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Uganda
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Geschichte
Die Landesflagge
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Besonderheiten der LandesgeschichteIm Jahr 1888 übernahm die Imperial British East Africa Company das Gebiet als Uganda Protective. Fünf Jahre später wurde es britisches Protektorat, also ein Schutzgebiet, was nichts anderes als die kaschierte Umschreibung einer Annexion war. Die Briten fanden vier funktionierende Königreiche vor und griffen massiv in das vorhandene regionale Machtgefüge ein, das zu jenem Zeitpunkt von bugandischen Hegemonialbestrebungen gekennzeichnet war.historische EpochenSchauen Sie sich bitte über die koloniale und nachkoloniale Ära diesen geschichtlichen AbrissSehen Sie sich Ugandas Regenten seit der Unabhängigkeit doch einmal an. Eine Übersicht über Ugandas Geschichte finden Sie in der Zeittafel bei Areion. Historische PersönlichkeitenViele verbinden mit Uganda bis heute Idi Amin und seine Schreckensherrschaft. Auf den Seiten von BBC
Nach dem Bürgerkrieg 1986: Schädel und Knochen in Luwero
Auch Milton Obote starb im Exil. Bis zu seinem Tod am 10.10.2005 war er Vorsitzender der von ihm gegründeten Partei, UPC. Schätzungen besagen, dass zwischen 100.000 und 300.000 Menschen als Ergebnis der Kämpfe zwischen Obotes UNLA und verschiedenen anderen militärischen Gruppen, vor allem Yoweri Musevenis NRA, starben. Noch lange lagen die Schädel und Knochen der Toten im sog. Luwerodreieck, wo Obotes UNLA am schlimmsten gewütet hatte. |
Der Staat![]()
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Staatsform,
Ugandas Staatsform ist eine Präsidialrepublik.
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Innenpolitische Themen
Yoweri Museveni, |
Präsident Museveni und die NRM (National Resistance Movement):Der Präsident Ugandas Yoweri Kaguta Museveni wurde am 29. Januar 1986 Präsident der Republik Uganda. Mit 26 jungen Männern ging er 1980 in den Busch, organisierte das National Resistant Movement (NRM) und die Natioanal Resistant Army (NRA) und bekämpfte in einem fünfjährigen Buschkrieg das Terrorregime von Milton Obote.Der Vizepräsident: Prof. Gilbert Balibaseka Bukenya Prof. Dr. Bukenya Mit der Machtübernahme Musevenis und seiner National Resistance Armee (NRA) im Januar 1986 wurde eine lange Epoche von Gewalt und Terror in Uganda beendet. In den meisten Landesteilen kehrte nach den Schreckensherrschaften von Idi Amin und Milton Obote Frieden ein. Die politische und wirtschaftliche Lage in Uganda verbesserte sich deutlich. Uganda avancierte zum Musterschüler von IWF und Weltbank.
In den letzten Jahren hat der anfangs so gute Ruf Musevenis und seines Landes doch ziemlich gelitten. Die Existenz einer menschenverachtenden Rebellenbewegung im Norden des Landes ("Lord's Resistance Army") mit 1,4 Mio. Binnenflüchtlingen; die allgegenwärtige Korruption und zunehmende Kritik an der Staats- und Regierungsführung sind Gründe dafür. Vor allem letzteres hat dazu geführt, dass einige Geber die Budgethilfe für Uganda gekürzt haben. Dennoch steht Uganda immer noch in vieler Hinsicht besser da als die meisten Nachbarländer.
Die Reden des Präsidenten finden Sie auf der Seite des statehouse. |
Basis- demokratie |
Ugandas Movement SystemBis vor kurzem war die Betätigung politischer Parteien zu Gunsten eines Movement (quasi-Einparteien-) Systems eingeschränkt. Das Movement System wäre im herkömmlichen Sinne als undemokratisch zu bemängeln. Es gibt jedoch Wahlen, die bis auf die unterste administrative Ebene eine Beteiligung der Bürger an der politischen Willensbildung ermöglichen. Ziel ist es, den Bürger zunehmend zu politischen Rechten und Pflichten hinzuführen, z. B. auch durch die Dezentralisierung der Administration auf regionaler Ebene. In einer historisch, ethnisch oder religiös sehr heterogenen Gesellschaft kann ein solches System geeigneter sein, eine konfliktträchtige Zersplitterung der Gesellschaft zu vermeiden. |
Wahlen
Parlamentsgebäude in Kampala
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ReferendumIm Jahr 2000 fand zu der Frage ob Beibehaltung des Basisdemokratiesystems oder Einführung eines Mehrparteiensystems ein Referendum statt. Bei einer Beteiligung von 55% (die Opposition rief zum Boykott auf) sprachen sich 90% für die Beibehaltung des Quasi-Einparteiensystems aus. Doch bereits im März 2003 beschlossen das National Executive CommitteeIm November 2005 wurde Musevenis schließlich zum Parteivorsitzenden der NRM gewählt.
Die Präsidentschaftswahlen![]() Wahlkampf in Uganda
Bei den Präsidentschaftswahlen |
Parteien |
Politische Parteien:Um sich ein Bild über Parteien in Uganda machen zu können, sollten Sie die Geschichte der Parteien
Neben den traditionellen Parteien, wie der Democratic party (DP) |
Korruption |
Korruptionist in Uganda ein sehr aktuelles Thema, in das sich selbst Präsident Museveni aktiv einbringt und zu dem sich auch die Presse freimütig äußert. Nach dem von Johann Graf Lambsdorff entwickelten Corruption Perception Index (CPI) rangiert Uganda auf Platz 110 von 163 untersuchten Ländern. Immerhin ist ein leichte aber stete Verbesserung zu beobachten.Das Uganda Debt Network (UDN) hat eigens eine Anti Corruption Kampagne |
Pressefreiheit |
Presse und MedienDie Medien: Uganda erfreut sich seit der Machtübernahme Musevenis einer relativ freien und teilweise regierungskritischen Presse. Eine große Auswahl tagesaktueller Artikel der wichtigsten ugandischen Presseorgane finden Sie bei allAfrica.com. Auch der EastAfrican und südafrikanische Zeitungen sind vertreten. Neben der regierungsabhängigen Tageszeitung New Vision ist noch die unabhängige Tageszeitung Monitor im WWW präsent. Es besteht die Möglichkeit, sich die Ausgaben im Abonnement per eMail als Frühstückslektüre tagesaktuell zuschicken zu lassen! Ebenfalls im www vertreten ist der The Weekly Observer gegründet von Journalisten, die ausgewogenen und guten Journalismus anbieten möchten.Sehr populär ist in Uganda das Radio, besuchen Sie doch einmal die Seite von Radio Mama; viele weitere Infos zu Sendern finden Sie unter TV-Radio World Uganda |
Außenpolitik
© Chogm 2007 Uganda |
Das Land im regionalen und internationalen KontextIn der Außenpolitik verfolgt Uganda einen pragmatischen Kurs. Für die Entwicklung des Landes setzt Präsident Museveni auf die Unterstützung der westlichen Industriestaaten und der internationalen Geberinstitutionen (Weltbank, Internationaler Währungsfonds, United Nations Development Programme , Europäische Union, African Development Bank).Die Staatsführung Ugandas bemüht sich um eine enge Anlehnung an die USA. Im Sommer 2003 besuchte zum 2. Mal in kurzer Zeit ein amerikanischer Präsident das Land am Viktoriasee und würdigte Ugandas Erfolge bei der AIDS-Bekämpfung Großbritannien spielt aufgrund traditioneller Bindungen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus bemüht sich Uganda über diverse multilaterale Foren um eine wichtige Stimme in der Region (Ostafrika, Große Seen) und auf dem Kontinent. Die übrigen europäischen Staaten genießen, in Widerspiegelung ihrer bilateralen Hilfe, ebenfalls hohe Wertschätzung. Die zuvor engen Beziehungen zu Ruanda waren aufgrund bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen ruandischen und ugandischen Truppen in der DRC eine Zeitlang belastet. Gegenseitige hochrangige Besuche signalisieren eine Verbesserung des Verhältnisses. Uganda unterstützt als einziges afrikanisches Land die Afrikanische Union mit der Entsendung von 1600 Soldaten und nun auch mit Militärausbildern zur Unterstützung der somalischen Übergangsregierung. Mit Kenia und Tansania verbinden Uganda freundschaftliche Beziehungen. Besuchen Sie die Seiten des ugandischen "Ministry of Foreign Affairs" Commonwealth Meeting in Uganda (CHOGM): Wichtigstes Ereignis für Uganda ist wohl das Commonwealth Meeting im Nov. 07. Uganda scheute keine Mühen um die Infrastruktur für ein solches Ereignis zu schaffen und erhofft sich einen Aufschwung im internationalen Ansehen aber auch in der Wirtschaft und im Tourismus. |
Menschenrechte |
Zur Lage der Menschenrechte:Im aktuellen ai-Menschenrechtsreport 2007 (Zeitraum Jan - Dez 2006) wird sowohl über Fortschritte bei den Gesprächen zwischen der Regierung und der bewaffneten Oppositionsgruppe Widerstandsarmee des Herrn (Lord's Resistance Army - LRA) als auch über den friedlichen Verlauf der Wahlen berichtet. Bemängelt wurden Angriffe auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf die Pressefreiheit. Auch gingen erneut Berichte über Folterungen an Gefangenen und über Repressalien gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ein. Gewalt gegen Frauen blieb weitverbreitet. Militärgerichte sprachen nach wie vor Todesurteile aus.Einen Überblick mit vielen Karten und aktuellen Berichten über die Konflikte in Uganda finden Sie bei reliefweb. Informieren Sie sich auch auf der Homepage des Human Rights Watch. |
Kriege, Krisen und Hoffnung auf Frieden |
Der Krieg in Norduganda-
Offiziell ist er noch nicht zu Ende, der längste ununterbrochene Bürgerkrieg in Afrika, der bereits seit 20 Jahren andauert. Die Rebellen der Lord's Resistance Army (LRA) |
Konfliktlage "Große Seen" |
Die Krise der zentralafrikanischen Region der Großen SeenIm Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo (DRC), dem Ersten Afrikanischen Weltkrieg, hat die Kriegsführung in Afrika südlich der Sahara seit 1996 eine neue Qualität erreicht. Die Gründe für den Ausbruch der Gewalt sind so vielfältig wie die Akteure. Das Chaos und die Instabilität der letzten Jahre in Mobutus Zaire sowie die Gefahren für die umliegenden Staaten und die Destabilisierung der Region nach dem Genozid in Ruanda (1994) mögen die Hauptgründe für die Gewalt sein. Doch spätestens nachdem der Konflikt sich in einen langwierigen Stellungskrieg verwandelt hat, wurde klar, dass dieser Krieg vor allem dazu geführt wurde, um die reichen kongolesischen Bodenschätze auszubeuten. Mehr dazu im Artikel Präsidenten werden Paten.Im Zentrum der Krise in der zentralafrikanischen Region der 'Großen Seen' steht der im August 1998 ausgebrochene Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo. Angola, Simbabwe, Namibia unterstützen auf Beschluss der Regionalorganisation SADC Das Genozid und die Folgen mag inswischen lange zurück liegen. Doch bis heute sind vor allem im Osten des Kongos Unruhen. Dies bedeutet auch immer eine angespannte Situation für Uganda. Zum einen kommen immer wieder kongolesische Flüchtlinge nach Uganda, zum anderen gab es auch in jüngster Zeit Tote auf ugandischer Seite. Hier spielt vor allem das Erdölvorkommen am Lake Albert eine Rolle. Aktuelle Information zu diesem Thema, u.a. die aktuellen taz Artikel finden Sie auf den Seiten von Gertrud Kanu & Iseewanga Indongo-Imbanda , ebenfalls lesenswert sind der Friedenspolitische Ratschlag und Indymedia.
Die tagesaktuellen Entwicklungen sind am besten bei allAfrica.com (Ostafrika Rubrik) |
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