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P h i l i p p i n e n
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Wirtschaft |
Wirtschaftssystem & seine SektorenDie Präsidenten Aquino und Ramos hatten die vergleichsweise geschlossene philippinische Wirtschaft nach dem Ende der Marcos-Diktatur 1986 in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren geöffnet und liberalere Rahmenbedingungen für nachhaltigeres wirtschaftliches Wachstum geschaffen. Nach zögerlichem Beginn setzte Präsident Estrada diesen Kurs der Liberalisierung fort und verstärkte ihn noch. Nationale Opposition gegen diese Entwicklung und die Korruption in Regierungskreisen bremsten diese Entwicklung jedoch wieder. Grundsätzlich aber sind für die philippinische Regierung die in der Uruguay-Runde gemachten Zusagen sowie die Liberalisierungszusagen im Rahmen von ASEAN und APEC verbindlich. Die Wirtschaft der Philippinen basiert auf der freien Marktwirtschaft.Die wirtschaftliche Ausgangsbasis der Philippinen lag zu Anfang der 1960er-Jahre in der Lieferung von Rohstoffen (Kupfer, Gold, Chrom, Nickel, Eisenerz, Silber, Bauxit, Blei, Sulfur Zink, Molybdän und Quecksilber), ohne dass eine weitergehende wirtschaftliche Diversifizierung existierte. Das Land zeichnete sich damals durch eine hohe Bevölkerungswachstumsrate, einen niedrigen Verstädterungsgrad und durch einen hohen Anteil des primären Sektors, also Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau, an der Erwirtschaftung des Bruttosozialprodukts aus. Inzwischen zeigt das Bevölkerungswachstum in den Philippinen steil nach oben, die Wirtschaft diversifizierte sich: sowohl bei der Erwirtschaftung des BSP als auch in der Beschäftigungsstruktur erfolgt eine Verlagerung vom primären Sektor (Landwirtschaft) zum sekundären (industriellen) und tertiären (Dienstleistungssektor). Die Entwicklungsdynamik wurde von der Politik auf Industrialisierung, speziell in moderner Elektronik und im Bergbau, und vor allem den Dienstleistungssektor mit Schwerpunkt in der Kommunikation, ausgerichtet. Das Auswärtige Amt (AA) gibt prägnant und knapp Auskunft zur heutigen Wirtschaftsstruktur. Die Angaben des AA zu den Wirtschaftssektoren können noch aktualisiert werden: das BIP verteilt sich - im Jahr 2005 - folgendermaßen nach Wirtschaftssektoren: Wie wirtschaftete man in kolonialer und vorkolonialer Vergangenheit? Zum Abschluß dieses Teils ein kurzer Blick zurück in die Wirtschaftsgeschichte der vorspanischen und dann spanischen Zeit zeigt, wie damals auf der lokalen Basis der Barangays und später unter den Kolonisatoren im Encomienda-System gewirtschaftet wurde. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Wirtschaftsindikatoren, Analysen, StatistikenNEDA Economic Indicators - Aktuelle DatenDie National Economic and Development Authority (NEDA) bietet online interessante Einblicke in verschiedene landesweite, regionale Indikatoren: Über ihren developmental pulse können Artikel zu aktuellen Entwicklungen oder Datenblätter ebenso eingesehen werden, wie aktuelle wöchentliche wirtschaftliche updates abgerufen und als Excel-Tabellen heruntergeladen werden können. Vom Juni 2006 stammt die strategische Neugruppierung der 16 Regionen des Landes in vier "Supergruppen" (North Luzon, Metro Luzon, Central Philippines, Mindanao), die für die Planung von Investitionen vorgenommen wurde. Analyse der Wirtschaftslage / Weltbank Zugang zu umfassenden Weltbank-Informationen über die Philippinen finden Sie auf der Eingangsseite Philippinen. Die Weltbank informiert u.a. über - den aktuellen
Country Brief
- ihre aktuelle Country Assistance Strategy, - Daten und Statistiken, - related links. Zur Verfügung steht auch das Philippine Data Profile. Erste Schlüsselindikatoren für 2007 stehen bereits im Vergleich zu vorigen Jahren. Korruption Präsidentin Arroyo äußerte sich über Korruption als grundlegendem Übel ihrer Gesellschaft. Der Philippine Daily Inquirer dokumentiert in einer TAG-Sektion Aktuelles zum Thema "Corruption" und es wird deutlich, dass die Präsidentin in den Philippinen als wesentlicher Teil des Problems gesehen wird. Das Philippine Center for Investigative Journalism veröffentlicht einen vorläufigen Report von Omar Azfar und Tugrul Gurgur: "Decentralization and Corruption in the Philippines". Zu den Kosten von Korruption in den Philippinen veröffentlichte ASIAWEEK im Oktober 2001 einen Artikel. Als pdf-Dokumente können ein Report vom Mai 2000 zur Bekämpfung der Korruption, wie auch ein kürzlich erschienenes update heruntergeladen werden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
WirtschaftspolitikBei der NEDA können Sie die Grundlagen der Wirtschaftspolitik der Regierung Arroyo einsehen:Der letzte aktuelle Socio-economic Report zum Jahr 2005 gibt Auskunft, inwieweit die vorgegebenen MTPDP-Ziele erreicht werden konnten. Internationaler Währungsfonds Sie haben hier die Möglichkeit, sich über die Financial Position der Philippinen im IWFmit Daten vom 31.05.2007, die Transaktionen zwischen IMF und Philippinen (1984 bis 2001), sowie über aktuelle - auf die Philippinen bezogene - Vorgänge zu informieren. In einem Memorandum (1999) der philippinischen Regierung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) können Sie über strukturelle Reformen sowie die Wirtschafts- und Finanzpolitik des Landes nachlesen. Im Juli 1999 wurde nach Artikel IV der " IMF´s Articles of Agreement" beschlossen, jährlich bilaterale Konsultationen zwischen der Regierung der Philippinen und dem Internationalen Währungsfonds abzuhalten. Die wirtschaftliche, und insbesondere auch die finanzwirtschaftliche, Entwicklung des Landes und die diesbezüglichen Politiken sind Gegenstand der Gespräche. Die wesentlichen Aspekte des Beschlusses sind von dem Vorsitzenden des Executive Board in analytischer und statistischer Form zusammengefasst. Aktuelle Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem IWF-Index. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Produkte und ProduktionsweisenIm Folgenden sehen Sie eine Produktübersicht: Elektronische Produkte, Textilien, Kokosprodukte, Kupfer, Fisch Rohstoffe, Investitionsgüter, petrochemische Produkte Textilindustrie, pharmazeutische und chemische Industrie, Erdölverarbeitung, Holzindustrie, Nahrungsmittelindustrie, Produktion elektronischer Geräte, Fischverarbeitung Hauptanbauprodukte: Reis, Kokosnüsse, Mais, Zuckerrohr, Bananen, Ananas, Mangos Haupterzeugnisse aus der Viehzucht: Schweinefleisch, Rindfleisch, Eier Holz, Erdöl, Chrom, Nickel, Eisenerz, Bauxit, Kobalt, Silber, Gold, Kupfer, Salz, Sulfur, Zink, Molybdän und Quecksilber Wie stellt sich die Situation (Produktionsbedingungen, Produktionsweisen) in den einzelnen Wirtschaftssektoren dar? Landwirtschaftlicher Sektor Die Philippinen sind im wesentlichen ein Agrarland. Die Landwirtschaft leidet - neben Dürren - an geringer Produktivität und schlechter Infrastruktur. Wachstumsraten in der Landwirtschaft lagen 2002 bei 3,9 %, 2003 bei 3,2 % und 2004bei 4,9 %. Die landwirtschaftliche Nutzfläche liegt bei 42 %, was ca. 13 Millionen Hektarder gesamten Landfläche der Philippinen entspricht. Knapp unter 40 % der Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft tätig, 62% der Landbevölkerung hängen von der Landwirtschaft ab. Der landwirtschaftliche Sektor trägt 14,3 % zum Bruttosozialprodukt bei. Die Regierung will die landwirtschaftliche Produktion durch den verstärkten Anbau für den Export bestimmter hochwertiger Feldfrüchte steigern. Reis und Kokosnüsse zählen zu den größten landwirtschaftlichen Bereichen. Philippinische Kokosnüsse stellen die halbe Weltmarktware dar. Bananen, Mangos und Ananas sind weitere Früchte die angebaut werden. Besondere Probleme stellen die ungleichen Besitzverhältnisse an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche dar. Zu Fragen einer Landreform nimmt Ricardo Reyes von MODE Inc. Stellung. Lesen Sie zu diesem Thema auch den instruktiven Artikel von Niklas Reese zu Entwicklungen im konkreten Fall des Bondoc Development Programme: "Landreform statt Bauernkrieg". Weiter informiert die Civil Society Organization CADI über nachhaltige Entwicklung. Nicanor Perlas, CADIs Präsident, wurde - gemeinsam mit Walden Bello - mit dem Right Livelihood Award, dem sogenannten "Alternativen Nobelpreis", ausgezeichnet. Industrieller Sektor Der industrielle Sektor hat 2005 32,2 % Anteil am BIP und besteht vorwiegend aus veredelnder, weiterverarbeitender Produktion und Fertigungsprozessen: Nahrung, Getränke, Tabak, Gummi, Textilien, Bekleidung, Arzneimittel, Farben, Sperrholz/Furnierholz, Papier, Kleingeräte und Elektronik. Die Schwerindustrie ist beschäftigt mit der Herstellung von Zement, Glass, Industriechemikalien, Dünger, Eisen und Stahl, sowie raffinierten Petroleumprodukten. Industrieansiedlung geschieht in städtischen Räumen, vorwiegend in und um Manila und mit nur schwachen Verbindungen in ländliche Regionen. Unzureichende Infrastruktur, Transport- und Kommunikationsprobleme haben bisher schnelleres Wachstum im industriellen Sektor verhindert. Der weitaus größte Teil der philippinischen Industrien produziert für den Export und ist sehr kapitalabhängig. Die Philippinen sind eines der Länder der Erde mit den meisten Bodenschätzen. Im Bergbau wird der Wert noch unangetasteter Vorkommen auf eine Summe von 840 Milliarden Dollar geschätzt. Kupfer-, Gold- und Chromatvorkommen zählen zu den größten der Welt. Andere wesentliche Mineralien sind Silber, Nickel, Kohle, Schwefel, Gips. Weiter sind Ton, Kalkstein, Quarz, Marmor und Phosphor zu finden. Erdgasreserven liegen vor Palawan und werden, neben geothermischer und Wasserenergie zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Im Vergleich zu den siebziger und achtziger Jahren besteht die Bergbauindustrie nur noch aus einem Bruchteil damaliger Kapazitäten. Niedrige Metallpreise, hohe Produktionskosten und fehlende Investitionen in die Infrastruktur hatten zum Abschwung in diesem Bereich geführt. Diesen Abschwung bemüht sich die philippinische Regierung in den vergangenen Jahren durch die Öffnung des Rohstoffmarktes umzudrehen. Hilfreich in diesem Bemühen ist auch eine Entscheidung des Obersten Verfassungsgerichtes vom Dezember 2004, den Mining Act von 1995 aufrecht erhielt, der auch zu 100 % in ausländischem Besitz befindlichen Firmen die Exploration, Entwicklung und Ausbeutung philippinischer Bodenschätze erlaubt und dies für verfassungsgemäß hält. Organisationen philippinischer Zivilgesellschaft nehmen dazu Stellung. Dienstleistungssektor Der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttosozialprodukt ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Betrug derAnteil des Dienstleistungssektors 1982 noch 37,8 %, waren es 1992 bereits 45,3 % und im Jahr 2005 53,4 %. Der Dienstleistungssektor in den Philippinen ist groß und in den letzten Jahren bei Wachstumsraten um 4 bis 5 % recht aktiv. Vor allem die Kategorie "community, social and personal services" ist beständig gewachsen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Handel / HandelsbilanzNEDA bietet Daten zu verschiednen Facetten des Außenhandels sowie außenwirtschaftlicher Erfolgsrechnung.Die Länderinformationsseite der World Trade Organization (WTO) sammelt Schlüsselinformationen zur Teilhabe der Philippinen in der WTO. Aktuell wurde zu Jahresbeginn die aktive Involviertheit in die DOHA-Runde thematisiert. Der letzte Bericht der World Trade Organisation (WTO) vom September 1999, sowie die angefügte Stellungnahme der philippinischen Regierung zu Handelspolitik, wirtschaftlicher Situation und sektoralen Entwicklungen schaffen ein grundlegendes Verständnis. Zu Verfügung stehen Ihnen auch die Schlussfolgerungen daraus. Wichtigste Außenhandelspartner für den philippinischen Export sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, Deutschland, Großbritannien und Nordirland. Wichtigste Außenhandelspartner für den Import sind: Japan, Vereinigte Staaten von Amerika, Taiwan, Singapur, Südkorea Das Auswärtige Amt skizziert den Stand der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Eine neue Ära der Handelsbeziehungen zwischen China und Südostasien sei angebrochen, informierte die staatliche chinesiche Nachrichtenagentur Xinhua und bezog sich auf die Gründung der größten Freihandelszone der Welt, die ab 2010 etwa zwei Milliarden Menschen in China und Südostasien umfassen soll. Die Begeisterung liegt aber wohl eher auf chinesischer als auf südostasiatischer Seite, wie Georg Blume für die ZEIT in " Erzwungene Umarmung" zu berichten weiß. Verschuldung Die Auslandsschulden liegen in 2006 bei 54,4 Milliarden Dollar und entsprechen etwa 72,4 % des GDP. Im Jahr 1995 lagen die Auslandsschulden bei 40,6 Milliarden US-Dollar ( vgl. IBON; Jan.31, 1997). Die Regierung Aquino hatte von der Marcos-Diktatur 26 Milliarden US-Dollar "geerbt" und beendete ihre Regierungszeit 1992 mit Auslandsschulden in Höhe von 29 Milliarden US-Dollar. Der größte Teil der Auslandsschulden existiert in Form offizieller Entwicklungshilfe, der official development assistance (ODA). Ausländische Geldgeber favorisieren Projekte im Kontext der Infrastrukturentwicklung. Etwa 72% der gesamten ODA gehen in diesen Bereich. Grob geschätzt wird etwa ein Viertel des nationalen Budgets zur Schuldentilgung verwandt. Die Rückzahlung von Auslandsschulden (s.o. 72,4 %) und die Personalkosten der Regierungsverwaltung verbrauchten in der jüngeren Vergangenheit insgesamt etwa 90 % des Haushalts. Dies ließ nur noch 10 % für Schulen, Krankenhäuser, Wasser und Elektrifizierungsprojekte übrig, erläutert Jose de Venecia, der Sprecher des House of Representatives. Nun ist es dem Repräsentantenhaus unter de Venecia aktuell gelungen, die Auslandsschulden wesentlich zu verringern. Die Freedom from Dept Coalition, die u.a. für den Schuldenerlaß "illegitimer Schulden" arbeitet, kommentiert die Entscheidung des Repräsentantenhauses aus Sicht der Zivilgesellschaft. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Entwicklung und Entwicklungs- politik |
Millenium Development Goals: Armut, ArmutsbekämpfungDie NEDA bietet Ihnen Einblick in die Fortschrittsberichte zu den Millenium Development Goals, die im Kern der aktuellen Medium-term Philippine Development Plans 2004-2010 (MTPDP) (pdf-Datei) stehen.Das National Statistic Cooperation Board (NSCB) stellt die einzelnen Ziele der MDG vor und bietet Zugang zu statistischen Größen der Zielerreichung. Prof. Leonor Briones, Co-Convenor von Social Watch Philippines, bezweifelt, dass 39 von 79 Provinzen das Millenium Development Goal für 2015 bezüglich der Reduzierung von Armut erreichen. Armut ist in den Philippinen weit verbreitet und eines der größten Probleme des Landes. Die gegenwärtigen sozio-ökonomischen Realitäten machen es der Mehrheit der philippinischen Bevölkerung fast unmöglich ihre Armut zu überwinden; zu gering ist der Zugang zu Ressourcen und Lebenschancen. Die bewaffneten Konflikte im Land und ihre wirtschaftlichen Kosten - vor allem für die arme Bevölkerung - sind Thema des Philippine Human Development Reports 2005 (als pdf-Datei herunterzuladen was einige Augenblicke dauern kann) der UNDP. Er basiert auf dem Konzept menschlicher Sicherheit und weist als dringend notwendige Schlüsselentwicklungen Frieden bildende, Konflikt vermeidende und Rechte sichernde Prozesse aus. In den Philippinen bleiben arme Menschen verletzbar nach der Aufhebung restriktiver Quoten im Textil- und Bekleidungsbereich. Da Exporte aus den Philippinen scharf gefallen sind, fallen Einkommensmöglichkeiten weg. Im UNDP-Armutsbericht von 2000 können Sie eine ausführlichere Landesbewertung nachlesen. Der Philippine Human Development Report von 2006 sah das Land an 84. Stelle von 177 Ländern. In den Vorjahren führte UNDP die Philippinen an 83. Stelle (2004), an 85. Stelle (2003), auf dem 77. Platz (2002) sowie 2001 an 70. und 2000 an 98. Stelle des Human Development Index. Das UNDP Landesprogramm 2005 - 2009 beschreibt die künftige Zusammenarbeit mit dem Ziel, das Millennium Projekt umzusetzen. Mark Doyle, BBC - Correspondent in Manila - beschreibt das Leiden der Philippinen an der Armut und die Bemühungen der ländlichen Bevölkerung um Bildung als Weg aus der Armut. Das Philippine Center for Investigative Journalism beschreibt das Gesicht der Armut als weiblich: es sind die Frauen, die die Hauptlast bei der Ernährung ihrer Familien tragen, Mahlzeiten überspringen, damit zumindest Männer und Kinder essen können. Gegessen wird Reis mit Salz, Sojasauce oder Kaffee - Gemüse, Fisch, Fleisch sind unerschwinglich. Chronische Mangelernährung ist die Folge. Auch die psychologische Belastung, magere Budgets zu strecken, liegt bei den Frauen. Sie sind traditionellerweise verantwortlich für das Haushaltsbudget der Familie. In einer vergleichenden Studie (Ghana, Ecuador, Philippinen) untersucht die International Labor Organization das Thema Kinderarbeit von Mädchen in den Bereichen der Land- und Hauswirtschaftlichen Arbeit sowie sexuellen Ausbeutung. Anicato C. Orbeta Jr. analysiert 2002 den Zusammenhang von Bevölkerungsentwicklung und Armut (pdf) in den Philippinen. Darauf folgte 2005 "Poverty, Vulnerability and Familiy Size: Evidence from the Philippines". Für den Internationalen Währungsfonds analysierte Philip Gerson die Auswirkungen der philippinischen Wirtschaftspolitik auf die Entwicklung von Armut. Besonders Kinder und ihre Lebenschancen sind von Armut betroffen. Lesen Sie einen Bericht zur Kinderarbeit in den Philippinen. Er ist Teil einer zwanzig Fallstudien umfassenden englischsprachigen Untersuchung, durchgeführt von einem internationalen Zusammenschluss von Gewerkschaften. Oft hängt sexuelle Ausbeutung mit Armut zusammen. Die International Labor Organization beschreibt das Ausmaß sexueller Ausbeutung. Die Kampagne End Child Prostitution in Asian Tourism (ECPAT) informiert auf ihrer website über ihre Arbeit zu diesem Thema. Terre des hommes bietet Reisenden Online-Informationen zur Problematik der sexuellen Ausbeutung von Kindern und stellt mit Interviews von Strassenkindern in Bahay Tuluyan ein konkretes Projekt gegen Kinderprostituion vor. Auch die PREDA Foundation Inc. ist in diesem Bereich tätig. Unter anderem zur Bekämpfung der Armut formulierte die philippinische Regierung 1995 eine soziale Reformagenda zu den sozialen Aspekten nachhaltiger Entwicklung im Rahmen der philippinischen Agenda 21. Armut veranlaßt etwa acht MillionenFilipinos, sich in Übersee Arbeit zu suchen. Ihre Einkommen werden sehr hoch versteuert und stellen 2005 mit insgesamt 10,8 Milliarden Dollar eine wesentliche Steuereinnahme dar. Informationen hierzu finden Sie in einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2001. Aus der Sicht einer Nicht-Regierungsorganisation können Sie bei Kakammpi Einblick gewinnen. Lia Tiamson sieht den Export von Arbeitskräften als modernen Sklavenhandel. John Bryant befasst dich für UNICEF mit einer vergleichenden Studie in drei Ländern mit den Kindern internationaler Migranten. Jorgen Carling befasst sich 2005 in seiner Studie mit geschlechtsspezifischen Aspekten internationaler Migration. Obwohl die sehr aktiven philippinischen Gewerkschaften einen im regionalen Vergleich mit 40% relativ hohen Repräsentationsgrad bei Arbeitsmigranten haben, ist deren Interessenvertretung problematisch. Warum, erläutert Marites Sison. Ashwani Saith legt eine Fallstudie zu den Philippinen vor, in der er über strukturellen Wandel und die Migration fördernden Faktoren schreibt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Inländische Entwicklungsanstrengungen und InstitutionenSeit der Marcos-Diktatur sind die Philippinen für das Engagement ihrer Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) bekannt. Kaum ein anderes Land weist mehr NROs auf, nämlich geschätzte 35.000 in ganz unterschiedlichen Sektoren und Facetten: Kinder(Traumatisierte Kinder, Straßenkinder, Kinderprostition, Verlassene Kinder, Slumkinder, ... ), Bildung und Erziehung, Ländliche Entwicklung, Verschuldung, politisches Theater, Menschenrechte, Umwelt, Gesundheit, Frauen, Ernährung, Städtische Armut und viele andere Themen mehr.Als einige Beispiele von unzähligen mögen die in der folgenden Liste aufgeführten NRO sein, deren oft besuchenswerte websites dort ebenfalls angegeben sind oder deren Profile in Kürze gelesen werden können. Die website des Philippine-European Solidarity Centre unterstützt nach eigenen Angaben Bemühungen von Nichtregierungsorganisationen (NRO), eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft zu bauen. Das Network in Solidarity with the People in the Philippines bietet weitere links zu regierungskritischen Nichtregierungsorganisationen. Philippine Non-Governmental Organizations (NGOs)Die Existenz von vermutlich weit über 30.000 NGOs ist ein besonderes Kennzeichen gesellschaftlicher Entwicklung und Alltagskultur in den Philippinen. Sie können sich anhand einiger Beispiele über NGOs und die über die sektorale Vielfalt auf einer website des Philippine European Solidarity Centre informieren. Auch das philippinenbüro e.V. verlinkt zu diversen Organisationen der Zivilgesellschaft.In der vergangenen Jahren bemühte sich offizielle Entwicklungshilfe (ODA) zunehmend um Förderung auf Gemeinde- bzw. Graswurzelebene. In diesem Prozess öffnete sich ODA für Nicht-Regierungsorganisationen (NRO). Consuela Katrina A. Lopa hat die neuen Kanäle zwischen NRO und ODA "Rise of Philippine NGOs in Managing Development Assistance" genauer untersucht. Wenn Sie an mehr als der Zusammenfassung interessiert sind, können Sie die komplette Studie als pdf-Datei herunterladen. Frau Lopa entwickelt dabai die Denkrichtung weiter, die David Winter in seinem Papier " Options for Financial Sustainability: Collaboration Between Civil Society and Development Agencies in Southeast Asia" dargelegt hat. Auch hier gibt es den vollständigen Text als pdf-Datei. Als Konkretisierung am Beispiel mag zusätzlich die Kooperation von Japan International Cooperation Agency und philippinischen NRO dargestellt werden. Die Weltbank greift das Thema unter dem Aspekt der Dezentralisation auf, für das bereits unter der Diktatur erste institutionelle Anreize gesetzt wurden, die dann mit der neuen Verfassung von 1987 weiterentwickelt wurden und über den Local Government Code lokale Autonomie und Dezentralisation förderten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Ausländische EntwicklungsanstrengungenDie Philippinen empfangen sowohl multilateral wie bilateral eine Anzahl von Darlehen und nicht-rückzahlbaren Krediten, die in ihrer Menge und Vielfalt diesen Raum sprengen.Die philippinische National Economic and Development Authority (NEDA) informierte im vergangenen Juni in einer Übersicht (pdf) über die Bedingungen aller Kredite (rückzahlbar/loan und nicht rückzahlbar/grant) und Handlungsfelder der gegenwärtig empfangenen Official Development Assistance (ODA). In dieser Übersicht sind alle multilateralen Organisationen und Nationen in bilateraler Hilfe aufgeführt. Instruktiv ist das 15 (2006) Annual ODA Portolio Review, das eine vielfältige Analyse aller erhaltenen zurückzuzahlenden aktiven 141 ODA-Kredite des Jahres 2006 vornimmt und sie unter anderem auf Übereinstimmung mit dem MTPDP überprüft. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Deutsche (und andere europäische) Entwicklungs- und HilfsorganisationenFolgende Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten einzelner Institutionen und Organisationen:
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