeographische Gegebenheiten

    Die oben erwähnten Gebirgszüge finden sich in etwa zwei Dritteln des Landes und machen das Landesinnere oft schwer zugänglich. Deshalb konzentriert sich die Bevölkerung zumeist auf die Küstenebenen und die intramontanen Becken. Die meisten Menschen leben bzw. lebten entlang der Küsten, wo ihnen der Zugang zum Meer lange Zeit eine Grundlage ihrer Nahrung durch etwa 2000 verschiedene Fischsorten bot. Letztere sind jedoch in Menge und Vielfalt durch die Überfischung nicht-philippinischer kommerzieller Fangflotten und die Zerstörung der Korallenriffe sehr gefährdet und bieten mittlerweile keine ausreichende Lebensgrundlage mehr. Da durch die Entwaldung auch der Grundwasserspiegel sehr gesunken ist, bietet auch für die Subsistenzlandwirtschaft kaum noch Perspektiven.

    Verkehrswege auf den 7107 Inseln bestehen aus meist reparaturbedürftigen Straßen oder Schotterpisten auf denen unterschiedlich sichere Busse verkehren. Entsprechend pendeln zwischen den Inseln unterschiedlich sichere Fähren und fliegen unterschiedlich sichere Flugzeuge.

    Flagge und andere nationale Symbole

    Nationalflagge

    Interessieren Sie sich für die Entstehungsgeschichte der philippinischen Nationalflagge und die Bedeutung ihrer Symbole?

    Nationalhymne

    Möchten Sie eine Instrumentalversion der Nationalhymne hören, sich dazu über ihre Entstehungsgeschichte informieren und außerdem ihre Lyrik in Tagalog oder in englischer bzw. spanischer Übersetzung nachlesen?

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