Innovationen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion schützen das Klima (WE4F)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Wasser und Energie für eine nachhaltige Agrar – und Ernährungswirtschaft - Water and Energy for Food (WE4F)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Aktuell gehen rund 30 Prozent des globalen Energieverbrauchs, 28 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen und circa 70 Prozent der weltweiten Süßwassernutzung auf die Produktion von Lebensmitteln zurück. Mit der wachsenden Bevölkerung steigt auch der Bedarf an Nahrungsmitteln stetig an – laut Hochrechnungen bis zum Jahr 2050 sogar um 60 Prozent. Dadurch werden sich auch der Energieverbrauch und die Wassernutzung deutlich verstärken.

Die wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln erhöht den Druck auf natürliche Rohstoffe durch Verbrauch und Verschmutzung. Die Folgen für Umwelt, Ökosysteme, Boden und Artenvielfalt sind weitreichend und wirken sich direkt auf die Lebensumstände der Bevölkerung aus. Der Einfluss des Klimawandels verstärkt diese negativen Wirkungen und Unsicherheiten zusätzlich. 

Ziel

Klimafreundliche, energieeffiziente und wasserschonende Innovationen sind in der Lebensmittelproduktion zunehmend verbreitet.

Water and Energy for Food_01

Vorgehensweise

Das Vorhaben leistet den deutschen Beitrag zur internationalen Initiative „Water and Energy for Food (WE4F) – A Grand Challenge“. WE4F ist eine gemeinschaftliche Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten des Königreichs der Niederlande, der schwedischen Entwicklungsagentur Sida und der US-amerikanischen Entwicklungsagentur USAID. 

Die Initiative fördert die Entwicklung und Verbreitung innovativer und wirtschaftlicher Ansätze für den Einsatz klimafreundlicher, energieeffizienter und wasserschonender Technologien und Innovationen. Diese sollen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern vermehrt angewendet werden. 

Mehrere regionale Innovationshubs setzen die Initiative um. Der dezentrale Ansatz erlaubt eine lokale Verankerung der Hubs, einen verbesserten regionalen Austausch und ortsspezifische Aktivitäten. Regionale Wettbewerbe wählen Firmen aus, die als Innovatoren finanziell und fachlich gefördert werden. 

Das Vorhaben konzentriert sich auf fünf Handlungsfelder: Die Stärkung der Kompetenzen der ausgewählten Innovatoren, die Kompetenzentwicklung von Endnutzer*innen und Multiplikator*innen, die Verbesserung von Zugang zu geeigneten Finanzierungen, die Verbesserung von politischen und sektoralen Rahmenbedingungen und die Stärkung des regionalen und globalen Fachaustausches. 

Die Koordination des deutschen Beitrags leistet die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Bonn. Das Vorhaben wird über zwei regionale Hubs in Ost- und Westafrika umgesetzt. Die Partner der internationalen Initiative setzen weitere regionale Hubs um: in Südostasien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie dem südlichen Afrika.

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