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Tadschikistan
Seite 3: Wirtschaft & Entwicklung

Rückblick

Flagge

In den ersten Jahren der staatlichen Souveränität trat die Wirtschaft Tadschikistans eine rasante Talfahrt an. Bis Mitte der 1990er Jahre fiel die landwirtschaftliche und industrielle Produktion auf etwa ein Drittel des Niveaus von 1991. Etliche Industriezweige kamen gänzlich zum erliegen. Im gleichen Zuge setzte eine unkontrollierte Staatsverschuldung begleitet von einer Hyperinflation ein.

Vergleichende Entwicklung des Bruttosozialprodukts
(1989=100)
Graphik
(Quelle: ADB, Falkingham 2000)

Die wesentlichen Ursachen für diesen Niedergang finden sich: 1) im Zusammenbruch der Sowjetunion – Wegfall von Subventionen in Höhe der Hälfte des tadschikischen Staatshaushalts; Verlust von innersowjetischen Märkten, auf die Tadschikistan einseitig planerisch ausgerichtet war, und 2) in Auswirkungen des Bürgerkriegs 1992-97, dem Zehntausende zum Opfer fielen, der Hunderttausende in die Flucht trieb, und der laut Regierungsangaben 7 Mrd. US$ Schaden verursachte.

Die allergröbsten Folgen dieser Misere wurden für die Bevölkerung zunächst einmal durch Nothilfeprogramme und -aktionen einschlägiger internationaler Organisationen aufgefangen. Erst mit Ende der 1990er Jahre konnte sich allmählich auch praktisch der Trend durchsetzen, von der humanitären Hilfe weg- und zu Projekten der Ernährungssicherung und EZ hinzukommen. Im gleichen Zeitraum begannen bzw. verstärkten sich Aktivitäten zum Wiederaufbau und zur Entwicklung Tadschikistan seitens großer multilateraler Kreditgeber wie der Weltbank ( WB ), dem Internationalen Währungsfond ( IMF ), der Asiatischen Entwicklungsbank ( ADB ), und der Europäischen Bank für Wiederaufbau ( EBRD ). All diese Kreditgeber bieten jeweils auf ihren Websites umfängliche Dokumente zum Download an.

Entwicklungszusammenarbeit sektoral

Graphik

Die merkliche Verbesserung der Sicherheitslage im Land auf der einen Seite sowie der "11. September" auf der anderen Seite unterstützten, daß in jüngerer Zeit die von außen kommenden Entwicklungsbemühungen klarere Konturen angenommen haben und im Rahmen einer sektoral gegliederten Strategie nachdrücklicher verfolgt werden.

Wirtschaftswachstum 1992-2002
(in %)
Graphik
(Quelle: IMF)

Entwicklung des Bruttosozialprodukts
Graphik
(Quelle: EBRD)

Das anhaltende Wirtschaftswachstum der letzten Jahre mag als Indikator einer gewissen Konsolidierung zu verstehen sein, entbehrt aber weitgehend einer soliden Grundlage. Es ist in erster Linie makroökonomisch begründet und basiert zu einem überaus hohen Prozentsatz auf nur zwei Gütern, die in bis heute staatseigenen Betrieben hergestellt werden: Aluminium (sorgt für über die Hälfte der Exporterlöse, wobei Tadschikistan über keine abbauwürdigen Bauxitvorkommen verfügt, sondern lediglich über eine riesige Aluminiumschmelze aus sowjetischer Zeit) und Baumwolle (macht rd. 15% des Exports aus). Die Preise für diese Güter auf dem Weltmarkt sind unbeständig. Dennoch hat sich diese einseitige Zusammensetzung der Exporterlöse ungemindert erhalten.

Quellen des Wachstums
(in %, nach Sektoren gewichtet)
Graphik
(Quelle: ADB)


Der Stand der Dinge



Wirtschaftslage
(August 2006)

(Quelle: Weltbank)



Entwickeltheit
(August 2006)

(Quelle: Weltbank)



Regierungsführung
(1996, 2005)

(Quelle: IWF)

Tadschikistan ist ein Niedriglohnland mit weitverbreiteter und tiefer Armut (das durchschnittliche Monatsgehalt wird seitens der Regierung für Anfang 2008 mit 44 US$ angegeben, der minimale Warenkorb mit 62 US$ bewertet; nach einer Erhebung der Weltbank lebten 1999 rd. 80% der Bevölkerung Tadschikistans unter dem Existenzminimum, darunter ca. 17% in extremer Armut (je nach Meßmethode der Armut – laut IMF sind drei verschiedene im Gebrauch – sollen diese Zahlenwerte in den Jahren 1999-2003 um 8-18% gesunken sein – neuere Erhebungen liegen noch nicht vor).

Tadschikistans mangelhafte und überalterte Infrastruktur ist rapidem Verfall ausgesetzt; ebenso das Bildungs- und Gesundheitswesen. Es herrscht hohe Arbeitslosigkeit (nach inoffiziellen Schätzungen bis zu 40%; die Jugendarbeitslosigkeit liegt, besonders in ländlichen Gebieten bei teilweise über 60%). Kinderarbeit ist mittlerweile zu einem Phänomen von Bedeutung geworden. Schätzungen sprechen von 10.000den Kindern, die auf diese Weise zum Überleben ihrer Familien beitragen. Eine gravierend hohe Zahl an Fachkräften und gut ausgebildeten Spezialisten hat in den 1990er Jahren das Land verlassen.

Erst in jüngerer Zeit erhielt das Phänomen mehr Aufmerksamkeit, daß Tadschikistan etliche 100.000de, wenn nicht gar bis zu 1 Mio Arbeitsmigranten aufzuweisen hat (hauptsächlich nach Rußland (an die 90%) sowie in die Golfstaaten und nach Iran; ihre Rücktransfers (PDF-Datei, 2 MB) werden mittlerweile als ein bedeutender Wachstumsfaktor (Schätzungen reichen von 400 Mio bis zu 1 Mrd. US$) auf dem Binnenmarkt eingestuft). Langfristig ist die Arbeitsmigration als ein wirtschaftlicher Risikofaktor einzustufen (Abhängigkeit vom russischen Markt; hohe soziale Kosten; fehlender qualifizierter lokaler Arbeitsmarkt gepaart mit mangelnden Reformen im Privatsektor macht das Land für Direktinvestoren unattraktiv...).

Rücktransfers der Arbeitsmigranten

(Quelle: IWF)

Schulden:
Nachdem in den letzten Jahren durch einige Um- und Entschuldungen eine gewisse Entspannung im Bereich des Schuldendienstes eingetreten war, stellen sich hier offenbar gegenläufige Tendenzen ein: neuerlich hat die Regierung – anscheinend an den multilateralen Gebern vorbei – kurzfristige Kredite bei China aufgenommen; so stiegen die Außenschulden 2007 wieder auf über 1 Mrd. US$. Anfang 2008 forderte der IWF mehr als 47 Mio US$ zurück, weil die Tadschikische Nationalbank falsche Angaben zur Finanzlage des Landes gemacht hat.

Schattenwirtschaft:
Zwei problematische Wirtschaftsfaktoren von unbestimmter Größe stellen Korruption und Drogenhandel vor (2007 wurden rund 5,2 Tonnen Rauschgift, darunter 4 t Opium oder Heroin konfisziert, was auf geringen Teil derjenigen Menge an Drogen geschätzt wird, die das Land im Transit von Afghanistan her passieren). Nach einer Schätzung von 2004 umfaßt das Volumen der Schattenwirtschaft (hauptsächlich Drogentransit) ungefähr 100% des BSP. Transparency International listet Tadschikistan im Corruption Perceptions Index für 2007 auf Platz 150 von 179. Zur Frage der Korruption im Land hat das Strategische Forschungszentrum unter dem Präsidenten 2006 einen eigenen Survey der öffentlichen Meinung (PDF-Datei, 972 KB) vorgelegt. Eine 2007 vom UNDP veröffentlichte Studie zur Schattenwirtschaft (PDF-Datei, 14 MB) beziffert den informellen Sektor für 2005 auf 60,93% des BSP (32,98% Steuerhinterziehungen, 14,74% Eigenproduktion und -konsum von Nahrungsmitteln, 13,21% Schwarzarbeit und Tauschgeschäfte) –, wobei Einkünfte aus kriminellen Aktivitäten bei dieser Studie nicht berücksichtigt wurden. Im Index of Economic Freedom rangiert Tadschikistan 2008 auf Platz 114 unter 157 Ländern und ist damit vom 1998 bis 2005 gehaltenen Status "repressed" seit 2006 mit langsam positiv steigender Tendenz unter die Kategorie "mostly unfree" eingestuft.

Im Juni 2002 hatte die Tadschikische Regierung – nicht zuletzt auf internationalen Druck hin – ein Strategiepapier zur Armutsbekämpfung (PDF-Datei, 770 KB) – kurz: PRSP – vorgelegt. Darin wurden im wesentlichen drei Ziele benannt: 1) nachhaltig hohes Wirtschaftswachstum, 2) verbesserte Regierungsführung, und 3) verbesserter Zugang zu Sozialeinrichtungen und deren Ausrichtung auf die Betroffenen. Das April 2007 verabschiedete PRSP-2 (PDF-Datei, 11,5 MB) für die Jahre 2007-2009 gibt zu erkennen, daß bei der Erreichung der drei genannten Ziele bislang nur sehr begrenzte Erfolge zu verbuchen waren. Lediglich das Wirtschaftswachstum blieb anhaltend, allerdings nach wie vor weitgehend makroökonomisch basiert.

Die von der Tadschikischen Regierung im Rahmen der Armutsbekämpfung nach außenhin signalisierte Reformbereitschaft ist aufs engste mit der Werbung von Gebern und Investoren verbunden. Wegen schlechter Regierungsführung und mangelhaften Investitionsklimas herrscht auf jener Seite jedoch merkliche Zurückhaltung. Ausländische Direktinvestitionen bewegen sich nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Doing Business Report der Weltbank stuft das Land für 2008 hinsichtlich seiner Geschäftsfreundlichkeit auf Platz 153 von 178 Staaten ein, wobei es z.B. beim Investorenschutz auf Platz 176 landete und in den Rubriken "grenzüberschreitender Handel", "Genehmigungsverfahren" und "Geschäftsgründung" an 176. bzw. 166. und 161. Stelle. Zur Frage des dementsprechend schwach ausgebildeten Sektors der Kleinen und Mittleren Unternehmen (PDF-Datei, 2,9 MB), des schlechten Investitionsklimas und der mangelnden strukturellen Reformen nahm 2006 die International Finance Corporation der Weltbankgruppe ausführlich Stellung. Gegen ein solch abträgliches Image versucht naturgemäß z.B. die Industrie- und Handelskammer Tadschikistans anzuwirken.


Industrie und Landwirtschaft

Zementfabrik in Duschanbe Kartoffelernte im Rascht-Tal

Photo: © R.Eisener

Photo: © R.Eisener


Wirtschaftsziele:
Gemessen an den noch sehr mangelhaften Rahmenbedingungen erscheinen die Pläne der Regierung zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes äußerst hochfliegend. Die Planer setzen auf eine regionale und internationale Vermarktung natürlicher Ressourcen (Wasser und Hydroenergie, Gold, Silber, Kohle, Zink, seltene Metalle, Edelsteine) und hochwertiger Landwirtschaftserzeugnisse bzw. deren Weiterverarbeitung (Baumwolle, Textilien, Obst, Gemüse). Durchaus Unterstützung finden so gerichtete Vorstellungen in der Strategie der Weltbank für die Jahre 2006-2009. Deren wesentliche Eckpunkte sind: 1) die Möglichkeiten für die Entfaltung unternehmerischer Tätigkeiten auf dem Lande und in der Stadt zu verbessern, 2) die Qualität des Humankapitals zu erhalten und zu verbessern, und 3) das Wasserkraftpotential zu nutzen.

Wasserkraftpotential

Graphik

Neben Wiederbelebungsmaßnahmen für einst sowjetische Großprojekte: Staudammbau in Rogun (3600 Megawatt; dem russischen Großinvestor RusAl wurde im September 2007 von der Tadschikischen Regierung der Vertrag gekündigt) und Sangtuda (700 Megawatt; für dieses Projekt konnten 2004 Iran und Rußland als Partner gewonnen werden) sind inzwischen die Planungen bei ganzen Kaskaden von Staudämmen (Karte, 412 KB) und Kraftwerken an den Flüssen Tadschikistans angelangt. Weitere Großprojekte sind: die Modernisierung und der Ausbau der Aluminiumschmelze in Tursunzoda (planerisch auf eine Produktion von über 500.000 t angelegt, die derzeitige Jahresproduktion beträgt ca. 1 Sechstel davon und verbraucht dafür 40% des im Lande hergestellten elektrischen Stroms), und schließlich die Wiederherstellung und Pflege der Baumwollmonokulturen.

Landwirtschaft:
Aktuellen Angaben zufolge beläuft sich die landwirtschaftliche Anbaufläche Tadschikistans auf 5,1% des Territoriums, weitere 1-2% sind durch Erosion und Versalzung der Nutzung entzogen; rund 70% der Anbaufläche sind bewässert. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft haben 97% des nutzbaren Landes in den letzten 15 Jahren stetig an Qualität eingebüßt. Die Anbaufläche ist in diesem Zeitraum um das 6-fache gesunken – mit anderen Worten: jährlich verliert Tadschikistan 50.000 ha Anbaufläche.

Die schon vor rund 10 Jahren in Gang gesetzte Landreform (PDF-Datei, 229 KB) realisiert sich nur schleppend, offenbar vorrangig auf dem Papier. Offiziell waren 2004 bereits 578 der ehemals 612 Staatsfarmen in 22.285 sog. Dehqon-Farmen (von dihqon = Bauer) umgewandelt worden. Auf der anderen Seite aber sind z.B. 86,3% der in der Landwirtschaft Tätigen als Arbeiter bei Großbetrieben angestellt und jene wiederum operieren noch weitgehend in einem Gefüge alter sowjetischer Strukturen. Besonderns augenscheinlich ist dies im Baumwollsektor (nimmt 40% der Anbaufläche ein), der sich real noch immer in staatlicher bzw. staatsnaher privater Hand befindet und im Grunde planwirtschaftlich organisiert ist. Bei den Baumwollbauern hat sich auf der unteren Ebene durch Unrentabilität des Anbaus mittlerweile ein gewaltiger Schuldenberg angehäuft, dessen Ausmaße (rd. 500 Mio US$) in etwa den Gewinnen entsprechen, die auf der oberen Ebene erzielt worden sind (Baumwolle macht 60% der landwirtschaftlichen Produktion aus und bildet die Existenzgrundlage von 75% der ländlichen Bevölkerung; unter genau diesen 75% wiederum herrscht die höchste Armutsrate im Land). Tadschikistan ist der viertgrößte Exporteur von Baumwolle und genießt dank hoher Qualität eine starke Nachfrage. Im Frühjahr 2007 wurde mit Unterstützung der Weltbank von der Regierung ein Reformprogramm (PDF-Datei, 954 KB) im Baumwollsektor aufgenommen.


Entwicklungs-
politische
Landesaktivitäten

Gemessen mit den Kriterien des Human Development Index fand sich Tadschikistan 2007 an 122. Stelle unter 177 Ländern wieder und liegt damit im Feld der "mittel entwickelten Staaten". Umfänglich Auskunft zu Fragen der menschlichen Entwicklung in Tadschikistan gibt der nationale Human Development Report 2003 (PDF-Datei, 1,5 MB) des UNDP; dieselbe Organisation hat Mai 2005 auch ein MDG Needs Assessment für Tadschikistan vorgelegt (PDF-Datei, 4,5 MB); mehr von ökonomischen Erwägungen geleitet richtet der August 2006 veröffentlichte zweite Entwurf einer nationalen Entwicklungsstrategie bis 2015 (PDF-Datei, 248 KB) einen Blick in die Zukunft des Landes. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit 2003 bis Oktober 2007 insgesamt 1.726.064.202,00 US$ internationale Hilfe an Tadschikistan geflossen.

Neben finanziell bedeutend (im Gefolge des "11. September") aufgestockten amerikanischen Aktivitäten, über die man sich beim USAID einen Überblick verschaffen kann, gibt der aktuelle Aufruf der UN (PDF-Datei, 2,6 MB) an die Geber (über einen Gesamtbedarf von rd. 51,3 Mio US$) einen Überblick über laufende und neue Projekte unter der Ägide von UN-Organisationen. Außerdem zählt Tadschikistan zu den 189 Ländern, die sich im Jahr 2000 den Millennium Development Goals verpflichtet haben. Daneben sind die ausgefeilten Projekte der Agha Khan Stiftung hervorzuheben, bei der dazu auch eine Informationsbroschüre (PDF-Datei, 3,1 MB) heruntergeladen werden kann. Desweiteren lassen sich der Einsatz der Welthungerhilfe (DWHH, seit 1994 im Land), ein langsam zunehmendes Engagement der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und neuerlich des Deutschen Entwicklungsdienst (DED), des Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Friedrich Ebert Stiftung (FES) oder auch der eidgenössischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) verzeichnen. Zu den deutschen Aktivitäten bietet auch die Deutsche Botschaft in Duschanbe auf ihrer Website Informationen an. Ein umfangreiches entwicklungspolitisches Informationsportal im Lande selbst betreibt das United Nations Coordination Unit in Tajikistan. Konzentriert Einblick in die sektoralen Vorgehensweisen gewährt das UNDP mit einem Mai 2004 ins Netz gestellten, nach Ländern und in entwicklungspolitische Sektoren gegliederten Zentralasienportal.

Die bilaterale deutsche Zusammenarbeit beschränkte sich zunächst 1992-1997 auf kleinere Projekte in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Beratung des Finanzministeriums, Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Saatgutqualität. Nach einer 5-jährigen Pause wurde die bilaterale Zusammenarbeit 2002 wieder verstärkt aufgenommen (Abschluß eines befristeten Partnerschaftsabkommens; August 2004 ein Rahmenabkommen über Technische Zusammenarbeit). Auf der Basis des Zentralasienkonzepts (PDF-Datei, 50 KB) der Bundesregierung stehen im Zentrum nun Projekte im Bereich der Wirtschaftsreformen (u.a. die Förderung von KMU), von 2006 an ist eine Konzentration finanzieller Zusammenarbeit (FZ) auf den Gesundheitssektor vorgesehen. Einen weiteren Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet Aus- und Fortbildung von Lehrern. Die größte Fördersumme (20 Mio Euro bei einer Gesamtsumme der FZ 2002-04 von 35,1 Mio) floss in eine Erneuerung der Umspannstation des Wasserkraftwerks Nurek. Die Gesamtsumme im Bereich der Technischen Zusammenarbeit belief sich im Zeitraum 1993-2004 auf 16,89 Mio Euro. Derzeit ist als Schwerpunkt der deutschen EZ "Wirtschaftsreform und Aufbau der Marktwirtschaft" (=WiRAM) vereinbart sowie eine Fortführung des Engagements im Grundbildungsbereich bis 2010. Im Zuge der letzten deutsch-tadschikischen Regierungsverhandlungen machte die Bundesregierung eine Neuzusage über 23,5 Mio € (18 Mio FZ und 5,5 Mio TZ).

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