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Senegal
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| Gesellschaft, Kultur und Religion |
Die senegalesische Gesellschaft ist eine
offene und freundliche Gesellschaft.. Ein schönes
Gesicht - so meint man in Senegal - ist ein fröhliches Gesicht. Lächeln
ist eine senegalesische Kultureigenschaft. Die "Teranga"
bedeutet die senegalesische
Gastfreundschaft, die jede Senegalesin und jeder Senegalese
verinnerlichen soll. |
| Situation der Frauen |
Die weibliche Bevölkerung stellt
52% der gesamten Bevölkerung dar. Die Wichtigkeit ihrer Arbeitskraft in
der Entwicklung des Landes ist nicht mehr zu leugnen. Trotz der
dominierenden Kraft des Islam sind die Marabuts in dessen Auslegung
nicht so streng. Bis auf wenige Frauen, die sich verschleiern, ist die
Mehrheit der Frauen weltoffen und sehr modern. Nach der Unabhängigkeit
des Landes dauerte es ziemlich lange, bis die Frauen auf der politischen
und gesellschaftlichen Bühne einen Platz fanden. Erst 1972 wurde die
Situation der Frauen gesetzlich geregelt, doch das
geltende Gesetz birgt nach wie vor viel Ungleichheit: die
Polygamie blieb erhalten, das Erbrecht diskriminierend
und auch in Bezug auf die Kinder herrscht keine Gleichberechtigung
zwischen Mann und Frau - die Kinder gehören zum Vater. Nur in Ausnahmefällen
bekommen Frauen das Sorgerecht. Lesen Sie zur Situation der Frauen im
Senegal die Africamission Trotz aller Hindernisse kämpfen die senegalesischen Frauen weiter um die
Verbesserung
ihrer Situation. Sie brachten Ende der 70er Jahre ein
Gesetz durch, das die weibliche Beschneidung verbietet. Sie kämpften
und erreichten das Recht, eigenständig Kredit bei einer Bank aufnehmen
zu können, ohne weiterhin von der Unterschrift eines Mannes, sei es des
Vaters oder Ehemanns, angewiesen zu sein. Bei der Änderung der
Verfassung im Jahr 2001, wurde den Frauen das
Recht auf Landbesitz zuerkannt. Seit 1956 besitzen Frauen das Wahlrecht, doch der Einzug ins Parlament wurde
erstmalig 1973 erreicht. Ab 1985 wuchs die Zahl
der Frauen in der "Assemblée Nationale". 1994
waren es 14 Frauen unter den 120 Parlamentariern. Bei den Regional- und
Lokalwahlen 1996 wurden zum ersten Mal in der Geschichte Senegals Frauen
zu Bürgermeisterinnen gewählt. Seit 1996 wächst die Beteiligung der
Frauen an der Regierung: wurden in jenem Jahr zwei Frauen zu
Ministerinnen ernannt, so erhielten sie 1998 bereits fünf und 2002 acht
der 32 Ministerämter. Im Vergleich zu den Jungen, von denen 1998-2005 70 % eingeschult wurden,
gingen nur 57% der Mädchen in die Grundschule, in der Sekundarschule
waren es im Verhältnis zu den Jungen (16%) nur noch 12%. Zur Situation der Frauen bietet Senegaldeveloppement.com
umfassende Informationen über inländische politische Anstrengungen,
die Lage der Frauen zu verbessern. |
| Kultur | Die senegalesische Kultur ist von ihren afrikanischen Wurzeln und vom Islam gleichermaßen geprägt. Der französische Einfluss begrenzt sich hauptsächlich auf die städtische Bevölkerung. |
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Literatur
Theater |
Früher gehörten Erzählungen der mündlichen Literatur an.
Sie wurden insbesondere von älteren Menschen und von Frauen an die
Kinder weitergegeben. Ihre Funktion war es, den Kindern die Regeln der
Gesellschaft nahezubringen. Genauso wie die Kultur ist die moderne senegalesische Literatur
zugleich von der afrikanischen und der europäischen Kultur geprägt.
Trotz der Tatsache, dass sie in Französisch geschrieben ist, findet man
in ihrem Stil Spuren der mündlichen Literatur. Die Themen in der
heutigen Literatur handeln vom Generationenkonflikt, die Polygamie,
gemischte Ehen, etc. Sie finden die ins Deutsche übersetzte senegalesische
Literatur bei Senegal-info
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| Bildung |
Grundlegende Informationen über das Bildungssystem erhalten Sie unter www.education.gouv.sn. Worldbank
informiert darüber hinaus über
das Bildungsprofil des Landes Das Bildungswesen
ist vom französischen System geprägt. Es besteht aus der sechsjährigen
Grundschule und einer siebenjährigen Sekundarschule. Die Hochschulbildung
wird in Senegal von drei staatlichen Universitäten und mehreren
Fachhochschulen repräsentiert: die Dakar Universität, -
zwischenzeitlich in "Université Cheikh Anta Diop" umbenannt -
ist die älteste Universität Westafrikas. Da Dakar die Hauptstadt des
französischen Westafrika ist, wurden länderübergreifend fast alle
Beamten nach der Unabhängigkeit der einzelnen afrikanischen Staaten in
dieser Universität ausgebildet. Im Dezember 1990 schloss sich die Eröffnung
einer zweiten Universität in St-Louis, im Norden des Landes, an. 2006
kam eine weitere Universität in Ziguinchor hinzu, die zwischenzeitlich
600 StudentInnen zählt. Der folgende Link bietet einen Überblick über
die verschiedenen Universitäten
und Bildungseinrichtungen |
| Gesundheit |
Das Gesundheitssystem ist eine der Schwachstellen des Landes, denn die
Investition der Regierung zur Verbesserung dieses Systems ist
mangelhaft. Besonders schlecht versorgt ist die ländliche und die
weibliche Bevölkerung. Ausgenommen hiervon ist die medizinische Versorgung schwangerer Frauen und
der Kinder - von Seiten der Regierung wurde viel in Impfungen und andere
Maßnahmen investiert. Allerdings beschränken sich diese überwiegend
auf die Städte. Mehr Informationen siehe sante.gouv.sn
Die Korruption
im Gesundheitswesen wurde
vom "Centre de Recherche pour le Développement International"
(CRDI) untersucht. Neben der westlichen Schulmedizin spielt die traditionelle
Heilkunst weiterhin eine große Rolle. Folgende ausgewählte Links bieten Ihnen einen Überblick über das
Gesundheitssystem des Landes und die inländischen Maßnahmen für
HIV-infizierte Menschen. |
| Religion |
Der in Senegal vertretene Islam ist sunnitisch und durch sufistische
Bruderschaften organisiert. Die Marabuts sind Nachkommen
bzw. Mitglieder der Familie des jeweiligen Bruderschaftsgründers. Fast
alle Muslime in Senegal gehören einer Bruderschaft an. Die
Bruderschaften prägen das soziale, politische und wirtschaftliche
Leben. Von ihrer Anhängerschaft, den „Talibés“, werden die Marabuts
wie Heilige verehrt, denn laut ihrer Anhänger
verleiht deren Segen Kraft und Glück im Leben. Die „Talibés“ bauen
für sie Erdnüsse und Getreide an. Als Gegenleistung genießen die Anhänger
den Schutz der Marabuts und die Vertretung ihrer Interessen in der
Politik. Durch die Macht der Marabuts über das Wahlverhalten der „Talibés“
sind die
Politiker auf die Zusammenarbeit mit ihnen angewiesen. Es
liegt in der Entscheidung des jeweiligen Marabuts, ob die Felder in
seinem Besitz bleiben oder nach einigen
Jahren den Bauern übereignet werden. Christen
insbesondere katholischer Konfession, bilden etwa 5% der Bevölkerung. Trotz
des geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung ist die katholische
Kirche im Bildungs- und Gesundheitswesen präsent. Über die Religion in Senegal informieren folgende Links |