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Südsudan
  • LÄNDLICHE ENTWICKLUNG
  • NACHHALTIGE INFRASTRUKTUR
  • SICHERHEIT, WIEDERAUFBAU, FRIEDEN
  • STAAT UND DEMOKRATIE

Südsudan

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 51
Internationale Mitarbeiter*innen: 2

(Stand: 31.12.2019)

 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist mit Unterbrechungen seit den 1970er Jahren auf dem Gebiet des heutigen Südsudan tätig.

Seit 2010 ist das Koordinierungsbüro der GIZ in der Hauptstadt Dschuba etabliert. Das entsandte Personal ist seit Juli 2016 krisenbedingt evakuiert. Die Vorhaben werden von Deutschland aus gesteuert, ergänzt durch regelmäßige Dienstreisen nach Südsudan.

Südsudan ist fast doppelt so groß wie Deutschland und hat nach aktuellen Schätzungen rund 11 Millionen Einwohner*innen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Das Land ist nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen seit 2011 von Sudan unabhängig und ist damit der jüngste Staat der Welt.

Südsudan zählt zu den fragilen Staaten, mit einem seit 2013 gewaltsam ausgetragenen Konflikt, der bis heute andauert und bereits rund 400.000 Menschenleben gekostet hat. Rund 2,2 Millionen Menschen sind in Nachbarländer geflohen, etwa 1,5 Millionen mussten als Binnenvertriebene ihre Heimat verlassen.

Der Abschluss eines Friedensabkommens im Jahr 2015 sowie die Bildung einer neuen Einheitsregierung in 2020 sind wichtige Meilensteine für die Wiederherstellung des Friedens und die Entwicklung des Landes. Besonders das starke Bevölkerungswachstum, mangelnde Infrastruktur und fehlende institutionelle Strukturen stellen das Land vor große Herausforderungen. So leben etwa 50 Prozent der Menschen im Land unter der Armutsgrenze und sind akut von Hunger bedroht oder mangelernährt. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung. Es mangelt außerdem an grundlegenden staatlichen Dienstleistungen.

Die GIZ ist in Südsudan im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums in den folgenden drei Schwerpunkten tätig:

  • Ernährungssicherung und landwirtschaftliche Entwicklung
  • Städtische Wasser- und Sanitärversorgung
  • Ländliche Entwicklung und Regierungsführung

Im Bereich der Ernährungssicherung arbeiten die GIZ und ihre Partner gegen Unterernährung bei Kindern und Frauen und sensibilisieren für Gesundheitsthemen. Um die landwirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, unterstützt die GIZ durch Aus- und Weiterbildung kleinbäuerliche Haushalte bei der Wiederaufnahme ihrer landwirtschaftlichen Produktion. So lässt sich bei erfolgreicher Ernte wiederum die Ernährungssicherheit stabilisieren.

Die Bundesregierung unterstützt lokale Wasserversorger in vier Städten dabei, die öffentliche Trinkwasser- und Sanitärversorgung sicherzustellen und auch für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen erschwinglich und zugänglich zu machen. Die GIZ beteiligt sich dabei am Aufbau von Wasserbetrieben und schult das Personal im Betrieb der Anlagen. Um die hygienischen Bedingungen in Schulen zu verbessern, werden sanitäre Anlagen ausgebaut und Schüler*innen für Hygienethemen sensibilisiert.

Um ländliche Regionen langfristig zu entwickeln, berät und unterstützt die GIZ ausgewählte Landkreise darin, Dienstleistungen direkter und bedarfsorientierter zu erbringen. Kompetenzen der ländlichen Verwaltung werden aufgebaut und gleichzeitig die Bevölkerung – vor allem Frauen – darin gefördert, sich aktiv an der Planung und Gestaltung ihres Lebensraums zu beteiligen.

Außerdem unterstützt das Auswärtige Amt über die GIZ die Implementierung des 2015 geschlossenen Friedensabkommens.

Projekte und Programme

Projektevaluierungen

Abgeschlossene Projekte und Programme