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Thailand
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Geschichte
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Landesgeschichte
Die Ursprünge
Thailands, bis 1949 Siam genannt, sind nicht eindeutig zu
bestimmen. Da Aufzeichnungen fehlen gibt es keine gesicherten
Erkenntnisse über die genaue Herkunft der Gruppen, die das
heutige Thailand schon in der Frühzeit bevölkerten. Eine landläufige
Auffassung ist, dass vor ca. 4,500 Jahren Stammesgruppen aus dem
südlichen China eingewandert sind. Wesentliche Epochen Thailands Geschichte wird gerne in vier Perioden eingeteilt: beginnend mit der Sukhothai - Periode (1238-1350) folgten die Periode Ayutthayas (1350-1767), Thonburis (1767-1782) und Rattanakosins (1782-heute).Entstehung des heutigen Staates Eine gravierende
Veränderung gab es 1932, als die bis dahin 800 Jahre andauernde
absolute Monarchie der konstitutionellen Monarchie weichen musste. |
Staat
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Staatsform Thailand ist seit 1932 konstitutionelle Monarchie mit Mehrparteiensystem und einem Zwei-Kammer-Parlament. Staatsoberhaupt ist König Bhumiphol Adulyadej (RamaIX), der weltweit am längsten regierende Monarch (seit 1946). Verfassung und Gewaltenteilung Am 19. August 2007 wurde durch eine Volksabstimmung eine neue
Verfassung akzeptiert. Dies war die erste
Volksabstimmung in der Geschichte Thailands: allerdings sehen
Kritiker einen Rückschritt für die Demokratie und die Festigung
der Macht von Bürokratie und Militär. Die thailändische Nationalversammlung (Ratha Sapha) besteht aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Die Mitglieder (480) des Repräsentantenhauses werden vom Volk für 4 Jahre gewählt. Der Senat (200) wurde - zum ersten Mal im März 2000 - ebenfalls direkt, für 6 Jahre gewählt. Mit der neuen Verfassung ändert sich insbesondere die "Wahl" der Senatoren und die Rechte des Premierministers. Recht, Ordnung und staatliche Sicherheit Das thailändische Rechtssystem ist stark an das deutsche angelehnt.
Der vor einigen Jahren etablierte Verwaltungsgerichtshof wurde mit
deutscher Hilfe errichtet. |
Innenpolitische Themen
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Machthaber und MachtgruppenSamak
Sundaravej, ehemaliger Gouverneur von Bangkok, ist seit Ende Januar
2008 Premierminister Thailands. Er gilt als enger Vertrauter des vom
Militär aus dem Amt geputschten ehemaligen PM Thaksin Shinawatra, der
nach eineinhalb Jahren Exil Ende Februar nach
Thailand zurückgekehrt ist. NGO's Wahlen und andere Formen der politischen Partizipation der Bevölkerung Die Wahlen der vergangenen Jahre wurden immer von unabhängigen Kommissionen beobachtet und bewertet. Insbesondere in ländlichen Gebieten ist die Gefahr des Stimmenkaufes auch heute noch ein Problem: so wurde das Ergebnis der Wahlen im Dezember 2007 in gut 80 Wahlkreisen einer Prüfung unterzogen, weil den Siegern Stimmenkauf und andere Verstöße gegen das Wahlgesetz vorgeworfen wurde. Die meisten dieser Anschuldigungen richteten sich gegen die People Power Party (PPP), die Partei des aktuellen Premierministers. Wichtige politische Entscheidungen Die wichtigsten politischen Entscheidungen in der jüngsten Vergangenheit wurden von den Militärs getroffen - wie schon so oft in der Geschichte Thailands. Immer wenn die Korruption und sonstige unlautere Machenschaften der Regierenden zu offensichtlich wurden, schritten die Militärs als "Retter" der Nation auf. Politische Auseinandersetzungen und Machtkämpfe Terrorismus Presse und andere öffentliche Medien Täglich aktuell und so unabhängig wie möglich informieren die beiden großen englischsprachigen Tageszeitungen Bangkok Post und The Nation. Allerdings werden die großen Tageszeitungen vom Militär immer kritisch beäugt. Insbesondere in Krisenzeiten werden die Journalisten und Herausgeber oft unter Druck gesetzt oder sogar bedroht. Viele der Fernsehsender
(Channel 5,7,9 + 11) sind staatlich bzw. vom Militär kontrolliert
und deshalb kaum als unabhängig anzusehen. Es gibt natürlich auch die
Möglichkeit über Satelitten- oder Kabelfernsehen bzw. das
Internet internationale Sender wie z.B. CNN
zu empfangen. Der Thailandreport von Amnesty
International 2007 berichtet über zahlreiche
Menschenrechtsverletzungen während der politischen Unruhen im Herbst
2006. Nach dem Militärputsch und dem damit verhängten Kriegsrecht
wurden die Rechte auf freie Meinungsäußerung und das Versammlungsrecht
für mehrere Wochen außer Kraft gesetzt. Es kam vielerorts zu
willkürlichen Verhaftungen. |
Außenpolitische Themen |
Das Land im regionalen und internationalen Kontext Thailands außenpolitische Interessen liegen insbesondere bei den Nachbarländern bzw. den ASEAN-Staaten. Hier engagierte sich Thailand in der Vergangenheit und nahm eine führende Rolle ein.Thailands Beziehungen zu China waren schon von jeher eng, leben doch viele einflussreiche Chinesen in Thailand. Die Beziehungen zu politisch schwierigen Nachbarn, insbesondere zu Myanmar sind von pragmatischen Überlegungen geprägt. Der Putsch
der Militärs hat in der westlichen Welt z.T.
heftige Kritik ausgelöst. Das gilt auch für die Beziehungen
zu Deutschland, die traditionell gut sind, ebenso wie die Beziehungen
zur EU
generell. |
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