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Tschad
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Wirtschaftssystem und seine Sektoren
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Wirtschaftliche
Basisdaten: Der Tschad
zählt trotz einem Pro-Kopf -Einkommen von statistisch etwa
1.420 US $ zu den ärmsten Staaten der Erde und belegt nach dem Human
Development Index den Rang 170 von 177 Ländern. Ein
Großteil der Bevölkerung (ca. 80 %) lebt dennoch in
absoluter Armut, wobei ein großer Unterschied zwischen Stadt und
Land festzustellen ist. Allerdings haben sich
die statistischen Daten durch die seit 2003 stattfindende
Erdölförderung bereits erheblich verändert. Die
sozio-ökonomische Entwicklung des Landes wurde durch die
isolierte Binnenlage, die Gliederung des Landes in "le
tchad utile" (Süden) und "le tchad unutile" (Norden) während
der französischen
Kolonialzeit |
Wirtschaftsindi- katoren, Analysen, Statistiken |
Bei
der BEAC
(Banque Economique d'Afrique Centrale) findet man Informationen
zu Finanzen und Wirtschaft sowie bei izf-net eine Auflistung des
geplanten Budget
2006. Bei AfriStat ist
eine
Zusammenstellung der 10
größten nationalen Unternehmen Eine Einschätzung aus lokaler Sicht gibt Hassane Bakari von Tchad & Culture und eine Übersicht über die wichtigsten Wirtschaftszweige bietet Tchadien.com. |
Wirtschaftspolitik, Produkte und Produktionsweisen
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Seit die Erdölförderung im Doba-Becken begonnen hat, wird die
Wirtschaft mit etwa 49,1% am BIP vom Dienstleistungssektor dominiert.
Rund 80 % der Arbeitskräfte sind aber
nach wie vor in der Landwirtschaft tätig und tragen zu 38 % zum
BIP bei.
Dabei deckt die überwiegend auf Subsistenz ausgerichtete
Landwirtschaft nur in regenreichen Jahren die nationalen
Selbstversorgung. Korruption und eine schwach ausgebildete Rechtssicherheit behindern sowohl die Privatwirtschaft als auch vorhandene Entwicklungspotentiale in großem Maße. Eine dringende Forderung des Internationalen Währungsfond (IWF) und der Weltbank (WB) ist die Privatisierung der wenigen traditionellen Schlüsselindustrien (Baumwolle, Elekrizität- und Wasserunternehmen), die aber nach wie vor unter staatlicher Kontrolle stehen. Allein die Zucker- und Mobilfunkbetreiber-Unternehmen sind bereits privatisiert worden. Eine mangelnde Infrastruktur erschwert zusätzlich die wirtschaftliche Entwicklung, besonders außerhalb der vier größten Städte. Es existieren nur ca. 400 km schlecht geteerte Straßen; das weitläufige Pistennetz ist während der Regenzeit größtenteils unpassierbar und schränkt die Versorgung der ländlichen Gebiete stark ein. Bei der FAO finden Sie eine statistische Datenbank |
Baumwollsammelplatz
im Süden (Mayo
Kebbi)
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Handel: Binnen- und Aussenhandel |
Die
wichtigsten Exportgüter des Landes -
abgesehen von
Erdöl - bestehen aus Baumwolle, die 40% des Gesamtexportwerts
ausmacht, Vieh, Fleisch und
Gummi Arabicum. Hauptabnehmer dafür sind vor allem Portugal,
Deutschland
und die USA. Einen guten allgemeinen Überblick mit Schaubildern zu
wirtschaftlichen
Hintergrunddaten finden Sie bei der
Weltbank sowie auf der Internetseite der Weltbank
im Tschad ( |
Wochenmarkt
in Massaguet
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Armut und Armutsbe- kämpfung |
Seit
1998 kooperiert der Tschad mit der Weltbank und dem
Internationalen
Währungsfonds im Rahmen von Armutsbekämpfung und
Strukturanpassungsprogrammen.
Seit Mai 2001 hat er sich für die Aufnahme in den Kreis der HIPC-Länder
(Heavily Indebted Poor Countries) qualifiziert. Dazu wurde 2003 vom
Tschad ein Poverty
Reduction Strategy Paper Der letzte Bericht des Tschad zur Umsetzung der Millenium Development Goals wurde im Jahr 2005 erstellt, die letzten Daten des Tschad in Bezug auf die Indikatoren der MDG im Jahr 2004 erhoben. |
nationale Entwicklungs- anstrengungen |
Die
zivilgesellschaftlichen Akteure, also
Vereinigungen, Kooperativen, die
Presse, Gewerkschaften und
Nichtregierungsorganisationen (NRO) sind im Tschad im Vergleich zu
anderen
westafrikanischen Ländern nur wenig entwickelt.
Nach den langanhaltenden politischen Unruhen bilden sich seit Mitte der
1990er Jahre langsam zivilgesellschaftliche Strukturen heraus.
Inzwischen sind etliche nationale und internationale NROs im Tschad
registriert, die aber alle unterschiedlich aktiv sind. Erschwerend
auf die Arbeit aller NRO wirkt sich die schlechte Infrastruktur des
Landes aus,
die
sich sowohl in den mangelhaften Verkehrs- und Kommunikationswegen, als
auch der hohen
Defizite im
Gesundheits- und Bildungssektor manifestiert. Die einheimischen NRO beschränken sich daher zumeist auf die urbanen Zentren, die ländlichen Gebiete bleiben unterversorgt. Da der tschadische Staat seinen zentralen sozialen Aufgaben in vielen Bereichen nicht nachkommt und nur über eingeschränkte Kapazitäten verfügt, sind in den letzten Jahren viele Selbsthilfeinitiativen entstanden. Ihnen mangelt es allerdings an finanziellen und personellen Ressourcen und sie können ohne Unterstützung und Beratung häufig wenig Wirkkraft entfalten. Einen großen Anteil an Unterstützungsarbeit leisten die regionalen kirchlichen Organisationen wie z.B. Belacd und Secadev. Das überregional in Westafrika aktive Bildungsinstitut Inades führt v.a. Fortbildungen im Bereich ländlicher Entwicklung durch. |
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multilaterale und bilaterale Entwicklungs- anstrengungen |
Erdöl: Am 10.
Oktober 2003 Das Projekt wird von einem Konsortium der Mineralölkonzerne Esso, Chevron, Petronas und der Weltbank durchgeführt. Pro Tag sollen bei voller Auslastung 250.000 Barrel Rohöl gefördert und damit die Staatseinnahmen des Tschad um jährlich bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Um die richtige Verwendung der Gelder zu gewährleisten, hat auch die Weltbank ein internationales Beratergremium,die International Advisory Group IAG Das Projekt hatte jedoch schon im Vorfeld seiner Umsetzung Kritik bei zahlreichen nationalen und internationalen Menschenrechts- und Umweltorganisationen hervorgerufen. Die deutsche Arbeitsgruppe Erdölprojekt-Tschad-Kamerun verweist auf eklatante Sicherheitsmängel, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. Bewohner des Doba-Beckens beklagen zudem die negativen Folgen der Erdölförderung für ihre Gesundheit, den Zugang zu Bildungseinrichtungen und die Diskriminierung im Beschäftigungsbereich. Wie erwartet bringen die Erdöleinnahmen Ende 2005 kam es zu Spannungen zwischen der tschadischen Regierung und der Weltbank. Die tschadische Regierung hatte das Gesetz zur Finanzierung eines Zukunftfonds praktisch annuliert, der eine Vertragsbedingung Ausgewählte Beispiele zu Organisationen und deren Engagement und Projekte im Tschad finden Sie in der folgenden Auflistung.
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deutsche Entwicklungs- und Hilfsorganisationen im Lande |
Folgende Links
führen Sie zu landesspezifischen Aktivitäten einzelner
deutscher Institutionen und Organisationen: |
![]() Transport
von Plastikkannen und -kannistern aus Nigeria
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