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Sri Lanka
Seite 3: Wirtschaft & Entwicklung

Wirtschaft

Der derzeitige Präsident Mahinda Rajapakse ist dabei, eine eher staatsorientierte Wirtschaftspolitik zu fördern und die Privatisierung staatlicher Unternehmen nicht mehr fortzusetzen. Ziel der Regierung ist es, das Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren auf 6%-8% zu erhöhen und somit auch die Staatseinnahmen zu verbessern. Diese Mehreinnahmen sollen angeblich zur Verbesserung der Infrastruktur verwendet werden.

Um die in einigen Regionen noch vorherrschende Armut zu bekämpfen, hat die Regierung ein Programm vorgelegt, mit welchem die bisher wenig beachtete Landwirtschaft gezielt gefördert werden soll. Auch unabhängige Initiativen wie Sarvodaya Shramadana Movement sind auf diesem Gebiet tätig.

Colombo - World Trade Center und davor Altes Parlamentsgebäude
Colombo - World Trade Center und davor Altes Parlamentsgebäude
© Markus Wydera

Aktuell ist die Wirschaft Sri Lankas 2007 gewachsen jedoch konnte die weiter wachsende Inflation nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die regional auch sehr unterschiedlich verteilte Arbeitslosigkeit beträgt um die 7%. Die Region um Colombo ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes in welchem fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung des ganzen Landes erbracht wird. Diese regionalen Unterschiede im Wirtschaftssektor sind zu einem großen Teil durch den Bürgerkrieg verursacht, welcher eine wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Landesteilen verhindert.

In der srilankischen Wirtschaft (Link: PDF) hat ein sektoraler Strukturwandel stattgefunden. Die einst dominierende Landwirtschaft ist heute mit ihrem Beitrag zur wirtschaftlichen Gesamtleistung nur noch auf Platz drei (18%). Sie wurde überholt von der Industrie (27%) und dem Dienstleistungssektor mit mittlerweile über 55%.

terrassenförmige Reisfelder in der Zentralprovinz
terrassenförmige Reisfelder in der Zentralprovinz
© Markus Wydera

Den Außenhandel betreffend führt Sri Lanka wesentlich mehr Güter ein als es exportiert. Die dazu benötigten Devisen kommen zu einem großen Teil durch Überweisungen von Exil-Srilankern und den Tourismus ins Land. Zu den wichtigsten Exportgütern des Landes zählen Textilprodukte sowie Tee, Kautschuk und Kokosprodukte.

Hervorzuheben ist der Teeanbau. Trotz des geringen Anteils der Landwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt der Tee-Export ca. 20% der Deviseneinnahmen.

Entwicklung & Entwicklungs- politik

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die bereits zugesagten Entwicklungshilfe- Mittel von mehr als 38 Millionen Euro bereits Ende 2006 eingefroren. Solange die Regierung und die tamilischen Rebellen die Kämpfe in unverminderter Heftigkeit vorantreiben, seien neue finanzielle Zusagen Deutschlands nicht sinnvoll, da sie die Menschen in Sri Lanka nicht erreichen könnten. Nach Auffassung der Entwicklungsministerin geben die anhaltenden Kämpfe dem Land keine Chance für eine zukunftsgerichtete Entwicklung.
Entwicklungspolitik Online)

Mit Beschluss vom 25. Juli 2007 hat die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 15 Mio. EUR zugunsten der Konfliktopfer in Sri Lanka und der srilankischen Flüchtlinge im indischen Bundesstaat Tamil Nadu bereitgestellt. Dennoch wurden seit einiger Zeit zahlreiche Programme in tamilischen Gebieten aus Sicherheitsgründen und aufgrund der europaweiten Einstufung der LTTE als Terrororganisation unterbrochen. Dieses sollte auch als eindeutiges Zeichen verstanden werden, dass Krieg als Mittel der Konfliktlösung inakzeptabel ist.

Hausbau im Thalikulam Ressettlement Village (Nordostprovinz)
Hausbau im Thalikulam Ressettlement Village (Nordostprovinz)
© Andreas Fritzsche

Die Asiatische Entwicklungsbank (AsEB; engl.: Asian Development Bank - ADB) ist primär auf Armutsbekämpfung in Asien und der Pazifikregion durch wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit ausgerichtet. Als Mitglied dieser Bank hatte Sri Lanka Dezember 2006 47 Darlehen im öffentlichen Sektor laufen. Die Unterstützung Sri Lankas durch die AsEB hat sich schrittweise vom Agrarsektor zu einer Unterstützung im Elektroenergiesektor, beim Straßenbau und im Bereich des Bildungssystems hin entwickelt.

September 2000 trat Sri Lanka mit der Zusicherung der Unterstützung der Millenniums-Deklaration (PDF) auf dem Millennium- Gipfel der Vereinten Nationen der internationalen Gemeinschaft bei (siehe MDG Sri Lanka und National Council for Economic Development). Die Millennium-Entwicklungsziele (engl. Millennium Development Goals - MDGs) sind die weltweit gesetzten Ziele zur dramatischen Reduzierung extremer Armut bis zum Jahr 2015.

Den kompletten MDG Country Report 2005 (PDF) finden Sie auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aktuellere länderübergreifende Reports werden von der UN zu Verfügung gestellt.

Sri Lanka gehört zu den durch den Colombo-Plan begünstigten Ländern und erhält Kapitalhilfe und technische Unterstützung von anderen Mitgliedsländern. Dieser wurde 1950 in Colombo von den Commonwealth-Staaten unterzeichnet und soll den Lebens- standard in den Ländern Süd- und Südostasiens durch groß angelegte Investitionen anheben.

Colombo/ Welawatta - Von arm bis reich in einer Strasse
Colombo/ Welawatta - Von arm bis reich in einer Strasse
© Andreas Fritzsche

Weitere Informationen

Folgende Links führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten einzelner Institutionen und Organisationen:

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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