Entwicklungshelfer*innen bei der GIZ

Als Entwicklungshelfer*in (EH) arbeiten Sie auf Grundlage des Entwicklungshelfer-Gesetzes (EhfG). Für eine befristete Zeit gestalten Sie partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Menschen und Organisationen weltweit aktiv mit und tragen zur globalen Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität bei.

Sie engagieren sich für entwicklungspolitische Anliegen, gewinnen neue Perspektiven und leisten einen Beitrag für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft. 

Mit Ihrem solidarischen Engagement fördern Sie die kontinuierliche Entwicklung unserer Partnerländer und tragen dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

Mit Ihrer fachlichen Expertise sowie Ihrem „Blick von außen“ unterstützen Sie unsere Partner dabei, innovative Lösungen zu entwickeln und Entwicklungshemmnisse zu überwinden. 

Durch Ihre Tätigkeit direkt bei den Partnerorganisationen, oft an dezentralen Standorten, sehen Sie, ob die gemeinsam mit den Partnern entwickelten Lösungen angenommen werden. Sie übernehmen innerhalb der GIZ damit eine wichtige Brückenfunktion bei der Umsetzung von Programmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. 

Nach Ihrer Rückkehr profitieren Sie von neu erworbenen Perspektiven und können Ihre Erkenntnisse in der eigenen Gesellschaft einbringen. 

Sie haben Interesse, sich als Entwicklungshelfer*in im Ausland zu engagieren? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Welche Voraussetzungen sollte ich für eine Stelle als Entwicklungshelfer*in erfüllen?

  • Sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union.
  • Sie verfügen über einen passenden Berufsabschluss für den Auslandseinsatz, erworben entweder durch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Meister- oder Technikerabschluss oder eine akademische Ausbildung. 
  • Sie verfügen mindestens über eine zweijährige, einschlägige Berufserfahrung, bei Meister- oder Technikerabschluss inklusive Ausbildereignungsprüfung.
  • Sie haben gute Fremdsprachenkenntnisse und/oder bringen die Bereitschaft mit, diese zu erlernen/erweitern.
  • Sie sind sozial kompetent, offen gegenüber anderen Kulturen, sensibel für interkulturelle, gender-, konfliktbezogene Fragestellungen und bereit, in einem neuen und ungewohnten Lebens- und Arbeitsumfeld tätig zu sein.
  • Sie verfügen über Flexibilität und Belastbarkeit und möchten wertvolle Erfahrungen für Ihren weiteren beruflichen Lebensweg gewinnen.
  • Sie möchten Ihre Kompetenz in Beratung, Planung oder Management einbringen.
  • Darüber hinaus gibt es stellenbezogene Anforderungen, die Sie den jeweiligen Stellenausschreibungen entnehmen können

Welche Leistungen erhalte ich als Entwicklungshelfer*in?

Die GIZ stellt ein sehr umfangreiches und attraktives Leistungspaket bereit – auf der Grundlage des Entwicklungshelfer-Gesetzes. Es besteht aus Barleistungen (unter anderem Unterhaltsgeld), Sozialleistungen (unter anderem Versicherungsschutz) und Sachleistungen (unter anderem Organisation der Aus- und Rückreise), gegebenenfalls auch für Ihre anspruchsberechtigten Familienangehörigen. Damit ist Ihr Lebensunterhalt im jeweiligen Land voll gedeckt. Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem Einsatz um einen Dienst ohne Erwerbsabsicht handelt.

Sie werden in Deutschland und im Einsatzland speziell auf Ihren Einsatz vorbereitet. Auch Ihre Familie kann an bestimmten Vorbereitungsseminaren teilnehmen. Nach Ihrem Einsatz werden Sie und Ihre Familie bei der Rückkehr durch verschiedene Angebote unterstützt.

Weitere Informationen zu den Leistungen, die Sie als EH erhalten, sehen Sie in folgendem Video: 
 

So sieht es in der Praxis aus.


        
    
Als EH arbeite ich direkt und selbstständig mit meiner Partnerorganisation zusammen und kann somit basisnah Lern- und Veränderungsprozesse begleiten.

        
    
Als EH leiste ich durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit einen Beitrag zu globaler Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität.

        
    
Mit dem Einsatz als EH kann ich als berufserfahrene und sozial kompetente Fachkraft erstmalig in der Entwicklungszusammenarbeit tätig werden.

Wie lange bin ich als Entwicklungshelfer*in im Ausland?

Die Dauer des Einsatzes beträgt in der Regel 24 Projektmonate zuzüglich Vorbereitungsphase und kann je nach Projektlaufzeit maximal sechs Jahre betragen. In Abhängigkeit von der Laufzeit der jeweiligen Programme sind auch kürzere Einsätze möglich. Eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Projektmonaten zuzüglich Vorbereitung ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Falls Sie schon einmal als EH im Sinne des EhfG bei einer der in Deutschland anerkannten Entsendeorganisationen für mindestens ein Jahr tätig waren, sind auch Kurzzeiteinsätze von weniger als zwölf Monaten möglich. 

In welchen Themenbereichen kann ich mich als Entwicklungshelfer*in engagieren?

  • Friedensentwicklung und Krisenprävention 
  • Ländliche Entwicklung und Agrarwirtschaft, Sicherung der Ernährung
  • Berufliche Bildung und Arbeitsmarkt 
  • Demokratie, Rechtsstaat, Gender 
  • Wald und Biodiversität 
  • Dezentralisierung, Stadt- und Regionalentwicklung 
  • Privatwirtschaftsförderung, Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung 
  • Gesundheit, Familienplanung, HiV/AIDS
  • Bildung und Jugend 
  • Trinkwasser, Wassermanagement, Abwasser/ Abfallentsorgung 
  • Energie 
  • Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

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