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Sudan1. Landesüberblick & Naturraum |
1.1 |
Übersicht: Al Jumhuriya As Sudan (Republik Sudan)
University of Texas United Nations encarta - World Atlas |
1.2 |
Lage des LandesLandesgröße: 2.505,813 km² Der Sudan ist gewissermaßen ein Mikro-Afrika. Seine regionale, klimatische und religiöse Zusammensetzung stimmt im generellen mit der Aufteilung Afrikas überein. Die ethnische Vielfalt der Völker ist Afrika in Miniatur. Mit einer Fläche von 2,505 Millionen qkm ist der Sudan das größte Land Afrikas, etwa siebenmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Neun Länder - Ägypten, Libyen, Tschad, Zentral Afrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Äthiopien, Eritrea - haben eine gemeinsame Grenze mit dem Sudan. Eine 853 km lange Küste verbindet das Land mit dem Roten Meer. Port Sudan (etwa 500.000 Einwohner) ist die einzige Hafenstadt des Landes. Ausgenommen sind Binnenhäfen am Weißen Nil wie Kosti (etwa 230.000 Einwohner), Bor, Juba (etwa 150.000 Einwohner) und das Agglomerat Khartum (Khartum/Omdurman/Khartum-North) mit etwa 6 Millionen Einwohnern. Amtssprache ist Arabisch. Es ist die offizielle Sprache der Republik Sudan und wird von der Mehrzahl der Sudanesen, vor allem im Norden, gesprochen. Offizielle Sprachen im Südsudan sind Englisch und Arabisch. Nach der Verfassung erlaubt der Staat die Entwicklung lokaler Sprachen und anderer internationaler Sprachen. Der Sudan ist ein Vielvölkerstaat. Es wurden etwa 142 lebende Sprachen und eine Vielzahl von Dialekten dokumentiert. Die Hauptsprachen im Süden sind Dinka, Nuer, Schilluk, Anuak, Acholi, Toposa; im Westen Fur und Haussa, Azande; in Kordofan und Nuba Mountains Ama und Katcha-Kadugli-Miri; im Nordosten Bedawi und im Südosten Berta und Bari. Der Südsudan (Fläche: 507.000 qkm) ist seit 2005 eine autonome Region im Sudan mit einer Bevölkerung von etwa 9 Millionen Einwohnern (Berechnung 2006) und Juba (Dschuba) als Hauptstadt. Ein für 2011 geplantes Referendum entscheidet über die Unabhängigkeit des Südsudan. (ausführliche Informationen Abschnitt 2.2. und 2.3 )
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1.3 |
Landesimpressionen |
1.4 |
GrunddatenEinen Überblick über das Land finden Sie unter: |
1.5 |
Natürliche GegebenheitenDer Sudan ist dominiert vom Nil und seinen Nebenflüssen. Der Nil ist die Lebensader für das Land. Durch den Zusammenfluss des Weißen Nil mit dem Blauen Nil bei Khartum entsteht der Fluss Nil. Der einzige weitere Zufluss im Norden ist der Atbara, der im äthiopischen Hochland entspringt. Die Bewohner am Flussufer des Flusses Nil bezeichnen sich als Riverain Arabs. Sie betreiben intensiven Ackerbau mit großen Obstplantagen und Dattelpalmen. Traditionell heiraten Riverain Arabs nicht außerhalb der Großfamilie. Im Süden verbinden sich mehrere Nebenflüsse - unter anderem Bahr al-Ghasal, Bahr al-Dschabal, Bahr al-Arab - zum Weißen Nil in dem gewaltigen Sumpfgebiet, dem Sudd. Das Klima ist entsprechend: subtropische/tropische Zone im Süden mit einer Regenzeit von Mai bis November. Die Sahelzone in der Zentralregion mit einer kurzen Regenzeit zwischen Juni und September und einer langen Trockenzeit. In den nördlichen Regionen herrscht Wüstenklima und es regnet sehr selten. Hier weht im Sommer der heiße Haboub (Sandsturm). Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken im Norden zwischen 10 und 30 Grad Celsius im Winter und 24 bis über 40 Grad Celsius im Sommer. Die Temperaturen, zwischen 25 und 28 Grad Celsius im Süden, sind zwar feucht aber beständiger und angenehmer. Die Wüste im Norden (nördlich des 17. Breitengrades) ist noch ein Teil der Sahara. Sie bedeckt etwa 25% des Landes. Dort herrscht heißes Wüstenklima. Die Halbwüste (zwischen dem 14. und 17. Breitengrad) mit Niederschlägen zwischen 50 mm und 250 mm beansprucht weitere 20%. Südlich davon folgt die Dornenbusch-Savanne, die durch Überweidung, Abforstung und Überkultivierung in den letzten Jahren einen wüstenähnlichen Charakter erhielt. Die nördliche Trockensavanne weist normalerweise Niederschläge von 500 bis 1000 mm auf und ist die Zone eines intensiven Ackerbaus und ebenfalls Lebensbereich der Kamel- und Rindernomaden. In der Feuchtsavanne im Süden und Südwesten des Sudan fällt der Regen sechs bis neun Monate im Jahr. Baumwolle, Bananen, Papayas und Mangos wachsen in den vom Nilwasser bewässerten Plantagen. Im Regenbau werden Hirse, Kassava, Yams, Erdnüsse und Sesam angepflanzt. Infos zur Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Bodenschätze.
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1.6 |
Ökologische ProblemeAufgrund der sich wiederholenden Dürren und Kriegswirren in den letzten 25 Jahren und der daraus erfolgten ausgeprägten Landflucht erlebt der Sudan eine beachtliche Verstädterung. Die Verstädterungsrate ist in den letzten Jahren um etwa 35% angestiegen. Im Agglomerat Khartum, mit etwa 6 Millionen Einwohnern, lebt etwa ein Sechstel der sudanesischen Bevölkerung. Die Verstädterungsrate ist am niedrigsten in den südsudanesischen Provinzen und am höchsten im Nordosten, der Provinz Red Sea, in der etwa 60% der Bevölkerung in Städten leben - hauptsächlich in Port Sudan. Weitere Großstädte zwischen 150.000 bis 300.000 Einwohnern sind Kassala, El Obeid, Nyala, Wad Medani, El Gadaref, El Fascher, Wau und Juba. Aufgrund der über 20jährigen Kriegswirren ist die Verstädterungsrate im Südsudan bisher am geringsten. Die Infrastruktur ist dem Ansturm von Kriegvertriebenen und Flüchtlingen nicht gewachsen. Am Stadtrand der größeren Städte, besonders Khartum und Omdurman, entwickelten sich riesige Elendsviertel, die weder mit Wasser noch Elektrizität versorgt sind. Ausbreitung von Krankheiten, Anstieg von Kriminalität, Arbeitslosigkeit sind einige der Folgen. Die sudanesische Regierung strebt an die Migration aufzuhalten, siehe Transhuman Migration und seit Ende des Bürgerkrieges im Süden hat eine Rückkehrwelle begonnen. Konflikt zur Verschärfung der ökologischen Situation: Bau des Merowe-Großstaudamms. Anstrengung zu Gegenmaßnahmen auf ökologische Probleme wie z. B. Bekämpfung der Desertfikationsbekämpfung. |
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Sozialgeographische Gegebenheiten
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1.8 |
Flagge und nationale Symbole, WährungNationalhymne und Flagge Die Nationalhymne ist ein militärmusikalisches Arrangement. Die Flagge
Die sudanesische Flagge ist in drei gleiche horizontale Streifen rot, weiß und schwarz geteilt, mit einem grünen Dreieck am Aufzug. Rot steht für den Kampf der Märtyrer im Sudan und in der Arabischen Welt. Weiß ist für Frieden, Optimismus, Licht und Liebe. Schwarz symbolisiert den Sudan und die Mahdi Revolution, in der schwarze Fahnen das Erkennungszeichen waren. Grün symbolisiert islamischen Wohlstand und die Landwirtschaft. Die Fahne reflektiert die pan-arabischen Farben, die zuerst 1920 für Syrien standen und im Mai 1970 vom Sudan übernommen wurden. Nationales Symbol - der Sekretär (Vogel)Der Sekretär ist das Wappentier des Sudan. Der Vogel gilt als mutig und tapfer. Er wird im sudanesischen Wappen mit ausgebreiteten Flügeln dargestellt und mit einer Abwandlung des Adler Saladins, dem Wappentier der arabisch islamischen Staaten bzw. dem Falken dar. Die Wahl des Vogels, die Nutzung der Panarabischen Farben (wie auch in der Flagge) und die arabische Schrift auf dem Wappen mit dem Staatswahlspruch zu deutsch "Der Sieg ist unser" und des Staatsnamens "Republik Sudan" demonstrieren die Verbundenheit mit den islamischen Staaten und die Unabhängigkeit des Sudan.
Die WährungAb Juli 2007 wird der sudanesische Dinar durch das neue - aber altbekannte - sudanesische Pfund ersetzt werden. 100 Sudanesische Dinar = 1 Sudanesches Pfund Quelle und Infos unter: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie Neue Sudanesische PfundnotenNew Sudanese Pound (NSP) Beispiel 50 Pounds
Der sudanesische Dinar behält in der Übergangszeit weiterhin seine Gültigkeit:
Quelle und Infos unter: Banknotes of Sudan |
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